Blogtalk 2006: We go social?!?

Rubrik » Web Design Technik

blogtalk-artikel.jpg[Update Nr.3] Auf der Blogtalk dreht sich dieses Jahr alles um Social Software und vor allem den Nutzer von Programmen und Services. Dabei behandeln die Sprecher als auch die Konferenzteilnehmer Fragen wie: Was ist Social Software? Welche Möglichkeiten bietet Social Software? Wie können die Systeme benutzerfreundlicher gestaltet werden? Und wie sieht die Zukunft von Social Software aus? Ein kontinuierlich geschriebener Erlebnis-Bericht der Blogtalk in Wien.

Text: mo.

Info: Sämtliche Vorträge werden nach und nach auch auf Google-Video veröffentlicht. Auf der Blogtalk-Programmseite, sind die einzelnen Vorträge mit ihrem Titel direkt verlinkt. Empfehlenswert sind die folgenden Präsentationen:

Folksonomies, Ontologies and Corporate Blogging

In seinem Vortrag "Folksonomies, Ontologies and Corporate Blogging" versucht Alexandre Passant darzustellen, wie das Konzept der Folksonomy (Tagging von Inhalten) semantischer und mit Hilfe von Software weiter verfeinert werden kann. Ergebnisse wären Artikel, die miteinander besser vernetzt werden. Hilfreich kann da eine Datenbank sein, die Schlüsselwörter vorgibt, die zu den bereits eingegebenen Tags passen. Dieser ontologische Versuch wirft natürlich die Frage auf: Wer steuert die Vorschläge? Wie entstehen die ontologischen Vorschläge?

Keynote: WordPress and Jazz

Matt Mullenweg ist der Gründer und Hauptentwickler von WordPress. Sein größter Einfluss war Jazz, so beginnt Matt seine Keynote. Als echter Jazz-Liebhaber zitiert er einige smarte Zitate von Jazz-Musikern, um seine Ideen und Anschübe zu unterstreichen. Wenn es nach ihm geht, dann ist WordPress so gut, weil er sich immer wieder andere Blog-Systeme angeschaut hat. Die Art in der er seinen Vortrag präsentiert, wirkt unglaublich sympathisch. Das erreicht Matt einerseits durch seine nette und jugendliche Art und auf der anderen Seite mit sympathischen Jazz-Kommentaren, die er mit Bildern seiner Lieblingsmusiker in schwarz-weiss unterlegt. "WordPress is one person, one keyboard.", konstatiert Matt und weisst daraufhin, dass WordPress versucht so pur wie möglich zu bleiben. Alle anderen Features für die verschiedensten Services und Zwecke, sollen über Plugins eingepflegt werden. "Denn es ist schwierig, ein Feature wieder wegzunehmen, sobald man es eingebaut hat.", begründet er die Weiterentwicklung von WordPress.

"Most of what we do is a tool and get out of the way!", beschreibt er die Wünsche der Benutzer. Laut Matt brauchen Nutzer in allererster Linie eine Software, die ihren Absichten so wenig wie möglich im Weg steht. Neben WordPress hat Matt Mullenweg noch eine weitere Firma in petto: Automatic. Darüber verliert er in seiner Ansprache leider kein Wort - auch nicht über den Anti-Spam-Service Akismet oder die Zukunft von WordPress. Sehr schade. Insgesamt macht Matt einen sympathischen und ein wenig altklugen Eindruck. Dabei amüsiert er sich bei seinem eigenen Vortrag, wirkt glücklich, zurückgelehnt und macht einen wirklich wachen Eindruck. Leider erzählt er den Anwesenden nicht wirklich Neues, auch wenn es eloquent und sympathisch vorgetragen wird.

Why Wiki? A Glimpse into our Post-Document Future

Jeremy Ruston ist der Programmierer, der hinter dem Javascript-Wiki-Weblog TiddlyWiki steckt. Selbst überrascht von seinem Erfolg präsentiert er sein persönliches Wiki. Dabei zeigt er auf, dass zahlreiche Nachrichten-Websites wie BBC, CNN und ähnliche in ihren Texte wenig bis gar keine Links setzen. Für ihn ist es ein Rätsel, dass diese Beiträge nicht mit weiterführenden Links (Informationen) versehen werden. Im Gegensatz dazu zeigt er einen Artikel mit einer hohen Link-Dichte der Wikipedia Enzyklopädie. Als wichtiges Kernstück im Kampf mit Verlinkung und Formatierung von Hypertexten, die via Wikis oder Weblog-Systeme aufgebaut werden, ist nach seiner Meinung ein funktionierender WYSIWYG-Editor. Die meisten bezeichnet er als billig und nicht wirklich hilfreich. Aus seiner Sicht, ist TiddlyWiki besonders, weil es die Informationen nicht in einer Datenbank auf einem Server speichert. Für das Nutzen von TiddlyWiki reicht diese eine Webseite, die die Informationen via Javascript im Dokument selbst speichert. Dadurch passt das kleine Wunder-CMS auf jeden USB-Stick und ist unabhängig. Außerdem hat es neben internen Links auch eine wunderbar einfach funktionierende Suche, die wirklich den ganzen Inhalt des Wikis durchwühlt. Sollte das CMS kaputt gehen, kann man die Informationen immer noch retten, da man das Wiki in einem einfachen Texteditor öffnen kann, um die Informationen aus dem Quellcode zu fischen.

TiddlyWiki-Links

Links

Blogtalk-Programm: blogtalk.net/Main/Program Website: www.blogtalk.net

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Kommentare

Krass - was für ein Javascript Textwüste!! Von der Geschwindigkeit her aber unschlagbar, nette grafische Rafinessen - leider einen Nachteil - Abspeichern, aber das liegt in der Natur der Sache (JS hat natürlich keine Schreibrechte) ...

Aber was für eine Arbyte bitte? Mal ganz ehrlich: Ich HASSE JS :)

meint: Electro House DJ am 28.01.07

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