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Magazin für MP3-Musik & Netzkultur

Kulturflatrate: Eine Wissensgesellschaft für alle

Die Kulturflatrate ist ein spannendes und schwieriges Thema. Wenn alle - mit alle meine ich den normalen Bürger - sowieso per Internet teilen ohne auf die alte Idee des Copyrights zu achten, muss man sich neue Wege überlegen. Auch die…

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Die ist ein spannendes und schwieriges Thema. Wenn alle - mit alle meine ich den normalen Bürger - sowieso per Internet teilen ohne auf die alte Idee des Copyrights zu achten, muss man sich neue Wege überlegen. Auch die Grünen wollen eine Wissensgesellschaft für alle Menschen ermöglichen. Ein heeres Ziel. Und sie legen als erste Partei das Thema auf den politischen Tisch. Interessant, oder? Das PDF und ein Auszug des vorläufigen Europawahlprogrammes...

Kulturelle Vielfalt ist lebendig und darf nicht auf reine Folklore oder den Namensschutz von Camembert, Feta und Halloumi reduziert werden. Basis und Ausdruck der kulturellen Vielfalt sind die Sprachen Europas - nicht nur Sprachen der Mehrheitsgesellschaften, sondern auch der Minderheiten sowie Esperanto als internationale Sprache der Völkerverständigung. Mehrsprachigkeit ist stark zu fördern.

Im Zeitalter des weltweiten Austauschs von Informationen und Kulturgütern spielen insbesondere digitale Medien eine zentrale Rolle. Eine allen zugängliche, aber auch verantwortungsvolle Verbreitung und Gestaltung dieser Medien erfordert einige grundsätzliche Regeln, die Datenschutzbestimmungen ebenso wie geistiges Eigentum und ethische Grundsätze gewährleisten.

Im Unterpunkt Künstlerische Beiträge im Internet vergüten heisst es:

Wir wollen faire Verfahren entwickeln, um Künstlerinnen und Künstler für die Bereitstellung ihrer Werke im Internet oder anderswo zu entschädigen. Im digitalen Zeitalter brauchen wir eine Stärkung der Rechte von VerbraucherInnen. Wir setzen uns für differenzierte Lösungen ein, die Pauschalvergütungen für Musik, Filme und andere Medien und Inhalte beinhalten können. Die Einführung einer Kulturflatrate, die die Nutzung von digitalen Kulturgütern für den nicht-kommerziellen Gebrauch ermöglichen soll, kann ein richtiger Weg dahin sein. Die Einnahmen müssen transparent und gleichberechtigt in erster Linie den Urhebern selbst zugute kommen. Die aktuell massenhaften Klagewellen, Eingriffe in die Privatsphäre, der Einsatz von DRM (Digitalem Rechte Management) oder die Filterung des Datenverkehrs lehnen wir klar ab. Sie sind ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer.

Das Paper: VIII. Kultur, Bildung und Forschung – Der GRÜNE Weg in die Wissenschaftsgesellschaft

Über den Autor

Phlow-Autor mo. Dieser Artikel wurde am 28.Januar 2009 von mo.. mo. ist Journalist, Buchautor und Webdesigner. Neben dem deutschen Phlow-Magazin betreut er auch die englische Edition unter Phlow-Magazine.com. Der Musikliebhaber lebt und liebt (in) Köln. Weitere Artikel von .

4 Kommentare zu »Kulturflatrate: Eine Wissensgesellschaft für alle«

  1. haha, na dann las uns den weg für eine supergema freimachen. eine gema mit absoluter kontrolle und macht über deine einnahmen!

    ganz im ernst, diese idee ist grausam. sie wird an der frage scheitern: wer, wie, wann das geld verwaltet und wer, wie dieses geld wieder verteilt.

    ich finde es höchst verwunderlich diesen vorschlag gerade aus dem lager der ewigen gema-kritiker zu hören. den hier wird nichts anderes entstehen als eine riesige, intransparente, lobby freundliche und kaum zu kontrollierende mega-gema. ohne geeignete messverfahren ist diese idee ohnehin kaum besser als das bisherige system, es werden dann halt wieder alle klassischen broadcast plays hoch bewertet, da man ja sonst kaum zuverlässige playback-daten bekommen wird und wieder zwischen u und e musik unterschieden..

    ich persönlich finde diesen vorschlag äußerst miserabel. alles was passieren wird ist eine konzetration von macht - eine perfekte anlaufstelle für lobby-interessen.

    fabien schreibt am

  2. das von dir genannte problem sehe ich auch. aber was gibt es sonst für alternativen?

    mo. schreibt am

  3. Na, ne Plattform aufmachen, die diesen Mechanismus schon erprobt. Ne Privat-Mega-Gema sozusagen. Eine Künstlerplattform.

    020200 schreibt am

  4. "das von dir genannte problem sehe ich auch. aber was gibt es sonst für alternativen?"

    na, nen paypal account holen und - wie im echten leben auch - musik ganz einfach kaufen (klingt schon fast nach revolution, haha!). ist wirklich nicht so schwierig.

    15€ für musik in der woche ausgeben und die welt ist für alle schöner :) da bin ich sicher...

    fabien schreibt am