
Illustration: carrotcreative
Twitter Desktop Programme | Nach unserem ironischen Twitter-Meltdown, treten wir jetzt nach. Wer sich ernsthaft mit Twitter auseinandersetzt, der schafft sich am besten Thwirl, Tweetdeck oder vielleicht Seesmic Desktop an. Mit den Desktopprogrammen verwaltet man gekonnt seine Twitter-Konten, verschickt Bilder, kürzt URLs und hält die wichtigsten Kollegen auf dem Radar.
"AIR", so schreiben die fleißigen Bienen der Wikipedia, "ist die Abkürzung für Adobe Integrated Runtime. Es handelt sich hierbei um eine plattformunabhängige Laufzeitumgebung, zur Erstellung von so genannten Rich Internet Applications (kurz: RIA) für den Desktop von Adobe. AIR kann kostenlos von der Adobe-Webseite heruntergeladen werden."
Besonders hervorzuheben ist, dass ein AIR-Programm plattformunabhängig ist und somit gleichzeitig für verschiedene Betriebssysteme zur Verfügung steht. Das lohnt sich besonders bei der Entwicklung kleiner Programme, weil man wie bei den folgenden Twitter-Desktop-Programmen sofort so gut wie alle Computernutzer erreicht.
Das hat gleich mehrere Gründe. Mit den folgenden Programmen verkürzt man innerhalb des Programmes URLs, mehrere Twitter-Konten sofern vorhanden, hat eine schönere Übersicht, individuelle Einstellungen, Klingeling-Töne für Ereignisse und, und, und... Ach und dann helfen die Programme auch noch bei der Verbreitung von Bildern via Twitpic.

Als allererstes habe ich mir Thwirl installiert und arbeite mit dem Twitter-Desktop-Programm schon eine Weile. Im Nu verknüpft man mit Thwirl sämtliche Konten und freut sich über eine einfach zu handhabende Benutzeroberfläche. Äußerst lobenswert ist die Möglichkeit die Schrift zu vergrößern - leider funktioniert das nicht mit den Icons, die manchmal doch arg klein sind. (Nervige) Signale stellt man schnell an oder aus. Mit Hilfe eines Filters beobachtet man gekonnt Lieblingsthemen der Gefolgschaft und Freunde und hat ansonsten alles schön im Blick. Einziger Nervpunkt sind die verschiedenen Fenster für jeden eigenen Account. Eine gesamt Oberfläche wäre da schöner gewesen.
Website: www.tweetdeck.com

Seesmic Desktop ist der neueste Wurf unter den Twitter-Desktop-Programmen und noch sowas von Beta, dass man sich erst mal mit Email registrieren muss. Dann erhält man eine Version 0.1.
Im Gegensatz zu Thwirl besitzt das Programm eine Benutzeroberfläche über welche man sämtliche Fenster verwaltet. Besonders gut neben der üblichen Funktionalität finde ich die Möglichkeit eigene Benutzerlisten anzulegen. Folgt man vielen interessanten Menschen, ordnet man diese verschiedenen Themengruppen zu und schaut sich bei Bedarf die Tweets an. Mit mehr solcher Filterfunktionen mausert sich Seesmic Desktop vielleicht zum Allrounder und wird vielleicht auch so eine Art Reader für Tweets mit allem Pipapo.
Website: http://desktop.seesmic.com/

Im Vergleich der Werkzeuge bietet Tweetdeck neben ähnlichen Funktionen vor allem seit Neuestem eine Facebook-Integration. Die beschreiben die Entwickler im Tweetdeck-Blog so:
"Firstly you can click on the Facebook icon at the top and, once you have signed into Facebook and given TweetDeck authorisation, this will add a new column full of each of your friends most recent status update which updates automatically once a minute. From here you can email the update out to anyone, tweet it out over twitter, view the users online status and if they are online right now click on their name (or the green online status indicator) to open Facebook chat right within TweetDeck."
Wie Seesmic Desktop ermöglicht Tweetdeck auch die Bündelung von Benutzerlisten. Einfach gut. Gut, ist auch die Eingabe von neuen Nachrichten. Kürzlich verwendete Hash-Tags fügt man ebenso einfach ein, wie auch die Tweetshrink-Funktion für englisch twitternde hilfreich ist. Diese Funktion ersetzt Wörter mit möglicherweise kürzeren Synonymen. So quetscht man noch mehr Informationen in den Tweet. Richtig klasse ist auch die Suchfunktion als auch die Intergration von www.twitscoop.com.
Ach und seeehr vielversprechend ist die kommende Facebook-Unterstützung, dazu lest Ihr aber mehr im Tweetdeck-Blog.
Website: www.twhirl.org