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Für mehr typografische Vielfalt | Webdesignern stehen nur wenige Schriften für die Typografie auf dem Bildschirm zur Verfügung. Das liegt nicht daran, das es zu wenig Schriften bzw. Bildschirmschriften gibt, sondern an der Distribution der Schriften. Schließlich sollen die Webseiten auf jedem Betriebssystem und in jedem Browser gleich aussehen. Webdesignern, die sich gegen diese kargen Bedingungen stemmen wollen, bietet die sifr-Technik ein spannende Möglichkeit dieser Tatsache entgegenzuwirken.
Leider findet man nur eine handvoll Fonts auf jedem Betriebssystem. Dazu gehören in erster Linie Times New Roman, Courier New, Georgia, Impact, Lucida, Tahoma, Trebuchet MS, Courier New, Verdana, Impact, Century Gothic und Arial bzw. Helvetica.
Um diesem Missstand wenigstens ein klitzekleines Bisschen zu trotzen, entwickelte Shaun Inman bereits Ende 2004 eine Technik mit Namen sifr, was für Scalable Inman Flash Replacement steht. Mittlerweile wurde sifr weiterentwickelt und steht nun in einer recht soliden sifr3 beta-Version zur Verfügung.

Screenshot der sifr-Beispiel-Webseite
sifr tauscht on the fly mit Hilfe von Javascript und einem Flash-Film die Schrift und Zeichen innerhalb eines HTML-Dokuments gegen eine Schriftalternative aus. Der alternative Font ist dabei im Flash-Film gespeichert und wird per Javascript im HTML-Dokument gegen den Alten ausgetauscht. Damit das Zwischenspiel zwischen Javascript, Flash und HTML-Dokument funktioniert benötigt die Methode noch ein wenig Hilfe seitens CSS. Wie das dann konkret aussieht, sieht man in diesem sifr-Beispiel.
Das Faszinierende an der sifr-Technik sind unter anderem:
Selbstverständlich ist sifr eine Behilfsmethode, um Webseiten schöner zu gestalten. Auch die Autoren sehen sifr nicht als die Finale Lösung für mehr Typografie im Internet an. Letztendlich ist sifr eine Krücke, die man am besten nicht benutzt...