Da Spam: Heute schon gefüttert?

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spam_gourmet.jpgVorkoster sind etwas feines. Eigentlich können sich einen solchen nur Könige, Scheichs und vielleicht Britney Spears leisten. Emails goutiert der Online Service namens Spamgourmet jedoch freiwillig. Auf geistiges Gut zwischen Penisverlängerung, Viagra-Tollwut und Nigeria-Connection-Witzen hat er einen unsäglichen Appetit. Dem User serviert er elektronische Post nur à la carte und hält den Posteingang sauber.

Heute morgen wurde unser "Office" mal wieder voll von dem neuesten chique unter den Würmern erwischt und legte das Ein-Mann-Phlow-Management brach. Da hätten wir uns gewünscht, der Spam Gourmet hätte diesen leidigen asozialen Email-Psycho-Virus names MyDoom/Novarg verspeist. Aber hey, wovon reden wir da eigentlich?

Fangen wir einmal von vorne an. Vor fünf oder so Jahren galt der Besitz einer Email-Adresse noch als avantgardistisch. Heute besitzt man als regelmäßiger Surfer einen ganzen liebgewonnen Haufen von Accounts. Mit denen umgeben wir uns und schützen uns, wie mit einem Pariser vor der virenartigen Spammerwut. Die Idee dahinter könnte man auch Zwiebel-Modell nennen. Während die äußere Schale von jedem zu sehen ist, wird es nach innen immer abgeschotteter und privater.

Ich bin eine Zwiebel

So besitzt man für die Registrierung einer neuen Freeware-Software oder dem Test eines Online Services meist eine erste Email, die oft zügig in irgendwelchen Verteilern landet. Danach kommen dann oft Bizniz-Emails, mit denen man seine wichtigen Newsletter abonniert, seine Kunden bemustert und seinen Arbeitgeber bedient. Die private, ganz doll heimliche Email, bekommen nur erlesene Freunde des inneren Kreises. Und wehe einer dieser Kumpels entpuppt sich als Noob und "verrät" die Adresse, indem er uns fleißig in seinen Rundbriefen mit einem ganzen Bündel andere Rundmail-Bemusterten in die Adresszeile wirft. Dann hagelt es Schimpf und giftigen Speichel und vielleicht auch mal einen Trojaner aus der Selfmade-Bastelbox.

Jetzt wird es köstlich

Der Spam Gourmet funktioniert dabei ganz anders. Das feine und erlesene Projekt, von dem wir hoffen, das es edelmütig handelt und nicht boshaft Emails sammelt, erlaubt uns kostenlose Wegwerf-Emails. Wird mal wieder eine Email für irgend etwas gebraucht, generiert man eine Weiterleitung via Spam Gourmet auf seine tatsächliche Email und gibt gleichzeitig an, wie oft der Feinschmecker uns Emails weiterleiten soll. Kurz darauf wird eine Weg-Werf-Email firsch serviert, die wir dann benutzen können, wofür auch immer.

Ist das angegebene Limit der weitergeleitenen Post überschritten, werden wir in Ruhe gelassen und der Gourmet verschlingt alle weitere elektronische Post in seinem Emailgrab. Yummy!

Derzeit wurden bereits 29,5 Millionen unerwünschter Schreiben goutiert und täglich werden es mehr, doch wir User werden verschont. Bleibt nur zu hoffen, dass der Edelmut des Projektes anhält und der Service sich nicht verschluckt. Bon appetit! (mo)

Website: www.spamgourmet.com

Nachtrag: Mailinator

Unter Mailinator gibt es einen weiteren Service, der einem hilft Spam-Emails durch Rausgabe der eigenen Email zu verhindern. Das Prinzip ist unschlagbar einfach und man braucht keinerlei Registrierung. Einfach auf der nächsten Party oder Website eine Email-Adresse ausdenken, die mit @mailinator.com endet und auf der Website vorbeischauen.

Denn die Emails werden selbst angelegt für maximalen Empfang von 10 Emails. Ausprobieren? Da: www.mailinator.net.

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Kommentare

Das sind bestimmt selber email-reseller ;-)

meint: Löter am 28.01.04

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