Scripte: Automatische Podcast-Generatoren mit PHP

Rubrik » Web Design Technik

kresse-tastatur-pixelquelle.jpgAls Netlabel hat man schon einiges zu tun, wenn man seinen Job gut machen will. Neben Pressetexten, Grafiken, Biographien, Mastering und ID-Tagging muss man als Betreiber auch für den Online-Vertrieb einige Zeit aufwenden. Da freut man sich doch wenn Computer aushelfen. Phlow stellt zwei superbe PHP-Scripte vor, die Euch die Arbeit für den richtigen Podcasting-Feed abnehmen. Installationszeit? Maximal 5 Minuten.

Text: mo.

Wie Syd Mead zu mir vor zwei Jahren in einem Interview konstatierte: "Das beste was Computer können, ist kopieren!". Zwar kopieren die folgenden beiden Podcasting-Scripte nichts, dafür arbeiten sie jedoch Befehle ab und kopieren Inhalte zu einem feinen Podcast-Feed zusammen. Wer nicht weiß, was Podcasting ist, sollte unseren Podcast-Einführungsartikel lesen.

Damit die Scripte anfangen für Euch zu schuften, müsst Ihr sie lediglich in einem Editor öffnen und für Eure Zwecke konfigurieren. Anschließend müsst Ihr sie in ein Verzeichnis hochladen und auf Euren Netlabel-Webseiten verlinken. Wird das Script von einem Besucher oder Podcatcher aufgerufen, generiert es automatisch einen voll funktionsfähigen RSS 2.0 beziehungsweise iTunes-Feed. Und das funktioniert so:

  1. Zuerst liest das Script das angegebene Verzeichnis aus.
  2. Anschließend extrahiert es alle dort befindlichen MP3s.
  3. Und bastelt Euch selbstständig einen Podcast-Feed und fügt die Links zum MP3 ein.

Das bedeutet für Euch, dass Ihr einfach Eure Sounds plus das Script in einen Ordner hochladet und fertig ist der Lack. Dadurch könnt Ihr entweder für jedes Release einen eigenen Podcast erzeugen oder Ihr werft alle MP3s in einen Ordner und das Script erstellt das Musik-Abo. Kommen neue Releases dazu, werden diese vom Podcatcher angezeigt und heruntergeladen. Netlabels, die ihre Sounds auf einem anderen FTP-Server, zum Beispiel auf scene.org liegen haben, können mit dem Script RemoteDirCaster sogar einen Podcast über die Ferne realisieren. Das Script braucht natürlich wesentlich länger, als wenn es direkt die auf Eurem Server liegenden Dateien extrahiert. Schließlich geht dann die Anfrage einmal quer durchs Netz, aber es funktioniert. Außerdem könntet Ihr den Podcast auch nur einmal selbst generieren und dann den Quellcode einfach als XML-Datei auf Euren Server legen. Dadurch umgeht Ihr das jeweilige separate Erzeugen von Podcasts.

Das DirCaster-Podcasting-Script

Das DirCaster-Script generiert Euch einen korrekten RSS2.0-Feed. Öffnet die Datei in einem Editor und editiert lediglich die folgenden Variablen:

$maxFeed = 25;
$titleTAG="Phlow - Free Music for Careful People";
$linkTAG="http://www.phlow.net";
$descriptionTAG="This is the fabulous Phlow-Podcast";
$languageTAG="en-us";
$copyrightTAG="See the MP3s of the several artists";
$webMasterTAG="spam-me@please.com";

Die Variablen sind fast selbsterklärend:

$maxFeed - Maximale Anzahl der zu verlinkenden MP3s
$titleTAG - Titel des Podcasts
$linkTAG - Link zur Website des Podcasts
$descriptionTAG - Beschreibung des Podcasts
$languageTAG - Sprache des Podcasts (de = deutsch)
$copyrightTAG - Copyright-Notiz
$webMasterTAG - Email-Adresse zum Podcast (Vorsicht Spammer!)

Habt Ihr alle Variablen in Eurem Sinne ausgefüllt, speichert ihr das Script ab, ladet anschließend die MP3s in das selbe Verzeichnis hoch und ruft das Script auf. Fertig. Ein Tipp noch: Benennt noch das Script um in netlabel-podcast.php oder so ähnlich. Das macht den Podcast besser kenntlich und fügt der Datei ein paar Keywords für Suchmaschinen bei. Beim Umbenennen müsst Ihr darauf achten, dass die Endung weiterhin auf PHP lautet, damit das Script funktioniert.

Zum guten Schluß solltet Ihr Euren neuen Podcast noch einmal mit dem Feed Validator unter www.feedvalidator.org überprüfen. Sicher ist sicher :)

Script-Download: www.shadydentist.com/wordpress/software/dircaster

Das RemoteDirCaster-Podcasting-Script

Das RemoteDirCaster-Script ist ein wenig komplizierter beziehungsweise es sieht komplizierter aus. Denn es unterstützt das iTunes-Format von Apple. Der Vorteil von RemoteDirCaster ist der, dass das Script nicht im gleichen Ordner wie die MP3s liegen muss. Es können somit auch die Inhaltsverzeichnisse von anderen Servern ausgelesen werden. Ihr braucht nur alle Zugangsdaten.

Als Beispiel generieren wir einen Podcast für das Miasmah-Netlabel, dass seine MP3s auf scene.org liegen hat. Öffnen wir also das Script:

define("FTPSERVER", "ftp.scene.org");
define("FTPUSERNAME", "anonymous");
define("FTPPASSWORD", "xxx");

Diese ersten drei Variablen sind maßgeblich für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. Da man für die FTP-Server von scene.org keine Registrierung braucht, geben wir anonymous an. Das Passwort spielt keine Rolle. Wollt Ihr MP3s auf Eurem Server nutzen, dann gebt die richtigen Zugangsdaten an für Server, User und Passwort.
Die nächsten Variablen überspringen wir hier einfach, weil in englisch hinter jeder Variable steht, wofür sie gebraucht wird. Richtig wichtig sind wiederum die folgenden Variablen:

$linkurl = "http://de.scene.org/pub/music/groups/miasmah/mp3/";
$dirname = "/pub/music/groups/miasmah/";

Denn diese geben den Link zum MP3 an. Dabei nutzen wir für unseren Podcast einen Trick. Denn Podcatcher mögen keine verlinkten MP3s, die direkt über FTP-Server gezogen werden sollen. Die Podcatcher kommen damit zur Zeit in den seltensten Fällen klar. Keine Ahnung warum, aber es ist so. Da jedoch scene.org mehrere Server betreibt, auf denen das ganze Archiv in der gleichen Struktur gespiegelt wird, nutzen wir den deutschen Zugang, der http:// erlaubt.

Noch ein anderes Beispiel:

$linkurl = "http://www.netlabel.de/mp3/";
$dirname = "/mp3/";

In dem obigen Beispiel liegen die MP3s unter www.netlabel.de/mp3 und das Verzeichnis lautet mp3. Achtet dabei darauf, dass beim Pfad der ersten Variable ein abschließendes / angegeben wird. Sonst werden kaputte Links generiert. Bei der zweiten Variable müssen sowohl vor als auch noch dem Verzeichnis ein / eingefügt werden. Wenn Ihr fertig seit, ladet Ihr das Script einfach hoch, ruft es auf und testet es unter www.feedvalidator.org.

Script-Download: www.ipod-fun.de/content/view/810/1/

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Kommentare

Mr. Mead hat ja sowas von recht. Und klar kopieren die Scripte, nämlich irgendwelche Bits von A nach B. =)

meint: Philip am 03.10.05

coole sache das, werd ich wohl in die nächste version integrieren, schließlich muss man ja mit der zeit gehen.

meint: martin donath am 13.10.05

ist echt ein schönes Skript. Ich hab jetzt schon ne ganze Weile damit rumgebastelt, komme aber trotzdem über ein Problem nicht hinweg. Das Skript gibt mit par tout keine s aus. Da ich nirgendwo ein Supportforum o.ä. gefunden habe, poste ich mal hier in der Hoffnung, dass jemand ne Lösung parat hat.
Danke.

meint: Carsten am 27.01.07

Danke für das Script! Nun habe ich wie Carsten das Problem, dass mir keine Episoden ausgegeben werden. Mein FTP Programm akzeptiert nämlich keine * - Zeichen !?

Was soll ich nun machen?
Kann ich dieses Sternchen durch etwas anderes ersetzen?

Danke!

meint: Silvan am 25.02.07

am besten mal die programmierer des scriptes fragen.

meint: mo. am 27.02.07

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