Cologne Commons | Es ist Zeit für ein neues Modell. Das Internet und neue Produktionsbedingungen verändern die Musikindustrie elementar. Die Cologne Commons Konferenz hilft Musikern und Labels bei der Neuorientierung und das musikalische Festivalprogramm lädt man jetzt schon am besten runter! Dann singt man später besser mit!
Betrachtet man unsere westliche Gesellschaft, dann haben wir alle doch so ein Gefühl, dass da was nicht stimmt, oder?!? Mittlerweile wissen selbst die Experten nicht mehr, wohin die Reise geht. Unser Vertrauen haben sie schon längere Zeit verloren. Betrachtet man in diesem globalen Geschehen den Makrokosmos Musikkultur und seine Musikindustrie, sieht man auch hier viel Kopflosigkeit, Irritation und nicht zuletzt Panik.
Was hat sich geändert? Zwei bedeutende Dinge veränderten in den letzten - sagen wir mal - zehn Jahren die Welt. Der Zugang zu preiswerten Produktionsmitteln und zu einem außergewöhnlichem Vertriebskanal, dem Internet. Interessanterweise spürten Musiker, Labels und Musikindustrie diese Veränderungen von allen Kulturschaffenden in den Medien als erste.

Ein Beispiel. Julia Kotowski alias Entertainment for the Braindead produziert und komponiert ihre Songs mit der Software Garage Band. Die spendiert Apple kostenlos jedem, der einen Mac kauft. Ihre Musik vertreibt Sie kostenlos über den Distributionskanal Internet. Die einzigen Kosten die für sie entstehen, ist der Kauf eines Computers, der Zugang zum Internet und ein wenig Webspace bei einem Provider. Selbst diese Kosten hätte Julia sich sparen können. Und weil die Musikerin wunderbare Folk Songs komponiert, ihre Alben in die richtigen Kanäle streut, tourt sie heute und wird von schmachtenden Indie-Boys voller Freude im MP3-Player goutiert. Was hat sie richtig gemacht?
Wer heute als Musiker überleben will, braucht das Internet. Das größte Schaufenster zwischen Musiker und Fan, hat dabei aber keine Glasscheibe, sondern ist durchlässig. Jeder bedient sich, hinterlässt Kommentare oder veröffentlicht Bilder seiner Lieblingsmusiker. Am Besten, man mischt mit. Doch wie sieht die Gegenwart und Zukunft der Musikindustrie aus? Welche Community ist wichtig? Wie organisiere ich mich, um bestmöglichst und "überall" dabei zu sein? Was zum Teufel ist Crowdsourcing und wie funktioniert es? Was beachte ich bei meiner digitalen Selbstvermarktung? Wo finde ich Wissen, um als Label, Musiker oder Medienmensch zu überleben?
Ganz einfach: Auf der Musikkonferenz für freie Musikkultur namens Cologne Commons!

Wer behauptet freie Musik im Internet klänge auch billig, der hat einfach keine Ahnung. Und dass es sich lohnt, seine Musik zu verschenken und die Zuhörer mit Hilfe einer Creative Commons-Lizenz zum weiterkopieren und weitersagen zu motivieren, zeigt das Musikfestival der Cologne Commons.
Kostprobe gefällig? Dann hört Euch die wunderschönen Songs von Julia Kotowski alias Entertainment for the Braindead an. Ihr wollt lieber einen rauschenden Techno-Mix? Dann bangt mal ordentlich zu den freien Mixes von psycoded mit. Ne, lieber Hip Hop? Dann sperrt eure Ohren für die Deutschrapper Coehn & Foehrb auf oder genießt die trickreichen Produktionen von Comfort Fit. Überzeugt? Dann hört Euch das mal live an!
Wann? 12. und 13. Juni 2009. Wo? In Köln auf der Collogne-Commons. Wieviel? 25€ für beide Tage Konferenz und Festival. Zuviel? Geht auch einzeln. Workshop-Tag oder Festival-Abend für jeweils 8€.
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