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Magazin für MP3-Musik & Netzkultur
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Headphonica: Netlabel für Experimente

Netlabel Portrait | Früher war Weimar der Hauptsitz des legendären Tokyo Dawn Netlabels. Heute ist es der Sitz von Headphonica. Hört man den Köpfen hinter dem Netlabel zu, so wundert und freut man sich, wie aufregend der Betrieb eines Netlabels…

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Netlabel Portrait | Früher war Weimar der Hauptsitz des legendären Tokyo Dawn Netlabels. Heute ist es der Sitz von Headphonica. Hört man den Köpfen hinter dem Netlabel zu, so wundert und freut man sich, wie aufregend der Betrieb eines Netlabels sein kann. Aufregend dann, wenn ein liebevoll betriebenes Netlabel digitalen Schachereien von Domaingrabbern zum Opfer fällt. Aufregend dann, wenn sich niemand in der Kirche zum Konzert einfindet und alle glücklich in gemeinsam erzeugter Kakophonie ersaufen. Aufregend dann, wenn aus einer Idee ein lebendiges Konzept mit Musik, Musik, Musik entsteht.

Headphonica ist wie ein Kreissaal der jungen Musik. Viele Sachen sind roh, aber ungeheuer spannend. Einige Leute verwechseln experimentelle Musik mit Experimentieren, aber viel wichtiger als das Experimentieren an sich, ist das, was dabei heraus kommt. Netlabel-Interview lesen »

Über den Autor

Phlow-Autor mo. Dieser Artikel wurde am 6.September 2010 von mo.. mo. ist Journalist, Buchautor und Webdesigner. Neben dem deutschen Phlow-Magazin betreut er auch die englische Edition unter Phlow-Magazine.com. Der Musikliebhaber lebt und liebt (in) Köln. Weitere Artikel von .

11 Kommentare zu »Headphonica: Netlabel für Experimente«

  1. Nicht schon wieder experimentielle Musik!
    Davon gibt's doch schon weit mehr als genug im Netz.
    Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem guten House Netlabel. Außer supafeed, Brennnessel und Bevlar hab ich da nicht wirklich viel gefunden.

    Bit Boy schreibt am

  2. Teste mal Epsilonlab. Sehr geile House Musik, wie ich finde. Die Website ist leider nicht mehr da, aber die Musik schon: im archive.org.

    http://netlabels.de/mp3/352-sensual-physics-epsilonlab
    http://netlabels.de/mp3/359-house-musik-paul-keeley-epsilonlab

    und alle anderen releases im http://www.archive.org/details/epsilonlab

    mo. schreibt am

  3. Ich hatte vergessen zu erwähnen, das ich Tech House (bis auf wenige Ausnahmen) nicht mag.

    Meine Definition von House:
    http://www.youtube.com/watch?v=Kzz8JGN48Dg
    http://www.youtube.com/watch?v=PJcRNTOgpWc
    http://www.youtube.com/watch?v=52xUNBLnTQQ

    Das Feeling hat mir bisher leider noch kein Netaudio Act geben können.

    Aber Off Topic denn hier geht's ja um das Headphonica Netlabel.

    Bit Boy schreibt am

  4. OK, diesen Oldskool House-Vibe habe ich auch noch auf keinem Netlabel gefunden, bzw. so richtig gut umgesetzt gehört. Da gebe ich Dir recht. Ist eigentlich eine Marktlücke.

    mo. schreibt am

  5. @bitboy oh, vielleicht hätten wir den Begriff "experimentell" nicht verwenden sollen, der ist ja in der Netaudio-Szene ziemlich schlecht beleumundet (zt. auch zurecht) - und geht vor allem am Großteil der Musik die wir veröffentlichen vorbei.

    Aus dem Interview:
    "Einige Leute verwechseln experimentelle Musik mit Experimentieren, aber viel wichtiger als das Experimentieren an sich, ist das, was dabei heraus kommt.
    Um aus Experimenten schließlich Musik zu machen braucht man viel Ausdauer …und Headphonica."

    alles klar?

    headphonica schreibt am

  6. @headphonica
    Na wenn das so ist werd ich vielleicht nachher doch mal reinhören.
    Wenn ich das Wort "experimentielle Musik" lese, denke ich halt als erstes an sinnlos aneinander gereihte Störgeräusche.

    Bit Boy schreibt am

  7. So ich hab mir von Headphonica jetzt mal ein paar Alben und Live Mitschnitte angehört.
    Die meisten Musik von euch hört sich in meinen Ohren sehr merkwürdig an.
    Sehr seltsam abgemischt und total verhallt.
    Das meiste plätschert ewig vor sich hin, da passiert teilweise in 20 Minuten fast gar nichts.
    Teilweise auch bizarr aneinander gereihte Samples und Geräusche.
    Aber die Titel von Paunch fand ich gar nicht mal so schlecht.
    Wie soll so was eigentlich Live funktionieren? In Chillout Lounges oder wo?

    PS: Wofür sind eigentlich diese rules.conf Dateien?

    Bit Boy schreibt am

  8. @bitboy die rules.conf-dateien sind von archive.org, keine ahnung wozu die gut sind... - wenn du die zips direkt von headphonica herunterlädst, hast du die nicht mit dabei

    schön auch, dass du die musik auf headphonica "sehr merkwürdig" findest. angesichts dessen, dass du selbst auf progressive trance, house usw. stehst, sehen wir das mal als kompliment an, ja?
    :)

    oh, und von paunch kannst du sehr hübsche sachen herunterladen hier:
    http://www.archive.org/details/paunch01
    +
    http://www.archive.org/details/rs001s
    enjoy!

    headphonica schreibt am

  9. @headphonica
    Mir gefallen auch einige Folksongs, EBM/Gothic Electro und Progressive Rock. Ich bin da nicht so festgelegt auf bestimmte Genres. Solang es kein Plastikpop ist und mir die Musik gefällt.
    Bei mir ist es immer so, dass mir beim ersten mal hören ein Musikstück überhaupt nichts sagt.
    Ich hab meine Meinung geändert:
    Nach mehrmals hören gefällt mir eure Musik doch.
    Nicht alles aber, vieles ist schon sehr interessant, aber keine leichte Kost.
    Ich hör mir gerade euer Kirchenkonzert an.
    Das Thema am Ende von "Die Welt ist eine Obstplantage" find ich gut.
    Gibt es Live-Videos von euren Acts?

    Ich mache übrigens gerade ein:
    wget -r -A zip http://www.headphonica.com
    und hör mir das alles am Wochenende nochmal in Ruhe durch.
    Jetzt ist mein Rechner wahrscheinlich erstmal ein paar Tage mit downloaden beschäftigt.

    Bit Boy schreibt am

  10. bitte nicht zuviel loben, das steigt uns schnell zu kopf...
    :)

    wg. wget -r: mach's dir doch nicht so schwer, nimm gleich:
    http://www.headphonica.com/datas/headphonicarchive.rar
    oder bei bedarf auch als torrent:
    http://burnbit.com/torrent/154388/headphonicarchive_rar
    ha!

    live-videos von zb. uns selbst in experimenteller pose gibt es hier:
    http://www.facebook.com/thegreattheswindle

    headphonica schreibt am

  11. Pingback: pentaMusic Radio Show: 14. September 2010