Diskussion um die Zukunft des Geistigen Eigentums | Ein wenig irritierend hatten die c/o pop-Macher das Diskussionspanel "Werte 2.0 - Geistiges Eigentum vs. Netzkultur". So als ob Netzkultur per se gegen geistiges Eigentum sei.
Nichtsdestotrotz folgte man eine spannenden Diskussion, die zeigt wie Werte, Systeme und Probleme aufeinanderknallen. Schnell manifestierte sich eine Front gegen die Piratenpartei und Lars Sobiraj von Gulli.com, der von GEMA und Herrn Herwig gemeinsam in die Ecke der Piratenpartei geschoben wurde. Lars, der auch noch einmal seine Eindrücke in "Die Kreativwirtschaft traf auf ihre Kritiker" auf Gulli.com zusammenfasst, wehrte sich informiert und bravourös.
Arg peinlich liess sich dann (im Video ab 39:07) der Pirat richtig elegant aufs Glatteis führen. Unerwartet stand er dann vor der Frage, ob er es OK findet, wenn das U2-Album drei Wochen vor der Veröffentlichung von jemand privat ins Internet gestellt wurde. Uiuiui... Auch von Musikerseite bekam der Pirat aus dem Publikum einiges an Frust ab, wehrte sich an einer Stelle aber elegant und warf dem Musiker vor, doch vielleicht sein Geschäftsmodell zu überdenken.
Und dann hat die Sendung Breitband auf dradio auch noch einen langen Beitrag zur c/o pop gebracht. Dort interviewten Katja Bigalke und Christine Watty unter anderem Norbert Oberhaus seines Zeichens c/o pop-Macher, setzten Argumente von Dieter Gorny gegen die Meinungen aus Köln. Sehr schön und sehr wortgewaltige Sendung, die ihr unter "Pop Culture 2.0 - Breitband auf der c/o pop in Köln" findet oder einfach als MP3 runterladen könnt.