Mein Windows läuft fast nur mit Open Source und Freeware…

Freie Software-Kultur | Nachdem ich gestern mein Thinkpad T 60 plattgemacht und wiederhergestellt habe, ging es an die Wieder-Installation liebgewonnener Werkzeuge. Langsam steht das System wieder und erstaunt stelle ich fest, dass die meisten von mir genutzten Werkzeuge Open Source, Freeware oder kostenlose Software von Hardware ist, die ich gekauft habe. Bezahlte Software beschränkt sich dabei auf ein paar professionelle Werkzeuge, die es so nicht frei erhältlich im Netz gibt. Zu den besten und freien Tools gehören...



Natürlich habe ich mich lange gegen eine Wiederherstellung meines Systems gewehrt. Schließlich bedeutet das jede Menge Arbeit und vor allem Angst, dass wichtige Daten oder Profile verloren gehen, die man sich mühsam runtergeladen und zusammengeschraubt hat. Irgend etwas fehlt am Ende so die nagende Angst und funktioniert dann nicht.

Am liebsten würde ich mir an einer solchen Stelle einen neuen Rechner kaufen, den alten so lange liegen lassen, dass ich nach einem Jahr oder so sagen kann: Mir fehlt keine Adresse, kein Programm und keine Datei... Jetzt kann der verschenkt oder plattgemacht werden.

Die Systeme haben sich maßgeblich verbessert...

OK, bis der Computer gestern mit der Thinkpad-Software wiederhergestellt war, hat es schon einige vergebliche Klickerei gekostet. Warum Wiederherstellungsprogramme dann doch so kompliziert in der Benutzerführung sind, verstehe ich einfach nicht. Die Technik dahinter sicherlich, aber warum die Benutzeroberfläche? Egal, drei Kreuzzeichen, es hat geklappt.

Wer einen Relaunch seines Rechners plant, dem empfehle ich vorher sämtliche Ordner durchzugehen. Tückisch ist die Tatsache, dass man vielleicht nicht Programme vergisst vorher runterzuladen, aber gerne das vergisst das Profil zu exportieren. Wichtige Software wie Outlook konnte ich dank verbesserter Exportfunktionen fast vollkommen wiederherstellen. Den Export der Email-Konten hatte ich vergessen und die Oberfläche konnte ich auch nicht exportieren - vielleicht zu unwissend.

Firefox dahingegen lebt wie zuvor. Fluggs die Links re-importiert und die Addons eins nachdem anderen neu runtergeladen und installiert. Man muss sich mal den Luxus vor Augen führen: professionelle und essentielle Plugin-Software wie Firebug, Greasemonkey, RankChecker, Screengrab oder Web Developer Toolbar sind alle kostenlos.

Insgesamt funktioniert heutige Software und der Export von Profilen immer reibungsloser, dank XML und mehr Anwenderfreunlichkeit. Da fehlt zwar noch etwas, aber es zuckelt schon janz juut.

Exzellente Freeware- und Open Source-Software

Musik und so...

Sämtliche Software außer dem Sampling-Editor Magix Audio Studio 2006 Deluxe, die ich für Abspielen, Editieren und Enkodieren von Musik benötige ist frei. Ob liebgewonnene Codecs wie FLAC oder LAME, ob Foobar2000, MP3Tag oder Exact Audio Copy alles liegt im Netz und wartet auf den Einsatz. Auch Software von Unternehmen wie Apple ist kostenlos, um ein Tor in die Verkaufswelt zu öffnen. Leider war die Installation des völlig überflüssgen iTunes für meinen iPod Touch notwendig.

Office und so...

Neben dem überdimensionierten Alleskönner Outlook baut das Textbüro Sauer seit Jahren auf Open Office. Dank der Wiederherstellung tuckert jetzt gemütlich die noch frische 3.0 Version. Unter die Arme greifen mir der Speichermanager Ditto, 7-Zip für das ent- und packen von ZIP & Co. sowie Skype für das Pflegen der Kontakte.

Webdesign, Bildbearbeitung und so...

Webdesign gehört wohl zu den billigsten Berufen, wenn es um Ausstattung und Weiterbildung geht. Sämtliche Plugins in Firefox sind kostenlos. Eine Server-Arbeitsumgebung für die Produktion von WordPress-Themes und weiteren Testversuchen mit Open Source-Redaktionssystemen ist kostenlos dank dem Wamp-Paket. Per FTP füllt Filezilla die Webspace-Scheune: kostenlos. Als XHTML-Hacker greife ich zwar auf den HTML-Editor Homesite zurück, den ich mir vor ewigen Zeit mal zugelegt habe, aber Homesite würde ich ohne zu zucken ersetzen. Man ist halt faul. Bilder malt mir Irfanview auf den Schirm und ist ein unkomplizierter Begleiter. Nur für Bildbearbeitung greife ich auf kostenintensive Software zurück: Auf Photoshop lasse ich nichts kommen und CS2 wird mir auch in Zukunft noch hervorragende Dienste leisten. Upgrade?!? Nicht notwendig, spar ich mir.

Video und so...

Den Windows Mediaplayer habe ich noch nie gemocht. Einerseits, weil ich Micro$oft nicht unbedingt mag, andereseits weil ich aufgeblähte Programme für Musikabspielen für überflüssig halte. Videos spiele ich mit dem DivX- oder VLC-Player ab. Letzterer schafft wirklich jedes Format, habe ich das Gefühl. Auch wenn er nicht schmuck aussieht. Dafür aber die Videos. Ach und als angehender Video-Schnitt-Fuzzi frage ich mich immer wieder, wie der Video-Alles-Konvertierer namens Super nur kostenlos sein kann.

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Phlow-Autor mo. Dieser Artikel wurde am 20.Oktober 2008 von mo. geschrieben. mo. ist Journalist, Buchautor und Webdesigner. Neben dem deutschen Phlow-Magazin betreut er auch die englische Edition unter Phlow-Magazine.com. Der Musikliebhaber lebt und liebt (in) Köln. Noch mehr Artikel von mo..

20 Kommentare bis jetzt...

  • Hast du mal Ubuntu via Wubi ausprobiert? Das lässt dein Windows schön in Ruhe und installiert Ubuntu in einem Verzeichnis - für Versuchszwecke. Beim Versuchen bin ich hängen geblieben und werde irgendwann mal komplett umsteigen (und für Programme wie mein Photoshop noch ein WIndows XP als virtuelle Maschine in Ubuntu installieren)

    meint Sam am 20. Okt 2008 um 17:17 | Commentlink #1

  • linux z.b. ubuntu wollte ich immer schon einmal einem langzeittest unterziehen. abgehalten haben mich dann doch immer wieder kollegen, die selbst nicht 100% zufrieden waren. trotzdem juckt mich linux sehr. als journalist ist es aber auf der anderen seite die täglichen leiden der "kunden" mitzuerleben und darüber schreiben zu können. außerdem muss ich wirklich gestehen, dass ich xp liebe. auf einem anderen rechner lief das gnadenlos 4 jahre. nur vista kommt mir nicht vor die nase. das ist glaube ich der größte schrott den microsoft je zusammengeschraubt hat.

    meint mo. am 20. Okt 2008 um 17:20 | Commentlink #2

  • Da ist mir Sam zuvor gekommen. Ich wollte gerade schreiben: "Warum benutzt du nicht gleich Linux?" ;)

    Dank apt-get hätte sich deine Installations-orgie dann auch auf die Eingabe von einigen Software-Namen beschränkt:
    "apt-get install firefox thunderbird open-office" hätte dir z.B. die 3 automatisch herunter geladen und installiert.

    Die Leute die ich in letzter Zeit mit Ubuntu angefixt habe waren alle in der selben Situation: Sie nutzen ohnehin fast nur Open-Source die es für Linux auch gibt (oder sogar daher stammt) und die wenigen Dinge Windows-Tools, die man noch meint brauchen zu müssen, laufen auch unter Wine problemlos.

    Naja, wenn dir Windows gefällt und du damit gut klar kommst, kannst du natürlich auch dabei bleiben. Ein Blick über den Tellerrand lohnt aber immer.
    Ich persönlich komme mit Betriebssystemen nicht klar, die viele Resourcen verbrauchen, gerne mal abstürzen und die ich nicht völlig umbauen kann, wenn ich will. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.

    meint b_i_d am 20. Okt 2008 um 17:46 | Commentlink #3

  • Ich kann mich nur anschließen, ubuntu ist wirklich reif für den professionellen Alltag. manches ist besser manches schlechter. Aber ausprobieren sollte man es allemal.

    (bald kommt version 8.10 raus, das wäre eine gute gelegenheit für ein test ;) )

    Ich bin umgestiegen, und obwohl ich XP "mochte" ist Windows schon ab XP bei mir geflogen.

    meint mray am 21. Okt 2008 um 01:18 | Commentlink #4

  • Mir gefiel Windows XP und Windows Vista hasse ich wie die Pest (ganz viele üble Erfahrungen damit gemacht am Notebook meiner Frau).

    Mit Wubi kann man Ubuntu aber testen und nachher wie ein normales Windows-Programm deinstallieren (in Windows) und so könnte man darüber schreiben ohne ein Risiko einzugehen.

    Siehe:
    http://www.ubuntu-einsteiger.de/flirt-doch-mal-mit-ubuntu/2008-05/

    Ich habe mir einfach gedacht: wenn ich Windows Vista umgehen will, muss ich nach Alternativen umschauen. Denn irgendwann ist XP einfach nicht mehr auf einem brauchbaren Stand (spät. dann wenn Sicherheitsupdates nicht mehr kommen).

    Ubuntu läuft bei mir mit Dual-Head-Grafikkarte und Grafiktablett.

    meint Sam am 21. Okt 2008 um 08:14 | Commentlink #5

  • @b_i_d übrigens: Firefox, OpenOffice, Thunderbird sind alle schon in der Grundinstallation von Ubuntu mit dabei.

    Für Musiker vielleicht interessant: http://ubuntustudio.org/

    meint Sam am 21. Okt 2008 um 08:20 | Commentlink #6

  • @ ... und für Programme wie mein Photoshop noch ein WIndows XP als virtuelle Maschine in Ubuntu installieren

    Für Photoshop und Co brauchst du keine virtuelle Maschine installieren.

    Mit Wine kannst du auch auf Linux viele Windowsprogramme laufen lassen.

    meint Internetblogger am 21. Okt 2008 um 09:08 | Commentlink #7

  • Tcha auf dem Mac kommt man ohne iTunes nicht aus, ich warte ja darauf, dass Amarok auch auf dem Mac läuft.

    meint Nörmi am 21. Okt 2008 um 10:04 | Commentlink #8

  • @Sam:

    Bist du sicher? Hätte schwören können, daß nach der Installation erst mal Evolution und Epiphany vorinstalliert sind. Naja, es sollte nur ein Beispiel sein. ;) Und anstatt apt-get benutze ich ohnehin aptitude.

    Ich erwähne die APTs nur immer gern, wenn ich über Linux rede, weil das die Sache ist, die mich vor ein paar Jahren zu Linux zurück gebracht hat.
    Hatte ein paar Jahre vorher durch einen neuen Rechner mit vorinstalliertem WinXP von meinem damaligen Suse Abschied genommen. Als ich apt-get in Aktion sah, killte ich sofort die Platte und installierte Debian. Das müsste gewesen sein, als Woody gerade rauskam. Verdammt, ich werde alt...

    Und was Windows Vista angeht: Seit neue Rechner damit ausgeliefert werden, bitten mich immer wieder Leute ihnen Linux zu installieren. In so fern finde ich Vista gut. :D

    meint b_i_d am 21. Okt 2008 um 18:29 | Commentlink #9

  • Linux! Linux!

    Nach dem Lesen des Artikel empfehle ich dir, Linux zu installieren. Warum?

    Die sind die Vorteile freier Software bewusst.

    Die Installation von Programmen ist der entscheidene Vorteil unter Linux. Du kannst alle Programme mit einem Werkzeug installieren bzw. entfernen.Du bekommst Updates für alle installierten Programme über eine Schnittstelle und musst dich um jedes Programm einzeln kümmern. Wiederhergestellung oder neu Aufsetzen eines System ist viel einfacher.

    Windows XP ist alt und wird immer älter. Willst du den Rest deines Lebens XP benutzen? Glaubst du der Nachfolger von Vista wird besser?

    Hier gehts lang: http://www.ubuntu.com

    meint n2 am 24. Okt 2008 um 15:07 | Commentlink #10

  • @Nörmi

    Es gibt Amarok2 für Mac OS X: http://mac.kde.org/?id=download

    meint n2 am 27. Okt 2008 um 10:40 | Commentlink #11

  • Habe mir auch mal wieder Ubuntu installiert, per Wubi übrigens. LÄuft sehr gut und macht richtig Spaß, vermisse bisher noch nichts. Firefox, Thunderbird, OpenOffice, Skype etc. Das einzige Problem ist (noch) der Sound. Es läuft zwar nach einiger Zeit alles, jedoch nur bis zum Reboot. Dann muss ich die Einstellungen - die immer noch dieselben sind wie beim Shutdown - wieder deaktivieren und noch mal aktivieren. Aber ich habe auch keine übliche Soundkarte (ESP ESI1010). Aber wie gesagt, ansonsten alles super. Schaut gut aus, macht Spaß und ist einfach um Längen benutzerfreundlicher als Windows (zumindest wenn man technisch ein wenig flexibel ist). Ich werde die Sache jetzt erst einmal ausgiebig testen. Wenn es längerfristig überzeugt, steige ich definitiv auf Ubuntu um.

    meint schweinesau am 27. Okt 2008 um 19:44 | Commentlink #12

  • Wegen dem Sound-Problem empfehle ich dir mal auf ubuntuusers.de vorbei zu schauen. Lässt sich ohne weitere Infos schwierig sagen (die man nicht unbedingt in diesem Blog erörtern sollte), aber deiner Beschreibung nach (was genau musst du denn aus und wieder einschalten?) sollte das eigentlich nur eine Kleinigkeit sein. Höchstwahrscheinlich musst du nur dafür sorgen, daß etwas beim Booten mitgestartet wird, das sonst fehlt (wahrscheinlich ein Teil des Soundservers) und beim ändern der Einstellung jeweils wieder nachgeladen wird.

    meint b_i_d am 28. Okt 2008 um 00:11 | Commentlink #13

  • Mein Tipp für die Eingrenzung von Neuinstallationsorgien: PortableApps!

    Ich nutze seit ca. 3 Jahren und 5 Notebook Neuinstallation PortableApps aus einer zweiten (TrueCrypt verschlüsselten !) Partition.
    Als PortableApps gibt es ja bekanntlich so ziemlich alles: Firefox, Thunderbird (inkl. Lightning - fühle ich mich wohler mit als mit Outlook), OpenOffice, KeePass, Ditto, Gimp ....)
    Mit einem kleinen StartSkript auf dem Desktop:

    ...TrueCrypt.exe /v "\Device\Harddisk0\Partition3" /ll /a /q
    start L:\portable\StartPortableApps.exe
    start L:\portable\....

    Kommt alles nach der Passworteingabe hoch.
    Vor einem (Auto-)update sollte aber alles gesichert haben - da klemmt es machmal noch.

    Aber die Vorteile sind einfach das außer TrueCrpyt für einen Initialbetrieb (Mail,Browser) erstmal nichts installiert werden muss und vorher nichts gesichert werden muss (wenn man sich angeöhnt nichts auf C: liegen zu lassen ;-) ).
    Durch TrueCyrpt wird das System auch nicht wesentlich ausgebremst! Auf meinem alten R40 (P4 1,5 Ghz nicht und auf meinem neuen T61 schon garnicht)

    Selbst die VDI Files für meine Kunden VirtualBoxes liegen darin und laufen 1a - solange man natürlich das 'auto dismount on Standby' abschaltet ;-)

    meint stephan am 29. Okt 2008 um 20:50 | Commentlink #14

  • Ich lese Eure Kommentare wirklich mit Spannung. Hatte eine solche nette Resonanz gar nicht erwartet und finde es umso faszinierender, wie jeder sich seine eigene Art System zusammenstrickt :) Danke für die ganzen wertvollen Hinweise. Wären mir Audiotools und Audio im generellen nicht so wichtig, würde ich definitiv auf Linux umsteigen. Auf der FROSON gab es aber einen umglaublich guten Beitrag "Linux in der Musikproduktion" von Michael Bohle (http://www.jacklab.org/), der mir erst einmal einen recht umständlichen Eindruck von Musik auf Linux vorgeführt hat. Schließlich benötige ich Sampler-Software, Reason, Live und Tools zum Arbeiten. Da bin ich dann noch abhängig von meinem System.

    meint mo. am 29. Okt 2008 um 23:07 | Commentlink #15

  • Ich verwende aussderdem fuer die Verwendung von MP's Progamme als:

    MP3AlbumMaker; Switch - 7-Zip

    Mit 7-Zip sind rar-files im Handumdrehen in MP geaendert.
    Albumaker compieliert mehre Files in einem. Sehr praktisch

    Gruss aus dem kalten Holland

    Thomas

    meint Thomas am 30. Okt 2008 um 23:29 | Commentlink #16

  • Die Moderierung der Kommentare finde ich gut. So erhaelt so moeglich kein Spam. Ein taegliches Grauen.

    Herzl. Gruss

    meint Thomas am 30. Okt 2008 um 23:31 | Commentlink #17

  • Wenn ich mir das so durchlese, dann kann ich ers trecht nicht verstehen wies oman Windows benutzt?

    Auf meinem Mac kopiere ich einfach mein Home-Verzeichnis irgendwo hin wo es sicher ist, installiere neu, leg mir de nUser auch neu an und kopier das Home-Verzeichnis zurueck.

    Da muss ich lkeine Profile oder sonstwas exportieren, weil alle Programme ihrne Krempel schön artig in das Home-Verzeichnis des jeweiligen Users speichern.

    Mache nsämtliche Linuxe und BSDs nicht anders.

    Also ich hab kein Stress mit Kiste neu installieren. Ist bei mir i.d.R. 1h wirklich arbeiten. Plus halt die Zeit die Dtaen zu kopieren, aber das läuft ja alleine.

    meint sxs am 4. Nov 2008 um 16:24 | Commentlink #18

  • Auch ich erledige als Home-Anwender unter Windows inzw. die meisten Arbeiten mit Freeware oder OSS (Open Source Software). Freeware-Portale, wo man sich mal umsehen kann, gibt's ja so einige. Bei der Suche nach Open Source-Anwendungen könnten ein Blick auf die Homepage der Opensource-DVD oder ein Besuch der SourceForge-Seite recht hilfreich sein. Mit Hilfe der Freeware SUMo beispielsweise dürfte es auch nicht zu schwer fallen, den Release-Zyklen der verwendeten Programme zu folgen, um das System relativ aktuell zu halten.

    Zum von Dir angesprochenen Problem der iPod-Befüllung unter Windows: Die kann auch mit Winamp ab Version 5.2 mittels pmp_ipod.dll oder mit dem Winamp iPod Plugin (aka ml_ipod) erfolgen. Für foobar2000 ist mir die Erweiterung iPod manager (aka foo_dop) bekannt. Songbird als Open Source-Alternative müsste das mit dem Add-on iPod Device Support auch können. Vielleicht gibts ja sogar schon eine RockBox-Version für Dein Gerät? Andererseits: Die Anschaffung eines Trekstor Vibez z.B. dürfte einen schlagartig von der ganzen Problematik befreien.

    Super für Video-Umwandlungen ist natürlich erstmal super, aber vielleicht tun's auch HandBrake oder Avidemux als Open Source-Anwendung?

    Zu Photoshop CS/CS2 unter Linux: Das sollte dort, wie Internetblogger bereits erwähnte, dank Wine inzw. funktionieren. (Siehe auch: http://www.linux-magazin.de/content/view/full/20182) Bei GIMP geriet ja nun mit GEGL (Generic Graphics Library) einiges in Bewegung, aber bisher ist man wohl mit CinePaint (aka Film Gimp) immer noch besser bedient. Krita verspricht da für die Zukunft auch manches.

    Übrigens: Auch Mp3tag, EAC und foobar2000 können m.W. mit Hilfe von Wine unter Linux benutzt werden. Wie gut, entzieht sich meiner Kenntnis, da ich dann doch lieber EasyTAG, Grip oder einen nativ laufenden Player einsetze. Ein vollwertiger foobar2000-Ersatz ist mir unter Linux (bisher) noch nicht begegnet, aber mit der 1.4.*er-Serie von Amarok oder mit Aqualung war ich schon recht zufrieden, da beide u.a. auch Gapless Playback beherrschen. (Quod Libet und gmusicbrowser scheinen mir auch recht vielversprechend zu sein, benutzen aber das Multimedia Framework GStreamer, wo's mit Gapless Playback immer noch Probleme gibt.) Audacious kann mittels Plugin auch Gapless Playback, entspricht aber von der Oberfläche Winamp 2. Na, da ich schon dabei bin, seien auch noch die Audio-Server MPD (Music Player Daemon) und XMMS2 erwähnt, da sie ebenfalls Musik unterbrechungsfrei ausgeben können. Für beide stehen diverse Clients zur Verfügung.

    Noch was zu Ubuntu: Sollte mal ein neues Programm in den Paketquellen fehlen, könnte GetDeb weiterhelfen.

    meint DAU am 5. Feb 2009 um 14:01 | Commentlink #19

  • @dau: danke für den beitrag - den Trekstor Vibez kannt ich gar nicht. da hat trekstor aber glaube ich ein hammer mp3 player für unter 200 von der leine gelassen. und das ding sieht sogar noch gut aus. und die video umwandlung super, basiert glaube ich auf einem open source werkzeug und ist nur dessen grafische oberfläche.

    wow noch einmal vielen dank für diesen rieseninformationsbatzen :) einiges nachzuschauen!

    meint mo. am 5. Feb 2009 um 14:23 | Commentlink #20

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