Impressum

MP3-Musik und Netzkultur

Play the Phlow-Mag-Podcast!

RSS-Feed

Ganz dickes Ding: Der Phlow RSS Voll-Feed!

Play the Phlow-Magazine-Podcast now!

Gibt es einleuchtende Argumente für den Datenschutz?

Foto: www.flickr.com/photos/stickerhelsinki/

Was entgegnet man jemandem, der meint: “Ist doch klasse, dass ich nur Werbung angezeigt bekomme, die zu mir passt?”. Welche einfachen und schnell einleuchtenden Argumente präsentiert man jemandem, der meint er würde in der Masse der gesammelten Daten untergehen? Und was sagt man zu jemandem der meint: “Überwachung ist doch nicht schlimm. Schließlich tue ich nichts böses, dann kann mir auch nichts passieren!”


Ich halte diese Netzwerke auch nicht für sozial. Auf MySpace oder Facebook geht es ja nicht darum, Menschen eine Plattform zu bieten, sondern um rein kommerzielle Interessen.

padeluun in Zeit Internet Spezial, April 2008

Während meiner Kompaktseminare in Karslruhe streife ich jedes Mal das Thema Datenschutz. Spätestens dann, wenn ich auf Communities wie StudiVZ, Facebook und MySpace zu sprechen komme. Dann läuft der Rheinländer in mir auf Hochtouren, ich werde hitzig, streitsüchtig und zum Prediger für mehr Vorsicht.

Die Studenten sitzen dann oft verblüfft vor mir und antworten: “Aber das ist doch nicht schlimm. Werbung, die zu mir passt, finde ich gut.” Das der Datenstriptease gefährlich ist, sehen sie nicht. Ihre Privatssphäre ist ihrer Meinung nach auch nicht gefährdet. Und Überwachung ist doch nur für diejenigen gefährlich, die böses tun. Als ich Ihnen dann Google Analytics vorführe, dass harmlose Daten wie Bildschirmauflösung, Referer, Herkunft und so ähnliches meiner Besucher auf Phlow zusammensucht, ahnen sie, dass das vielleicht doch nicht so toll ist.

Aber WLAN und Google Analytics hat man aber nicht jedes Mal an der Hand. Beim nächsten Mal möchte ich besser vorbereitet sein. Mit einleuchtenderen Argumenten für den Datenschutz, die die Studenten nachdenklich machen.

Welche Argumente und Beispiele könnten das denn sein?

Phlow-Autor mo. Dieser Artikel wurde am 06.Mai 2008 von mo. geschrieben. mo. ist Journalist, Buchautor und Webdesigner. Neben dem deutschen Phlow-Magazin betreut er auch die englische Edition unter Phlow-Magazine.com. Der Musikliebhaber lebt und liebt (in) Köln. Noch mehr Artikel von mo..

AddThis Social Bookmark Button

Podcast RSS Icon

Immer auf dem Laufenden mit dem ungekürzten RSS-Feed von Phlow! Freie MP3-Musik aus der globalen Netlabel-Szene liefert unser Phlow-Magazine-Podcast kostenlos!

Themenverwandte Artikel:

  • No related posts

5 Kommentare bis jetzt...

  • 1 020200 // Mai 7, 2008 am 14:42

    Naja alles hat zwei Seiten. Mit ‘nem Laptop man man jemanden auch feist vor den Kopp hauen. Es ist letztlich ‘ne Frage der Vernunft und deswegen Datenschutz.

  • 2 mo. // Mai 7, 2008 am 21:09

    ja, natürlich. aber das problem ist ja, dass manche leute einfach kein problem sehen. vielleicht gibt es da ein paar einfache einleuchtende beispiele, warum man seine freiheit und seine privatssphäre verteidigen sollte.

    vielen ist einfach nicht klar, wie “gefährlich” das sein kann. das man so schluddrig mit seinen daten umgeht.

  • 3 anonymous // Mai 8, 2008 am 20:06

    Vielleicht hilft dir dies: http://www.daten-speicherung.de/index.php/faelle-von-datenmissbrauch-und-irrtuemern/

    Und erinnere sie an die abgelehnten Bewerbungen wegen unschmeichelhafter Privatfotos im Netz…

  • 4 Petrina // Mai 9, 2008 am 03:17

    Zwei Argumente, die schnell einleuchten, sind vielleicht:

    1. Viele Arbeitgeber “googeln” Bewerber. Und das Internet vergisst so schnell nichts. Wer vor ein paar Jahren mal ein paar Spaßfotos von sich auf irgendeine Site gestellt hat, weil er es damals lustig fand, wie betrunken da alle waren, findet es vielleicht nicht so gut, wenn er beim Bewerbungsgespräch (falls er überhaupt noch eingeladen wird) zu seinem Alkoholkonsum befragt wird. Ähnliches gilt natürlich für Postings in Foren (z.B. politische Themen).

    2. Dieses scheinbare Argument “Sollen sie mich doch überwachen, ich mache ja nichts Böses” ist zu kurz gedacht. Was heute noch legal ist, kann es morgen schon nicht mehr sein - man denke nur an das Rauchen in Kneipen. Oder an rauchende Schwangere - in den 50ern hat das noch niemanden interessiert, aber heute müsste sich jede Frau, die so etwas täte, auf sehr unangenehme Flames (besonders im real life ;-)) gefasst machen. Wäre das wohl auch nur ein bisschen anders, wenn ein Foto von ihr mit dickem Bauch und Fluppe im Mund irgendwo im Netz stehen würde, das vor langer, langer Zeit aufgenommen wurde, als das Ganze für alle noch total in Ordnung war?

    Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter. Wichtiges Thema, ich find’s gut, dass du das in deinen Seminaren ansprichst.

  • 5 Swen // Mai 10, 2008 am 21:56

    aus einem schon etwas Artikel der Zeit:

    “Studien haben ergeben, dass es eine enge Beziehung zwischen den Webseiten, die Menschen besuchen, und ihrem Persönlichkeitsprofil gebe. [...]In Zukunft werde es möglich sein, aus dem Surfverhalten Rückschlüsse auf den Beruf, das Ausbildungsniveau und die Region zu ziehen, in welcher der Anwender lebt [...] Wer beispielsweise in den neunziger Jahren häufig Rindfleisch im Sonderangebot gekauft habe, könne heute von einer günstigen Krankenversicherung abgelehnt werden, die das Risiko einer Creutzfeld-Jacob-Erkrankung des Antragstellers nicht eingehen wolle, erläutert Tangens an einem fiktiven Beispiel das mögliche Gefährdungspotenzial, das von einem übertriebenen Datensammeleifer ausgehe.”

    http://tinyurl.com/4wytw6

    oder auch:

    “Einer Deutschen wurde die Einreise in die USA verwehrt, wo sie ihren Verlobten besuchen wollte - zur Entscheidung des Grenzschutzes trugen Amazon-Daten bei”

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16039/1.html

Schreib einen Kommentar!



Jump to the top!