Ich liebe den Heise Verlag für seinen schonungslosen Service am User. Während sich in Deutschland viele Verlage mit der Industrie zusammentun und "gemeinsame Sache" machen, verschreiben sich immer weniger Zeitungen, Zeitschriften und Magazine richtigem Journalismus. Viel zu oft werden die Leser an die Industrie verkauft und übers Ohr gehauen. Respektlos wird der Leser zum unmündigen Kunden. Krassestes Beispiel sind Mode-Zeitschriften für Frauen und Männer. Trends werden im Sinne der Industrie gemacht, nirgends tauchen informative und aufklärende Berichte auf und fast jeder Artikel ist eine Anzeige. Aber auch viele Tageszeitungen kaufen immer öfter ihr (News-)Material aus einem Pool an dem sich schon andere bedient haben und erlauben so eine Mono-Berichterstattung. Und welche Zeitschrift macht sich schon regelmäßig für seine Leser stark?
Z.B. die CT, die im letzten Jahr das c't-CD-Register anlegte, um Musikliebhabern einen Überblick zu geben, welcher Künstler/Label wo und was für einen Kopierschutz für seine Musik-CD benutzt. Nun gehen die Hannoveraner einen Schritt weiter und bieten eine legale Alternative CDs zu kopieren. Das funktioniert ganz einfach mit dem kostenlosen Werkzeug von RapidSolution Software.
Das funktioniert genial wie simpel. Da man den Kopierschutz nicht umgehen darf, überspielt man die CD einfach auf analogem Wege via Line-In in seinen Computer. Weiterhin braucht man den EAN-Code, der auf der Original-CD steht. Dieser identifiziert die CD, und mit Hilfe der Schnittdaten, die aus einer Datenbank bezogen werden, wird dann die aufgenommene große WAV-Datei in seine einzelnen Musikstücke auseinandergeschnitten. Voilà!
All diese Funktionen übernimmt das Programm unCDcopy. Es identifiziert die CD via EAN-Code, lässt sich mittels Sound-Einstellungen tunen, nimmt auf, holt sich, wenn vorhanden, die Schnittdaten aus der Internet-Datenbank, bearbeitet diese und exportiert die Musik. Superb! (mo.)
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meint: Rene Schmidt am 07.04.04Blöd ist es aber, wenn jemand wie ich keinen CD-Player im herkömmlichen Sinn mehr hat. Ich habe hier nur einen sog. HTPC, der ein normales PC-DVD-Laufwerk hat. Auf diesen dürften längst nicht alle kopiergeschützten "CDs" laufen. Somit nützt mir das alles nichts. Ich kaufe nur CDs ohne Kopierschutz oder im Ausland. Punkt.
meint: Rene Schmidt am 07.04.04dieseM, menschenskinder...
meint: Hubertus am 09.04.04Heise ist großartig für den Computerfreak wie Ihr für den Musikfreak - und ich bin beides. Heise phows!
Nur eine UnCD hat meine nicht so schmale Musiksammlung bisher bereichert (eine französische CD, da habe ich den Kopierschutz einfach übersehen).
Ansonsten kaufe ich ausschließlich bei kleinen Verlagen, eine CD sogar direkt aus Japan - nach Eurer Kritik: CD genial, auch hat der Zoll nicht gemault.
Mit ca. 100 Tonträgern im Jahr bin ich sicherlich kein Kleinkunde, aber die Großen Fünf sehen nix mehr von mir (einzige Ausnahmen könnten heuer sein: neue Sonic Youth und neue PJ Harvey). Aber mein Geld geht ansonsten nur mehr zu den kleinen Unabhängigen.
meint: rage am 10.04.04im prinzip echt geil, wicked respect an die ct. schade, dass bei einer analog-kopie die qualitaet unter minderwertigen wandlern leidet.
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