Rapidshare schwankt: Illegales Filesharing findet ein Ende?!?

Copyrights & Filesharing | Dank?!? Rapidshare und ähnlichen Filehostern findet man per Google oder spezialisierten Suchmaschinen wie www.rapidlibrary.com schnell so gut wie jedes Musikalbum oder MP3. Rapidshare sperrte sich immer dagegen, man sei eine Schleuder für Copyright-geschützte Inhalte. Jetzt wankt das schweizer Unternehmen und 20min.ch resümiert:

Wem Urheberrechte egal sind, der konnte bislang geschützte Werke relativ sicher über den Filehoster Rapidshare.com verbreiten und beziehen. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Die ersten Abmahnungen werden demnächst verschickt.

Gulli.com berichtete unter anderem auch über den Vorfall und die anstehenden Durchsuchungen.

Artikel: www.20min.ch/digital/webpage/story/27628516

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Phlow-Autor mo.Dieser Artikel wurde am 29.April 2009 von mo. geschrieben. mo. ist Journalist, Buchautor und Webdesigner. Neben dem deutschen Phlow-Magazin betreut er auch die englische Edition unter Phlow-Magazine.com. Der Musikliebhaber lebt und liebt (in) Köln. Noch mehr Artikel von mo..

13 Kommentare bis jetzt...

  • Wird ja auch Zeit, dass man solchen Portalen das Handwerk legt...

    meint chill lounge am 29. Apr 2009 um 15:48 | Commentlink #1

  • Ja, es wird wirklich Zeit. Dieser Mist schadet langfristig allen.

    meint Fabien am 30. Apr 2009 um 01:45 | Commentlink #2

  • Na ja, nur weil ein paar Leute nun abgemahnt werden, bedeutet das nicht das Ende des Filesharings. Selbst wenn Rapidshare dicht macht, weil die zahlenden Kunden weglaufen, gibt es genug andere Filehoster, und zwar solche, denen der deutsche Auskunftsanspruch am Allerwertesten vorbei geht.

    Das ist ein sozialkulturelles Problem. Deshalb wird man dem Filesharing auch nicht mit Abmahnungen und Gerichtsverfahren beikommen können.

    meint MusikRebell am 30. Apr 2009 um 15:45 | Commentlink #3

  • "Das ist ein sozialkulturelles Problem. Deshalb wird man dem Filesharing auch nicht mit Abmahnungen und Gerichtsverfahren beikommen können."

    --- schönes fazit: sehe ich ähnlich.

    meint mo. am 30. Apr 2009 um 17:29 | Commentlink #4

  • gibt es mittlerweile Beweise, (zeitliche Korrelationen sind keine Beweise) , dass Filesharing im Zusammenhang mit den Verlusten der Tnträgerindustrie steht? Gerade in den letzten Jahren kamen Untersuchungen zu ganz anderen Ergebnissen:

    Aus dem Jahr 2007:
    Eine im Auftrag des kanadischen Wirtschaftsministeriums durchgeführte Untersuchung über Filesharing und Medienkonsum konnte keinen allgemeinen Zusammenhang zwischen der Nutzung von P2P und CD-Verkäufen nachweisen. Allerdings wurde gezeigt, dass speziell Filesharer mehr CDs kaufen.
    http://tinyurl.com/2f4kbl

    Aus dem Jahr 2009:
    Eine im Auftrag niederländischer Ministerien durchgeführte Studie hat die ökonomischen und kulturellen Auswirkungen von Filesharing untersucht und beurteilt diese durchaus positiv.
    http://futurezone.orf.at/stories/1503026/

    In den letzten 10 Jahren gab es neben dem Internet weitere technische Innovationen, wie z.B. die DVD oder das Handy. 2005 wurden 100 Millionen DVDs in Deutschland verkauft. Computer und Konsolenspiele verkaufen sich von Jahr zu Jahr besser. Die Gesamtausgaben für Medien (CDs, Kino, DVDs, Spiele) bleibt aber nahezu konstant. Gewinner ist dabei die Spielebranche.

    meint Swen am 30. Apr 2009 um 19:27 | Commentlink #5

  • "Das ist ein sozialkulturelles Problem. Deshalb wird man dem Filesharing auch nicht mit Abmahnungen und Gerichtsverfahren beikommen können."

    Nein, das nicht. Aber das Filesharing aus meiner Sicht wieder zu einem Underground Thema machen - und nicht wie jetzt zum Massenmedium. Es könnte dem Problem einiges von seiner wirtschaftlichen Brisanz nehmen. Filesharing ist zur Zeit zu bequem - weitaus bequemer als ein digitaler Kauf.

    Dazu hatten Rechteinhaber bisher auch keinerlei Möglichkeiten sich zu wehren und effektive rechtliche Schritte gegen den Missbrauch ihrer Werke im Internet einzuleiten, es muss sich ja nicht immer um Hausfrauenabmahnende Megakonzerne handeln. Gerade die unverschämte kommerzielle Ausrichtung der One-Click Hoster ist absolut unterträglich.

    Wie sich ja offensichtlich zeigt, sind in diesem Fall ja auch absolute Idioten am Werk, keineswegs die so oft geschilderten "listigen Hacker" (die Uploader sitzen in DE, haben ohne Anonymisierung über die Telekom gesurft und zuguterletzt auch noch deutsche Server genutzt).

    Und das wird wohl die Regel in den meisten Fällen sein. Ein toller Programmierer hat besseres zu tun als für irgendwelche Unbekannten stundenlange Uploads auf sich zu nehmen. 99,99% dieser Leute wissen ja gar nicht was sie tun, weder rechtlich noch technisch. Ich denke, dass selbst einfachste technische Repressalien einen durchaus großen Effekt auf das Verhalten der Filesharing Szene haben können. Mal sehen wie's wird... ;)

    meint fabien am 30. Apr 2009 um 21:38 | Commentlink #6

  • Bekämpft werden erneut die Symptome und nicht die Ursachen für die illegale Beschaffung von Musik und anderen digitalen Medien !!

    meint Lars Sobiraj am 2. Mai 2009 um 12:18 | Commentlink #7

  • Lars, mich würden die Ursachen doch gerne interessieren.

    Musik ist nun seid Jahren legal im Netz verfügbar - egal ob nun unzählbare CC Releases oder einfach über eines der tausenden Musik-Shops (darüberhinaus kann man immer noch zum nächsten CD Laden laufen und Musik beziehen - i.d.R. DRM frei). In absolut jeder Form läßt sich Musik heute über ebensoviele Kanäle legal beziehen. Wo ist denn genau das Problem?

    Aus meiner Sicht ist die Ursache für die Illegale Beschaffung von Musik im gigantischen Umfang ja gerade der bequeme technische Vorgang und die bisher viel zu komplizierte Verfolgung der Urheberrechtsmissbräuche.

    Etwas mehr Druck und 80% der derzeitigen File-Sharer würden plötzlich den Umweg über Paypal machen. Da bin ich mir absolut sicher. Einfach weil's dann bequemer ist.

    Das es dann immer noch Leute gibt, die Urhebern zuwider handeln ist klar.

    Aber die jetzige Situation ist die reinste Enteignung (im übrigen bisher absolut ohne sichtbaren Mehrwert). Wenn Künstler oder die Masse von Hörern an eine Sozialistische Welt glauben, dann können sie ja gerne mitmachen - aber gefälligst mit Ihrem eigenen Beitrag. Aber die, die es nicht wollen sollten auch in Frieden gelassen werden! (Und das ist durchaus ein ernstes Thema, dass politisch nicht ignoriert werden kann).

    meint fabien am 3. Mai 2009 um 01:29 | Commentlink #8

  • Meiner Meinung nach liegt eines der Hauptprobleme darin, dass die Musikindustrie (und damit sind vor allem die Major-Label gemeint) bequem, lahm und bürokratisch wie eine schwerfällige Behörde ist. Nach Napster hat es annähernd 10 Jahre gebraucht, um eine sinnvolle und praktikable Alternative zum illegalen Download zu bieten.

    Dabei war doch von Anfang an klar, was die Leute wollen. Nämlich hochwertige MP3s, die ohne Kopierschutz kommen, die man überall abspielen kann, zu einem angemessenen Preis. Zudem muss der Download und die Kaufabwicklung so simpel wie möglich gehalten werden. Mich wundert daher, dass iTunes überhaupt so ein Erfolg geworden ist, trotz Kopierschutz und überfrachteter Software, die man zwangsläufig zum Kauf installieren muss.

    Ein weiteres Problem ist das Festhalten an veralteten Marketingstrukturen. Es ist doch kurios, dass ein Album zum Teil Monate vor Veröffentlichung illegal im Netz rumgeistert. Wieso nicht ganz einfach das Album, sobald es fertig eingespielt ist, als digitalen Kauf anbieten und die CD dann eben einige Wochen später in den Handel bringen? Geht nicht, weil irgendein unsinniger Promo-Plan eingehalten werden muss, der noch aus den 80er Jahren übernommen wurde.

    Eines darf man bei der Diskussion auch nicht vergessen. Menschen haben schon immer Dinge getauscht, die ihnen wichtig und wertvoll waren. Ohne dieses Prinzip hätte sich unsere Kultur überhaupt nicht entwickeln können. Was heute passiert, ist nichts anderes, nur dass das Internet einen völlig unbeschränkten Tausch ermöglicht, Ort und Zeit spielen keine Rolle mehr. Hier muss man sich vielleicht auch fragen, inwieweit das Urheberrecht der heutigen Zeit noch Gerecht wird.

    Ich bin mir deshalb sicher, dass das Problem nicht gelöst werden kann durch Verschärfung von Gesetzen (Three-Strikes? Internetsperren? Lächerlich) sowie Verfolgung und Gängelung von potentiellen Kunden. Für viele ist doch die Musikindustrie ohnehin nur noch der Buhmann.

    Alternativen müssen her.

    meint MusikRebell am 3. Mai 2009 um 11:57 | Commentlink #9

  • @fabien:

    Ich bin mittlerweile tatsächlich der Meinung, dass viele Labels "zuwider der Urheber" handeln. Aus dem einfachen Grund: sie versprechen dem Künstler nach wie vor, dass sie garantieren können, das exklusive Vertriebsrecht für Musikstücke anbieten zu können. Dieses war vor 20 Jahren vllt. noch möglich, aber nicht mehr im digitalen Zeitalter. Ein kleiner Leak, und mit dem exklusiven Vertriebsrecht ist's dahin. Diese Labels, die diese Verträge mit den Künstler zu verantworten haben, gegen die msste man klagen. Denn die Lügen den Künstlern das blaue vom Himmel und schließen unhaltbare Verträge mit ihnen (also den Urhebern) ab. Wie nennt man diese Sachverhalt eigentlich im Juristensprech?

    meint 020200 am 3. Mai 2009 um 17:04 | Commentlink #10

  • 1998 ist Napster aufgetaucht und sie bot den Teilnehmern dieser Tauschbörse alles, was wir bis vor wenigen Wochen vermissen mussten: eine unglaubliche Palette an Musik, einfache Installation und alles DRM-frei.

    Wann folgte die Einführung eines Online-Portals, welches auch nur halbwegs anständige Preise und eine ganz gute Auswahl anbietet? 2009 mit Amazon. Dazwischen hat die Musikindustrie geschlafen oder war aufgrund ihrer Stuktur unfähig, etwas an ihrer Situation zu ändern.

    DRM? Nein! Ich habe für die Ware bezahlt und will damit tun was ich möchte. Kopiergeschützte CDs? Das gleiche Problem. Die MI hat sich selbst eine neue Generation an Konsumenten herangezüchtet, die nicht mehr gewohnt sind für Musik Geld auszugeben. Für mich war das vor 20 Jahren noch völlig normal. Heute werfen die Kids den Esel an, falls sie nen netten Song im Radio hören.

    meint Lars Sobiraj am 3. Mai 2009 um 17:13 | Commentlink #11

  • Unabhängig von den Filehostern bekommt man mit nem Youtube Downloader auch alles an Musik was man will.
    Es gibt zwar mittlerweile diverse Titel die in Deutschland gesperrt wurden und so nicht mehr erreicht werden aber selbst die findet man auch ungesperrt wieder wenn man ein bischen scrollt.
    Ist das überhaupt illegal das Video mittzuschneiden ??
    Da es ja so oder so temporär gespeichert wird beim abspielen.

    meint Hans Wurst am 26. Feb 2010 um 20:31 | Commentlink #12

  • So weit ich weiss, ist das illegal, weil YouTube nicht der Rechteverwerter ist und auch nicht wie ein Radiomitschnitt behandelt werden kann.

    meint mo. am 2. Mrz 2010 um 12:16 | Commentlink #13

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