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Lesen in der Zukunft

Über eBooks & eReader| Wie sieht die Zukunft der Bücher aus? Wie die der Zeitungen und Magazine? Wie ist es generell um das gedruckte Wort bestellt? Eine kleine Bestandsaufnahme... Die Möglichkeiten, wie man heute Magazine, Bücher und Artikel generell produziert…

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Über eBooks & eReader| Wie sieht die Zukunft der Bücher aus? Wie die der Zeitungen und Magazine? Wie ist es generell um das gedruckte Wort bestellt? Eine kleine Bestandsaufnahme...

Die Möglichkeiten, wie man heute Magazine, Bücher und Artikel generell produziert und verbreitet, haben sich enorm geändert - Stichwort Koopeartion im Internet. Der Web 2.0-Soziologe Clay Shirky analysierte kürzlich in seinem Essay "Newspapers and Thinking the Unthinkable", wie sich der Zeitschriften- und Zeitungsmarkt ändert. Und meinte zusammengefasst - und ich lege ihm das jetzt in den Mund: "Keine Ahnung, wie sich der Markt entwickeln wird. Er ist im Umbruch, keine Frage. Wir befinden uns derzeit in einer Umbruchphase und man muss probieren und studieren und schauen."

ebook-Reader: Tragbar, flexibel und bunt

flepia

Mit der zunehmenden Entwicklung von tragbaren, flexiblen und erschwinglichen eReadern zittert jetzt auch zwangsweise eine Branche, die sich für unantastbar gehalten hat. Huch, und es gibt mittlerweil auch "E-Book Reader mit Farb-Touchscreen", wie der Fujitsu FLEPia. Und anstelle aus Fehlern zu lernen, versucht es die Buchbranche auch erst einmal mit DRM-geschützten Inhalten. Denn, wie Welt.de berichtet, startet der "Angriff der E-Book-Piraten".

eBook-Plattformen, Futter für den eReader und die richtige Software

Der in Amerika wohl populärste eBook-Reader namens Kindle 2 versucht auch Bücher und Inhalte per Schutzmechanismus zu reglementieren. Nur "knackte" kürzlich Jesse Vincent den Kindle 2 und ermöglicht mit seinem Freeware Programm Savory den Upload von eigenen PDFs. Wo die herkommen, ist eine andere Sache... Vielleicht von scribd.com? Da soll's auch schon Copyright-geschütztes eBook-Material geben. Frau Rowling kämpft schon gegen die Plattform.

Ach und allen Zweiflern zum trotz, schlussfolgerte Usability-Guru in einem Kindle 2-Selbsttest letztens: "My reading speed was exactly the same (less than 0.5% difference), measured in words per minute. " Und Jakob Nielsen ist wirklich ein kritischer und nörgelnder Zeitgenosse.

Gleichzeitig setzt sich Adobe mit Lexcycle zusammen. Lexcycle ist die Firma hinter der populären Stanza eBook Anwendung. Gemeinsam wollen beide Firmen an einem Open EBook Catalog Standard arbeiten. Der basiert auf XML und wäre dann von sämtlicher Software und sämtlichen Geräten lesbar. Als Ausgangspunkt dient das Atom-XML-Protokoll, das dem RSS-Format ähnelt.

Was sagen uns diese Entwicklungen? eBook-Reader sind auf dem Vormarsch. Definitiv und unaufhaltsam und ich schmunzle jetzt schon darüber, dass die Buchbranche über DRM-Ideen brütet. Leute lasst es! Bitte, bringt nichts!

Über den Autor

Phlow-Autor mo. Dieser Artikel wurde am 20.April 2009 von mo.. mo. ist Journalist, Buchautor und Webdesigner. Neben dem deutschen Phlow-Magazin betreut er auch die englische Edition unter Phlow-Magazine.com. Der Musikliebhaber lebt und liebt (in) Köln. Weitere Artikel von .

8 Kommentare zu »Lesen in der Zukunft«

  1. beam-ebooks.de bietet schon einen Stanza Katalog für seine eBooks.
    Einfach in Stanz auf dem iPhone "Katalog hinzufügen" wählen und als URL stanza.beam-ebooks.de eingeben

    Christoph Kaufmann schreibt am

  2. Das Wort E-Books suggeriert immer ein Werk mit mehreren hundert Seiten Umfang. Dafür finde ich die Reader recht praktikabel. Für elektronische Dokumente von nur bis zu 10 Seiten (Vorlagen, Checklisten...) aber auch Sachbücher bevorzuge ich die Speicherung auf meinem Notebook. Eine tolle Plattform zum Erwerb digitaler Texte per se ist für mich XinXii.

    David schreibt am

  3. it's just a little bit of history reapeating... es wäre witzig wenn's nicht so traurig wäre. aber ich will auch so eine kiste! funktioniert der color-reader eigentlich nach dem selben kristallsystem???

    sven swift schreibt am

  4. Das ist sehr interessant und gehört meiner Meinung nach sogar auf die UbuWeb. (Sammlung Avantgardistischer Künstler). Ein interessanter Bericht darüber habe ich auf BONZ bloggt gelesen:

    http://bonz.ch/blog/?p=665

    poetische Grüsse

    Thomas schreibt am

  5. *hehehe* ich lasse diese kleine werbung gerne mal gelten :)

    mo. schreibt am

  6. @david: welchen eReader nutzt du denn? würde mich mal interessieren, weil ich auch ein wenig liebäugle.

    mo. schreibt am

  7. ich bin mir nicht sicher, aber ich meine schon, dass der auch dieses trägere kristallsystem nutzt. "nur bunt und in farbe" - lese dazu heise.de

    mo. schreibt am

  8. martin schreibt am