Gedanken zur Kulturflatrate

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Foto: нσвσ

Die Kulturflatrate ist eine schöne Idee. Geht es doch darum, die Kreativen für ihre Werke zu entlohnen und alle anderen an diesen Werken teil haben zu lassen. Die Idee der Kulturflatrate möchte Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für die Schaffenden und ihr Publikum. Fragt man den einzelnen, ob er einem Künstler Geld geben möchte, der ihn begeistert, sagt sicher niemand „Nein!“. Fragt man einen Künstler, wer seine Werke hören, sehen und genießen soll, zieht er sicherlich das große Publikum dem kleinen vor. Ein paar Überlegungen...

Utopie? Zugang zur Kultur für alle!

Schaut man dann jedoch in die Taschen der Zuschauer und Zuhörer, sieht man, wie unterschiedlich Geld verteilt ist. Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Arbeitslose besitzen weniger als Menschen in Brot und Arbeit. Schnell stellt sich die Frage: Dürfen nur diejenigen Zugang zur Kunst und Kultur bekommen, die auch zahlen können? Soll der Genuss von Kunst an Privilegien gebunden sein?

Nein, ist meine Antwort. Und doch galt dieses ungeschriebene Gesetz sehr lange und gilt auch heute noch. Dabei verändert die Vernetzung per Internet derzeit unsere Kultur gewaltig. Das Internet ist ein Medium des Teilens, weil es aus einem Netzwerk aus Computern besteht. Und die ur-typische Funktion eines Computers ist das Kopieren von Informationen. Damit Computer Informationen verarbeiten können, müssen diese erst einmal in den Speicher kopiert werden. Das Internet ist somit eine riesige Kopiermaschine, die Ideen, Kultur und Informationen zugänglich macht und verbreitet. Diese Kopiervorgänge kosten den Benutzer so gut wie gar nichts. Man braucht Strom, einen Computer und eine Verbindung.

Immer ein Original: Die digitale Kopie

Und die digitale Kopie einer Datei gleicht ihrem Ursprung. Eine digitale Kopie ist immer das Original. Das Original kostet nichts. Die logische Schlussfolgerung bedeutet: Kunst und Kultur in Form von Nullen und Einsen ist schnell kopiert und per Datenleitung teilbar. Das führt zu tollen Effekten. Während ich in meiner Jugend in den 90er Jahren maximal drei Musikalben pro Monat kaufen konnte, tauschen heutige Jugendliche innerhalb von Minuten kostenlos Ihre ganze Musikbliothek. Schnell kopieren Sie von einer tragbaren Festplatte, Mobiltelefon oder anderem Medium die Daten auf das nächste Medium.

Dieser Zugang zu Informationen für alle ist ein großartiger Schritt für die Menschheit. Aber wie entlohnen wir einen Buchautor, der ein Jahr an einem Buch geschrieben hat, dass ich in 10 Sekunden kostenlos auf meinen eReader kopieren kann? Wer unterstützt den Musiker, dessen Album als kostenloser Download im Internet wartet?

Die Idee einer Kulturflatrate liegt da nahe. Eines Systems, dass gerecht in Form einer Abgabe für Kunst und Kultur Geld einsammelt und anschließend „gerecht“ verteilt. Man packt mit der Kulturflatrate gleich zwei Probleme am Schopf: Erstens entkriminalisiert man alle kopierenden Kulturteilenden und schafft einen Zugang zur Kunst und Kultur für alle. Und zweitens entlohnt man die Kulturschaffenden. Ein Wunschtraum?

Das fundamentale Problem der Kulturflatrate

Das grundlegende, einzige und fundamentale Problem der Kulturflatrate lautet: gerechte Verteilung der eingesammelten Gelder. Wie soll erfasst werden wer welche Musik hört, tauscht und verbreitet? Denn die Medien zum Teilen sind: Email, eReader, WLAN, Filesharing-Plattform, Upload-Portal, Mobiltelefon, USB-Stick, Bluetooth, UMTS,... Wer bekommt was vom Kuchen? Bekommen auch Künstler einen Teil von der Abgaben, wenn sie ihre Musik unter einer Creative Commons-Lizenz frei zum kopieren ins Internet stellen?

Ich persönlich möchte keine Mega-GEMA mit alten Männern an der Spitze. Ich möchte keine Superverwaltung, die ich nicht verstehe, die Datenströme abhört und deren Strukturen durch Lobbyismus geprägt werden. Ich möchte auch keinen kulturellen Kommunismus, indem jeder, der Künstler sein will genauso entlohnt wird wie sein Nachbar. Denn Konkurrenz im Kunst- und Kulturbetrieb ist erwünscht.

Mein letztes Urteil zu einer Kulturflatrate habe ich noch nicht gefällt. Eins weiß ich aber jetzt schon: Die Strukturen und Denkweisen unserer Gesellschaft müssen sich ändern von einem weniger an Ich zu einem mehr an Wir, von einem Ich-will-mehr zu einem Lass-uns-teilen! Das Internet nötigt uns zu Transparenz, öffnet zahlreiche Vertriebsstrukturen und ermöglicht das Teilen. Darum wackelt die Medienindustrie. Und darum führen wir diesen spannenden Diskurs. Ich bin gespannt auf die Entwicklung.

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Phlow-Autor mo.Dieser Artikel wurde am 16.August 2009 von mo. geschrieben. mo. ist Journalist, Buchautor und Webdesigner. Neben dem deutschen Phlow-Magazin betreut er auch die englische Edition unter Phlow-Magazine.com. Der Musikliebhaber lebt und liebt (in) Köln. Noch mehr Artikel von mo..

18 Kommentare bis jetzt...

  • Ich kann dir nur zustimmen. Die Kultur-Flatrate hat aus meiner sicht 2 sehr bedenkliche Eigenschaften:

    1. Es ist eine Zentralisierung der Geldströme nötig. Historisch gesehen haben solche Zentralisierungen noch nie fair und transparent funktioniert - im Gegenteil.

    2. Für die Einführung einer Kultur-Flatrate ist eine gewaltige Enteignung nötig. Wer Kunst macht hat de-facto kein recht mehr sein Werke zu verkaufen, bzw. gegen Missbrauch vorzugehen. Das ist schlicht wirtschaftliche Ungleichbehandlung und wird einfach niemals das BVG passieren. Wobei hier zu erwähnen ist, dass diese Enteignung im Grunde bereits läuft - und nun nach einer Art nachträglichen "Rechtfertigung" sucht.

    Das wirklich wahnsinnige an dieser Debatte ist, dass sie gerade aus der pauschal "urheber-gema" bashing Ecke kommt, realistisch gesehen aber zu nicht anderes führt als zu einer GEMA mit all-umfassenden Eingriffsmöglichkeiten.

    Klingt für mich schlicht nach modernem Hippie gedudel. Ich finde es unglaublich mit welcher Naivität und Ahnungslosigkeit diese Debatte geführt wird. Aus meiner Sicht wird es eine Träumerei bleiben.

    Ein Kommentar zum Absatz: "Dürfen nur diejenigen Zugang zur Kunst und Kultur bekommen, die auch zahlen können? Soll der Genuss von Kunst an Privilegien gebunden sein?"

    Aber das ist doch nicht der Fall?! Es fließen jährlich millionen in die Musikförderung (vor allem Klassik). Gerade die BRD ist hier führend. Und für all die anderen gibts zahllose (legale) gratis services wie last.fm, deezer, imeem, hunderttausende web-radios, gratis downloads, vorhörfunktionen in web-shops, ect, ect. Im ernst, wer heutzutage schwierigkeiten hat im netz legal an musik (und generell: kunst) zu kommen ist schlicht blind.

    meint fabien am 16. Aug 2009 um 17:47 | Commentlink #1

  • @fabien: "wer heutzutage schwierigkeiten hat im netz legal an musik (und generell: kunst) zu kommen ist schlicht blind."

    das ist wirklich ein gutes argument. das muss ich in meiner argumentationskette noch hinzufügen. aber man muss abwägen. ich rede betrachte die kulturflatrate NICHT NUR in hinsicht auf musik, sondern kultur generell, dass heisst auch bücher, bilder und filme. und dafür gibt es z.b. noch keine legalen services wie z.b. last.fm

    meint mo. am 16. Aug 2009 um 17:58 | Commentlink #2

  • Ja, das stimmt. Leider gibts es gerade im Literaturbereich noch viel Nachholbedarf, wobei Google Books / Google Patents schon in die richtige Richtung gehen. Es könnte in Verbindung mit E-Readern noch mehr entstehen (z.B. auch Zeitschriften Abos).

    Auch bekannte Bilder mit historischem Wert lassen sich bisher leider nur schwer weiterverwenden.

    Bei Filmen allerdings gibt es durchaus schöne Communities und faire Streaming Abo Systeme. Dazu sind unglaublich viele Dokumentationen bei Google Video und co zu entdecken. Und fast alle Fernsehsender streamen direkt ins Netz.

    Wie auch immer, dezentrale Lösungen sind immer transparenter und fairer "by design". Für mich ist das direkte "du hast was, ich will das, ich zahl das" immer noch das fairste system überhaupt. Ich habe dabei ehrlich gesagt keine lust halb berlin kreuzberg mitzufinanzieren ;)

    meint fabien am 16. Aug 2009 um 18:25 | Commentlink #3

  • [...] Schaffend“? Sind nicht alle Menschen Teil von Kultur und als solche „Schaffend“? Hier gibts einen weiteren Artikel samt Links. Meiner Meinung nach bedeutet die Freiheit von Kultur eben [...]

    meint « Kommunikation International am 16. Aug 2009 um 19:20 | Commentlink #4

  • [...] der Kulturflatrate beziehen sich auf wirtschaftliche und rechtliche bzw. politische Aspekte: Wie würde das Geld dann eingenommen und verteilt werden können und unter wie sollen die Rahmenbedingungen und das Konzept [...]

    meint Kulturflatrate – oder: Angebliche Kultur als Konsumobjekt | naturgetr.eu am 16. Aug 2009 um 19:47 | Commentlink #5

  • Danny O'Brian hatte bei einem Interview auch einen schönen Gedanken zur Aufteilung der Gelder bei einer Kulturflatrate, der mir auch vor dem Interview schon symphatisch war:

    http://www.elektrischer-reporter.de/rohstoff/video/147

    Wie wir ja alle wissen, wollen die Konsumenten die Künstler entlohnen, nur der Anreiz ist eben nicht sehr hoch bei dem momentanen System. Wenn aber jeder Konsument selbst bestimmt, wieviel Prozent seines Flatratebeitrags an welchen Künstler geht, ist eine totale Überwachung, wer was konsomiert gar nicht nötig, da jeder selbst dafür verantwortlich ist, wen er unterstützen möchte.

    meint Christian am 16. Aug 2009 um 21:19 | Commentlink #6

  • Hei!

    Ich meinte nicht, dass die Überschrift "falsch" ist, zumindest nicht von Dir falsch gewählt. Das Problem ist die ganze Diskussion baut auf den sehr missverständlichen Begriff "KULTURflatrate" auf.

    Ich finde, Opern- und Theateraufführen gehören sowohl zu Kunst als auch zu Kultur. Die Unterscheidung ist nicht immer leicht, klat.

    Aber das Flatrate-Modell meint ja nicht Auffühungen im Theater oder derartiges, sondern beschränkt sich ja auf digital vorliegende Werke unterschiedlicher Gattungen. Ds Hauptmerkmal ist dabei also der Umstand, dass etwas digital vorliegt. Ab es nun zu Kunst, Kultur oder sonstwohin gehört. Also meint die Flatrate ausschließlich digitale (und daher in der Regel auch mediale) Inhalte.

    Und ich halte das Konzept der Flatrate zwar für moderner als die bisherige Modelle, dennoch stecken eine ganze Menge Gefahren dring (Verwaltung, Datenerfassung etc) und gehen mir persönlich nicht weit genug:

    Die Flatrate ist nichts anderes als "nur" ein alternatives Bezahlmodell. Es ändert sich also nichts an der Einstellung oder dem Zugang zu künstlerischen, kulturellen und/oder medialen Gütern - sondern es wird einfach anders abgerechnet.

    meint Ximeon am 17. Aug 2009 um 08:23 | Commentlink #7

  • die idee der sog. "kulturflatrate" ist hochgradig naiv und dient offensichtlich einzig und allein der nachträglichen legitimierung illegalen filesharings [nichts gegen legales filesharing, ist 'ne super sache!].

    hauptgeschädigte von illegalem filesharing sind bekanntlich nicht die künstler, sondern die sog. "kulturindustrie". federführend im kampf gegen illegales filesharing sind daher auch industrieverbände und nicht künstlervereinigungen.
    nach der musikindustrie ist die zweithäufigste klägerin in solchen filesharing-prozessen die pornoindustrie.

    man muss sich genau überlegen, wie man "kultur" definiert wenn man breite bevölkerungsschichten von einer sog. "kulturflatrate" überzeugen will, bzw. wem und in welchem maße die erträge aus der flatrate zukommen sollen.

    wer bisher gegen seinen willen über die GEZ den musikantenstadl (& sportgroßereignisse) mitfinanzieren mußte, um im internet surfen zu können, wird sich bedanken jetzt auch noch dem nachbarn die porno-standleitung bezahlen zu dürfen...

    darüberhinaus wird sich die musikindustrie keinesfalls auf dieses konzept einlassen (können), weil sich ihre legitimation bisher einzig und allein aus den kosten der musikdistribution ergibt - welche dann komplett von den internetbenutzern bzw. providern geleistet würde.
    für welche leistung sollte die musikindustrie dann noch geld verlangen (können)?

    wenn mit der "kulturflatrate" lediglich das (bisher) illegale treiben eines geringen prozentsatzes auf kosten aller internetuser entkriminalisiert werden soll, ist das unterfangen zum scheitern verurteilt.

    wer garantiert, dass ausnahmslos ALLE produkte der kulturindustrie in einem kulturflatrate-finanzierten modell in akzeptabler qualität angeboten werden?
    [bzw. was nutzt mir die flatrate, wenn ich nicht das bekomme was ich suche?]

    alle hier [im beitrag und den kommentaren] genannten argumente zeigen schon ausreichend, wie unausgegoren dieser vorschlag ist, bzw. wie begrenzt der horizont derer die ihn vertreten...

    meint martin am 17. Aug 2009 um 09:33 | Commentlink #8

  • @Christian: "Wenn aber jeder Konsument selbst bestimmt, wieviel Prozent seines Flatratebeitrags an welchen Künstler geht, ist eine totale Überwachung, wer was konsomiert gar nicht nötig, da jeder selbst dafür verantwortlich ist, wen er unterstützen möchte."

    Wieso nennt man das dann "Flatratebeitrag" und nicht einfach "Kaufbetrag"?! Ich meine, was hier so genial klingt ist doch nichts anderes als das jetzige System, oder? ;)

    meint fabien am 17. Aug 2009 um 14:13 | Commentlink #9

  • [...] hat seine Gedanken zur Kulturflatrate [...]

    meint » LINKLOAD vom 17.08.2009 [UPLOAD Blog] am 17. Aug 2009 um 18:04 | Commentlink #10

  • Ein staatlicher Eingriff - und eine Kulturflatrate ist ja nichts anderes - behindert i.A. Innovation, Fortschritt und Wettbewerb und kann m.M. nach daher immer nur als aller letzter Schritt in Betracht gezogen werden um angeschlagene Märkte zu "retten". (ganz zu schweigen davon, dass nicht jeder Markt, der versagt/in Schieflage gerät gerettet werden sollte)

    Das ganze erinnert mich ein bischen an die Diskussionen auf der c/o pop letzte Woche. Da habe ich erschreckend oft die Feststellung vernommen: "der Musikmarkt leidet unter Marktversagen!" Und, noch viel schlimmer, die sich für die Diskutierenden logische aber FALSCHE Konsequenz: "Wo der Markt versagt, muss der Staat eingreifen!"

    Diese Denke ist nicht nur falsch, sondern lässt uns auch alle schön auf der Stelle treten. Erstens, ist Marktversagen immer nur ein Symptom und zweitens ist ein staatlicher Eingriff immer nur die (höchstens) zweitbeste Alternative um mit Marktversagen umzugehen.

    Warum bei digitalen Medien der Markt versagt ist doch klar:
    Digitale Medien (egal ob Musik, Film, Software oder sonstwas) besitzen zwei besondere Eigenschaften, die sie per Definition zu "öffentlichen Gütern" machen.

    1) Nicht-Ausschließbarkeit (d.h. man kann Eigentumsrechte nicht EFFIZIENT durchsetzen)
    2) Nicht-Rivalität (d.h. man kann sie gleichzeitig ohne Qualitätsverlust konsumieren)

    Bei solchen Gütern ist es nunmal so, dass klassische Marktmodelle versagen. Schön, dass heißt aber noch lange nicht, dass der Staat jetzt aus diesen "öffentlichen Güter" künstlich "private Güter" machen muss, bzw. "Clubgüter" wie das bei einer Kulturflatrate der Fall wäre.

    Für mich heißt das vielmehr, dass sich die gesamte Medienindustrie im Netz neu erfinden muss, um Modelle zu entwickeln, die eben nicht auf die Ausschließbarkeit einzelner Produktionseinheiten angewiesen sind. Es gibt diese Modelle! Man muss sie nur mal testen.

    Sich von vornherein auf die Politik zu verlassen, ohne sich überhaupt die Mühe zu machen neue Wege einzuschlagen, bestehende Paradigmen aufzubrechen und alte Denkweisen zu hinterfragen halte ich unter sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten für eher schädlich. Wir sind gerade Zeugen eines verdammt spannenden technologischen Umbruchs (ähnlich der industriellen Revolution). Frühzeitiger staatlicher Einfluss kann hier viel innovatives Potential zerstören.

    meint björn am 18. Aug 2009 um 10:52 | Commentlink #11

  • hey björn, ich kann fast alle deine argumente verstehen. und sehe auch zunehmend, dass politische einschreiten und eine kulturflatrate äußerst kritisch. wir diskutieren hier meist über die musik(industrie). zu einer flatrate gehören meiner meinung nach auch noch all die anderen digitalen kunstgüter wie texte, filme, fotos und so. die stehen zunehmend vor den gleichen problemen wie die musikindustrie. weil auf sie deine punkte 1 und 2 auch zutreffen.

    wichtig ist einfach zu diskutieren, um sich eine meinung zu bilden und dann hoffentlich das beste modell für alle aufzubauen.

    diesen artikel habe ich übrigens für die website der aktion mensch geschrieben. da tummeln sich auch noch einige interessante meinungen. vor allem auch viele negative.

    http://diegesellschafter.de/tagebuch/eintrag.php?eid=1286

    meint mo. am 18. Aug 2009 um 14:01 | Commentlink #12

  • Im Sinne von Gerechtigkeit und Gleichbehandlung waere da dann noch die Softwareflatrate für die Programmierer. Fotografen, Filmemacher (und alle anderen an einem Film beteiligten) etc. wurden mehr oder weniger in den anderen Kommentaren schon genannt.

    meint Harald Walker am 18. Aug 2009 um 19:55 | Commentlink #13

  • kommunismus ist nur cool, solange er freiwillig ist - daher: lieber creative commons, als kulturflatrate!

    wenn zb. nur diejenigen bei der kulturflaterate mitmachen, die bisher "raubkopieren", wird dieses "ideale umverteilungssystem" kaum wirtschaftlich.
    aber wenn man alle anderen dazu zwingen [siehe GEZ] muß damit sich's rechnet, wird da sicher nichts draus...

    und eine "softwareflatrate für programmierer" gibt es ja bei linux schon länger, ne?
    komischerweise sogar kostenlos...
    :)

    meint martin am 18. Aug 2009 um 21:23 | Commentlink #14

  • "kommunismus ist nur cool, solange er freiwillig ist - daher: lieber creative commons, als kulturflatrate!"

    Das ist der wohl sinnvollste Kommentar/Vorschlag den ich in diesem Zusammenhang bisher gehört habe. Mehr muss man wohl nicht mehr sagen.

    meint fabien am 18. Aug 2009 um 22:54 | Commentlink #15

  • Ich bin für "Digitales Leihen", ist leider nur nicht so einfach dieses in die Realität gut umzusetzen.

    Cheers,

    zazi

    meint zazi am 19. Aug 2009 um 13:08 | Commentlink #16

  • Ein weiterer Artikel "Kulturflatrate, ein Missverständnis" wurde auf Telepolis veröffentlicht. Der Artikel zeigt, dass man den Begriff am Besten gegen Pauschalabgabe ändert.

    Irrig schlägt der Artikel vor:

    "Missbrauchsbedenken können durch geeignete technische Maßnahmen tatsächlich leicht ausgeräumt werden. Weder können unbemerkt massenhafte Schein-Downloads die Statistiken durcheinander bringen [...]"

    Ein konkretes technisches Konzept fehlt und die Konsequenz wäre eine Totalüberwachung. In einer Mailingliste konstatiert Meik Michalke korrekt:

    " sobald so ein pauschalsystem implementiert ist, ist es doch im interesse aller urheber, geradezu zum herunterladen ihrer werke aufzufordern, damit sie möglichst viel vom kuchen abbekommen (bzw. nimmt man selbst herbe verluste in kauf, wenn man daran glaubt, daß andere nicht versuchen daran zu drehen). wie soll man "schein- downloads" von echten unterscheiden, wenn dieter b**len auf rtl darum bittet, sein neues album aus dem netz zu ziehen?

    Somit würden die Mächtigen erneut von einem solchen System profitieren.

    meint mo. am 2. Sep 2009 um 10:30 | Commentlink #17

  • also ich geh ja immer in die bibo, da gibts gratis alles was man an kultur braucht. bücher, dvds, cds, pc programme. leider ist das bloß immer sehr leer.

    meint atze am 15. Okt 2009 um 11:19 | Commentlink #18

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