Web 2.0 auf der Straße | Mit seiner Kunstaktion Cookie macht sich Oliver Held mit einem Skateboard auf den Weg zu sechs Kölner Bürgerämtern. Die Strecke beträgt mehr als zwanzig Kilometer. Allerdings kann Oliver Held nicht Skateboard fahren, sondern ist auf die Hilfe von Passanten angewiesen.
Auf seiner ersten Etappe hatte Oliver Held ganz unterschiedliche Begegnungen: Viele Kölner zeigten sich hilfsbereit, zogen ihn ein Stück und erkundigten sich nach der Idee hinter dem Projekt, einige lehnten seine Bitte irritiert ab, die meisten beobachteten amüsiert und neugierig die Szenerie. Einen Teil dieser Begegnungen dokumentiert Oliver Held auf Fotos und Videos, die er jeden Abend auf verschiedenen Internetseiten veröffentlicht. Den Verlauf seiner Tour zeigt die folgende Google-Map.
"Das Netz ist der größte öffentliche Raum mit den kürzesten Entfernungen. Ihn in Verbindung zu setzen mit den nicht virtuellen Gegebenheiten ist für mich das Feld, wo sich 'Kunst im öffentlichen Raum' abspielen muss", erklärt Oliver Held den Hintergrund seiner Aktion.
"Cookie" wurde nominiert für den 1. KIU-Kunstpreis, der im Rahmen des Projektes art 2.0 von der Kölner Internet Union verliehen wird. Ab dem 15. Mai werden die Ergebnisse der Aktion zusammen mit sieben weiteren nominierten Arbeiten in der Ausstellung art 2.0 präsentiert.
Website von Oliver Held: www.oliverheld.net
Noch eine Website von Olivre Held: www.vousetesici.nl
Informationen zum Projekt: www.art-zweinull.de
Cool!
Lustige und sympatische Aktion!
Einen Zusammenhang zwischen Web 2.0 und Art 2.0 kann ich vage erahnen. Der Begriff Web 2.0 ist selbst so undefiniert/überdefiniert, dass Bezüge darauf fast beliebig erscheinen.
Insofern passt es fast wieder: Web 2.0 verbindet das alltägliche Erleben der Menschen im Netz und eben das stellt die Art 2.0 wohl dar - bloß mit dem expliziten Anspruch, etwas mit Kunst zu tun zu haben. ;-)