Beruf Linkfarmer: Offsite-Optimierung

Rubrik » Web Design Technik

Google-OffsiteWer in Googles Königreich viele Ländereien besitzt sowie bei Kleinadel und Bürgertum gleichermaßen beliebt ist, wird mit hohem Pagerank belohnt. Wer Früchte ernten will, muß anpflanzen oder neue Felder anlegen. Doch auch Raubritter sind unterwegs, die sich über des Monarchen Wünsche hinwegsetzen oder sich gar fremder Ländereien bemächtigen. Aber Google ist wachsam, wer sein Pagerank nicht ehrlich verdient, kann tief fallen.
Wir sind Offsite, beim dritten Teil der Serie zur Suchmaschinen-Optimierung.
Text: Tadeusz Szewczyk

Teil 3: Suchmaschinen-Optimierung: Offsite

Teil 2: Suchmaschinen-Optimierung: Onsite

Teil 1: Suchmaschinen-Optimierung

Google - Ready for Take Off

Suchmaschinenoptimierer können sich seit Google nicht mehr allein auf die Optimierung von Webseiten beschränken. Was sollen sie denn sonst optimieren?, könnte die Frage lauten. Wir haben ja bereits gesehen, daß Suchmaschinenoptimierer nicht die Suchmaschinen selber optimieren. Was bleibt denn da noch?

Offsite-Optimierung - Links, 1, 2, 3

Es gäbe keinen Hypertext ohne Verknüpfungen. Das Internet lebt von Links. Links, Verweise von einer Ressource zu einer Anderen, machen das Internet also erst zu dem was es ist. Das wußten auch die Entwickler von Google. Anders als die herkömmlichen Suchmaschinen, die bis dahin vorherrschten, überlegten sich die Jungs von Google einen Mechanismus, der es erlaubt objektiv festzustellen, ob eine Ressource tatsächlich wertvoll ist. Die Grundidee, nicht die Inhalte einer Website (allein) geben Auskunft über ihren Wert, sondern die Zahl der Links die dahin führen. Sie ist einfach wie nachvollziehbar: Etwas wertvolles spricht sich herum, wird verlinkt.

Google Pagerank, Adelstitel für die Beliebtesten

Dieser Grundgedanke wurde natürlich der Komplexität des Internet angepaßt und wird es weiterhin. Er manifestiert sich im sogenannten Google Pagerank. Ich werde nicht näher auf die Pagerank-Formel eingehen. Der Mechanismus funktioniert grundsätzlich so: Es wird geschaut wieviele Links auf eine Seite zeigen und wie wertvoll diese sind. Anhand dieser Parameter wird der Wert (im Sinne des Google Pagerank) einer Webseite ermittelt. Dabei können aber etwa 10.000 schwache Links, also solche mit niedrigen Pagerank, gleichbedeutend sein mit 2 Links die einen hohen Pagerank besitzen.

Pagerank - An zwei Händen abzählen

Der Pagerank wird anhand einer Skala von 1 bis 10 Punkten gemessen und ausgewiesen. Pagerank (kurz PR) 10 ist die höchste erreichbare Punktzahl. Bei 0 hat eine Website gar keinen Pagerank. PR 10 erlangen nur eine handvoll Websites weltweit, Google selbst, Apple oder Adobe z.B. (Hersteller von Photoshop, etc.). Nur um die Dimensionen zu zeigen: Für einen PR 10 oder 9 braucht eine Website Zehn- oder gar Hunderttausende Links. Diese werden auch Backlinks genannt. Backlinks sind also Links auf die eigene Seite von andere Quellen im Gegensatz zu Links von "unserer" Website nach außen. Eine private Seite dürfte daher im Normalfall nicht über PR 7 hinauskommen. Eines der populärsten deutschen Weblogs, der Schockwellenreiter, hatte zeitweise PR 7. Ein Pagerank von 4 bis 6 ist bei gut geführten und verlinkten Weblogs zu erwarten. PR 6 ist aber auch bei kommerziellen Angeboten gut bis sehr gut und keineswegs selbstverständlich.

Pagerank, na und?

Was sagt der Pagerank eigentlich aus? Der Pagerank misst den Wert einer Website und tut es zur gleichen Zeit auch wieder nicht. Das liegt eben an der indirekten Methode ihn zu messen. So können durchaus beinahe leere Seiten einen recht hohen PR erreichen. Es genügt einer oder wenige PR-starke Backlinks. Bestes Beispiel war eine zeitlang meine eigene Seite. Dort befanden sich nur wenige Zeilen Text und ein Paar Links. Da ich aber verlinkt wurde als Autor von Phlow-Artikeln, schlug sich das nieder in meinem Pagerank (Anmerkung der Redaktion: Ihr ahnt gar nicht, wieviel Tadeusz dafür abdrücken musste ;).

Andererseits ist in den meisten Fällen immer noch auf PR Verlaß, wertvolle Websites bekommen in den meisten Fällen entsprechende PR-Werte.

google_pagerank_phlow.gifWer also PR 6 hat kann das durchaus auch als Qualitätsurteil oder Votum der Beliebtheit sehen. Idealerweise gehört beides auch automatisch zusammen.

Promis werden vorgelassen

Nun würde ich aber nicht so lange beim Pagerank verharren, wenn er nicht doch sehr wichtig wäre. Suchmaschinen-Spezialisten sind zwar durchweg der Meinung dieser hätte an Bedeutung verloren, doch sie ist noch immer vorhanden. Die Bedeutung von PR für die Auffindbarkeit läßt sich in einem Satz zusammenfassen: Diejenige Webseite mit mehr PR steht in den Suchergebnissen vor der mit weniger PR, wenn beide inhaltlich gleichwertig sind.
Dieser Idealfall tritt zwar selten ein, aber es läßt sich eindeutig beobachten, daß eine PR-starke Informationsquelle meist über einer PR-schwachen steht bei gleichwertigem, oftmals sogar unterliegendem Informationsgehalt.

Der glückliche Erbe.

Pagerank wird quasi vererbt. Eine Seite die PR 5 hat kann im Bestfall PR 4 vererben. Die genauen Rechnungen werde ich hier auslassen, aber die Merkregel lautet, je weniger ausgehende Links eine Seite beinhaltet desto eher oder mehr vererbt sie. Bei einer PR 5-Seite mit 10 ausgehenden Links ist die Wahrscheinlichkeit also geringer PR 4 vererbt zu bekommen als bei einer mit lediglich zwei Verweisen. Verlinkt also eine hochwertige Seite auf mich, muss ich wohl fast genauso hochwertig sein. Auch das ist ein Kerngedanke hinter der Art wie Google Seiten bewertet.

Pagerank? Seh ich nicht!

Mit Pagerank verhält es sich einbisschen wie mit Radioaktivität. Man sieht ihn nicht, man riecht ihn nicht, aber er ist da und beeinflußt alles. Es gibt verschiedene Geiger-Zähler die PR sichtbar machen, zuallererst ist da die Google-Toolbar aus dem Hause Google selbst zu nennen. Sie zeigt als Komfort-Funktion den PR an. Nur ist die Google-Toolbar aus Datenschutz-technischen Gründen mit Vorsicht zu genießen. Wer ganz ohne Spyware unterwegs sein will, der wählt eher eine der Erweiterungen für Firefox und/oder Mozilla die ebenfalls den PR anzuzeigen vermögen ohne Kontakt zum Mutterschiff aufzunehmen.

google_toolbar.gif Ich empfehle da ohne Zögern die PRGoogleBar. Sie ist ein unverzichtbares Tool zur Suchmaschinenoptimierung. Außer der Anzeige des PR gibt es auf Knopfdruck mehrere weitere nicht nur für SEOs äußerst hilfreiche Funktionen, etwa eine Anzeige der Backlinks, eine Suche nur auf der aufgerufenen Seite oder der Aufruf des letzten Google Cache-Schnappschusses, denn Google kopiert tatsächlich viele, nämlich die wichtigen, Seiten.

Stille Post: Pagerank, Pageranking, Ranking

Zwei Begriffe die bei der Suchmaschinenoptimierung oft vorkommen und ähnlich klingen, werden fälschlicherweise miteinander verwechselt oder vermengt. Der oben ausgeführte Google Pagerank, also die Werteskala von 0 bis 10 ist nicht das Ranking.

Mit Ranking ist einfach nur die Position in den Suchergebnissen gemeint, wie in Top 10-Ranking. Mit Top 10 sind hier die ersten Zehn Ergebnisse bei Google (oder einer anderen Suchmaschine) gemeint. Pagerank und Ranking bedingen und beeinflussen sich zwar gegenseitig, sind aber zwei unterschiedliche Begriffe. Dennoch werden sie oftmals miteinander zu Kombinationen wie Pageranking oder dergleichen verschmolzen. Das ist lediglich verwirrend und rührt von der Unkenntnis von Laien her.

Offsite-Optimierung ist Verlinkung

So besteht also die Hauptaufgabe bei der Offsite-Optimierung, die zu optimierende Website bestmöglich zu verlinken.
Dabei gelten zuallererst also die oben erwähnten Regeln:

  • Links von möglichst PR-starken Seiten gewinnen.
  • Links von möglichst PR-starken Seiten gewinnen, die nicht zuviele ausgehende Links haben.
Doch das wäre noch viel zu einfach, auch viel zu einfach, um umgangen oder mißbraucht zu werden. Daher gibt es einige weitere Merkregeln die beim Verlinken beachtet werden müssen:
  1. Links im Fließext, im ganzen Satz sind freistehenden Links und Linklisten zu bevorzugen.
  2. Links auf sachverwandten oder Themen-relevanten Seiten sind solchen ohne gemeinsamen Kontext vorzuziehen.
  3. "Schlechte Nachbarschaft" ist zu vermeiden, also Seiten die mit unlauteren oder nicht nachvollziehbaren Mitteln ihren PR errungen haben.
  4. Links auf Seiten mit regelmäßig aktuellen Inhalten führen zum schnellen "spidern".

Google bombing, friedfertiges bombardieren

Viele Netizens werden einen Teil der Offsite-Optimierung schon unter einem anderen Namen kennen, als Google bombing, zu deutsch manchmal auch Google-Bombe genannt.
Beim Google bombing, wie bei der Offsite-Optimierung kommt es darauf an, daß der gewünschte Begriff, bei uns derjenige, den wir bei der Keyword-Recherche ausgesucht haben, der tatsächliche Linktext ist.
Wollen wir also wie in Teil 2 für CoreMedia optimieren, muß dementsprechend der Begriff CoreMedia verlinkt werden. Beim Google bombing funktioniert es besonders gut weil dabei im Bestfall unzählige Beteiligte mitmachen. Bei wenig populären oder umkämpften Suchbegriffen reichen aber ein, zwei oder ein paar Links manchmal auch schon aus.

Viele Wege zur Linkpopularität

Als Linkpopularität wird die Zahl der Backlinks bzw. die durch die Suchmaschinenoptimierung-Offsite enstandenen Verlinkungen bezeichnet. Eine vorrangige Aufgabe der Suchmaschinenoptimierung ist also diese Linkpopularität zu verbessern. Grob gegliedert funktioniert das auf vier verschiedene Arten:

  1. Freiwillige Links
  2. Linkpartnerschaften, Linktausch
  3. Gekaufte Links
  4. Selbst gesetzte Links

Schenken und beschenkt werden

Freiwillige Links sind die besten und die am besten langfristig Linkpopularität sichernden. Es ist aber am Schwierigsten diese zu bekommen. Eine Website muß besonderes einzigartige, aktuelle oder fundierte Inhalte bieten um freiwillig von anderern Webmastern verlinkt zu werden. Konzentriert man sich auf das eigene Spezialgebiet und bietet kontinuierlich hochqualitative Informationen ist das durchaus praktikabel. Eine langfristige auf Qualität der Inhalte bedachte Strategie sollte auf jeden Fall ausgearbeitet werden. Im Teil 2, der Suchmaschinenoptimierung-Onsite bin ich bereits ausführlicher auf einige Methoden dies zu verwirklichen eingegangen.
Ein recht einfacher Weg um freiwillige Links zu bekommen ist es gratis etwas anzubieten, das über Inhalte hinausgeht. So sind etwa viele Counter-Dienste aus diesem Grund entstanden und finanzieren sich über die obligatorische Zurück-Verlinkung quer. Ein Weblog ist natürlich niemals verkehrt, braucht aber stetigen Einsatz.

Eine Hand wäscht die Andere

Linkpartnerschaften, Linktausch sind zwar immer noch freiwillig aber geschehen meist auf Initiative des Website-Betreibers. Dazu ist ein ganz einfacher Weg zu empfehlen, nämlich die Suche nach Webseiten die einen ähnlichen Themen-Bereich behandeln ohne direkte Konkurrenten zu sein. Die Themen-Affinität sollte gegeben sein, da Google das Ergebnis aufwertet, falls der Link sich in einem Zusammenhang befindet, der zur eigenen Website paßt.
Also verlinkte Suchmaschinenoptimierung neben Klingeltönen und Ferienwohnungen ist weniger nützlich als solche im Bereich Webdevelopment, Webhosting etc.
Bei der Suche nach geeigneten Linkpartnern gibt es Online-Tools die einen dabei unterstützen, z.B. von Ranking-Check.

Hat man bereits einen Pagerank, so dürfte es möglich sein, die Webmaster der verwandten Websites zu kontaktieren und zu einem Linktausch zu bewegen. Ist die Seite ganz neu, hat also PR 0 sollte man sich nach Verlinkungsmöglichkeiten im eigenen Umfeld umschauen. Die Frage lautet dabei einfach: "Haben meine Kunden, Geschäftspartner, Freunde, Verwandten eine Website?". Wenn ja, dann lassen sich sich dort möglichst auf einer Seite mit PR verlinken. Dabei ist zu bedenken, die Hauptseite einer Website hat im Normalfall den höchsten PR. Je zentraler der Link desto besser. Dieser Weg ist übrigens für alle zu empfehlen, auch die mit PR. Zumindest Kunden sollten immer auf die eigene Seite zurückverlinken.

Käufliche Liebe

Gekaufte Links sind die schnellste aber gleichzeitig unsicherste Methode Linkpopularität oder Pagerank zu erreichen. Hier tummeln sich professionelle Linkfarmer die scheinbar davon leben Links mit hohem Pagerank zu vermieten oder zu verkaufen.
Suchmaschinen-optimierte Werbung wie etwa bei dem beliebten Online-Magazin Telepolis ist eine Möglichkeit, sie hat aber auch außer den Kosten natürlich weitere Nachteile. Die Links stehen etwa frei im Raum statt im Fließtext vorzukommen, ein Minuspunkt für Google. Nur wenn die Links prominent (möglichst weit oben) oder an bestimmten Stellen stehen (wo, da sind sich die SEO-Kreise uneinig), erreichen sie ihr Ziel. Hat ein Artikel viele Links wie bei Telepolis der Fall, werden die Werbe-Links dementsprechend proportional abgewertet.

Wer sich für einen Link von einem Linkfarmer entscheidet muß vielen Fallstricken ausweichen. Ist die Seite vielleicht eine "schlechte Nachbarschaft", läuft sie Gefahr wegen halbseidenen Methoden abgewertet zu werden? Vererbt die Seite Pagerank? Ist der Pagerank überhaupt echt? Es ist durchaus möglich PR zu simulieren oder nur für kurze Zeite zu erhalten.
Das oben genannte Telepolis selber warnte davor und wies auf ein Tool hin, das die Echtheit von Pagerank prüft, nur, der PR 8 von spiegel.de, garantiert echt, wurde bei mir mehrmalig als zweifelhaft bzw. nicht nachprüfbar eingestuft. Bevor man sich auf Link-Kauf einläßt, sollte man am besten einen Fachmann konsultieren oder ausführlich im Internet recherchieren. Die Vorsichtsmaßnahmen würden den Rahmen sprengen. Die Faustregel gilt aber, ohne Backlinks kein stabiler Pagerank. Vor dem Kauf, bzw. dem Mieten eines Links sollte die Zahl der Backlinks einer Seite überprüft werden.
Das geht mit dem "link:"-Befehl bei Google: link:phlow.net. Mit ca. 732 von Google akzeptierten Backlinks hat Phlow eine sehr stabile Basis. Google filtert eine Menge Links bereits im Vorfeld aus.

Mit gekauften Links ist es wie mit der "käuflichen Liebe", für eine kurze Freude ohne Tiefe läuft man Gefahr sich anzustecken, übers Ohr gehauen zu werden oder umsonst Geld zu verschwenden. Man sollte versuchen eine langfristige Beziehung anzustreben. Links zu mieten kann für einen guten Start sorgen. Danach muß man aber auf jeden Fall gute Inhalte und "echte" Links haben um einen PR halten zu können.

Vom freundlichen Hinweis zum Spam

Selbst gesetzte Links können obzwar von Google immer wieder ausgefiltert und abgewertet immer noch zur Linkpopularität beitragen. Das können Links von eigenen Seiten sein, also solche auf dem gleichen Server/Webspace oder sogar auf der gleichen Domain. Ebenso Links in Foren, Gästebüchern oder Kommentaren können hilfreich sein. Nicht zuletzt sind Web-Kataloge, also redaktionell geführte Linklisten nach wie vor von Belang.
Ähnlich wie bei Linkfarmern ist hier die Grenze zur Grauzone aber fließend und oft unmerklich. Wer kennt nicht das Problem mit Spam in Weblogs?

Ein Link von allen Unterseiten auf die Homepage ist überaus legitim. Absolute Links die mit "http://" beginnen, werden von Google momentan auch immer noch als echte Backlinks angesehen wenn sie von der gleichen Domain stammen. Google betrachtet zudem Subdomains als getrennte Websites. Links von Subdomains können also auch unterstützend wirken. Vor Allem wenn Sie tatsächlich von anderen "Anbietern" benutzt werden, etwa Ihren Kunden, Partnern. Google wird allerdings eine interne Linkfarm auch herausfiltern falls übertrieben wird oder die Webseite schlimmstenfalls ganz aus dem Index streichen.

Früher genügte es ein Paar Links in Foren unterzubringen, um bei Google gelistet zu werden. Es spricht eigentlich auch nichts dagegen in einem passenden Forum bei einem passenden Thema einen Link auf seine passende Website unterzubringen. Selbst ein Hinweis in einem Gästebuch-Eintrag oder einem Kommentar in einem Weblog ist OK wenn er nicht gerade offtopic ist. Schließlich ist die Signatur in einem Forum auch durchaus üblich. Diese kann getrost einen Link enthalten. Hierbei sollte man Grenzen wahren. Sinnlose Beiträge die lediglich der Verlinkung dienen dürften diese schon überschreiten.
Spam fängt an, wenn solche Hinweise rein kommerzieller Natur sind, automatisiert werden oder sich nur noch rudimentär oder gar nicht auf Inhalt des kommentierten Beitrags oder der betreffenden Webseite beziehen.
Wer solche Praktiken anwendet ist hochgradig unseriös, unter Umständen strafbar, vertreibt manchmal illegale Produkte und... ist leider oftmals damit erfolgreich. Kurzfristig zahlen sich massive Spam-Angriffe aus. Vor Allem, bei verbotenen Produkten haben die Spammer eh nichts zu verlieren.
Als Suchmaschinenoptimerer kann ich nur raten, Finger weg von solchen mehr als zweifelhaften Methoden. Wer sich im Bereich der Suchmaschinenoptimierung auf Angebote einläßt, die für wenig Geld das blaue vom Himmel versprechen kann durchaus selbst als Spammer enden.

Redaktionell geführte Kataloge sind ebenso nach wie vor von Belang. Vor Allem seriöse Kataloge wie DMOZ, das Yahoo-Verzeichnis oder WEB.DE zählen dazu. Es gibt aber unzählige weitere Kataloge. Einige davon dienen ihrerseits lediglich der Suchmaschinenoptimierung, andere wiederum hauptsächlich dem Adressenhandel der sich Anmeldenden. Wiederum andere sind wirklich halbwegs seriös. Dies ist jedoch ein mühseliger und zeitaufwendiger Weg mit oftmals schwachen Ergebnissen. Automatische Eintragung in hunderte Kataloge ist auch eher für das Email-Spam-Aufkommen förderlich als für das Ranking.

Seite fertig, und jetzt?

Zum Schluß das Einfachste. Was muß ich tun um von Google indexiert zu werden? Nichts einfacher als das. Es gibt zwei Wege, der eine ist eben ein Link auf einer Seite mit möglichst hohem Pagerank oder oft aktualisiertem Inhalt, denn dort kommt der Googlebot oft vorbei, der zweite ist manuelles anmelden. Einfach eine Seite bei Google hinzufügen. Ich empfehle natürlich beides.

Off-Szene

Wir haben also gesehen, auch wenn sich in der "Off-Szene" durchaus zweifelhafte Anbieter ausbreiten ist die Offsite-Optimierung ebensowenig wie die onsite Zauberei. Wir haben aber auch gesehen, daß eine umfassende Suchmaschinenoptimierung etlicher Maßnahmen und Kontinuität bedarf. Sie ist die Summe dieser unzähligen kleinen Arbeitsschritte. Sie kann dauern auch wenn die Basics manchmal recht schnell von statten gehen können. Mit Teil 1 bis 3 dieser Artikel-Serie hat man das nötige Know-How eine Website bereits enorm aufzuwerten und zu pushen.
Wer nicht die Zeit hat das selbst zu übernehmen oder mit dem Internet Geld verdient, sollte einen professionellen Suchmaschinenoptimierer zu Rate ziehen.
Wenn ich nicht gerade für Phlow schreibe, berate, optimiere oder schule ich als Suchmaschinenoptimierer ganz gerne. Und wenn Moritz von Phlow mal auf mich hört, dann kommt er endlich verdientermaßen unter die Top 20 bei dem beliebten Stichwort "mp3 download".

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Kommentare

Also ich muß ehrlich sagen, soviel soziales Leben habe ich gar nicht, daß ich mit Jemand über Websites reden könnte, dafür sitze ich schon zu lange vor dem Rechner.

Aber wenn ich eine Seite die vorher gar nicht bei Google gelistet war in die Top 10 bringe, dann freue ich mich wie ein kleines Kind. Das hat nämlich etwas so objektives, eine Maschine die nichts gegen oder für dich hat beurteilt deine Arbeit als würdig ganz oben gelistet zu werden...

Ein Paar Netaudio-Labels würde SEO auch gut tun. Mich kotzt es an, daß bei Suche nach mp3 immer nur der altbekannte Britney Spears-Scheiß auftauchen muß. Wie will einer Musik übers Netz vertreiben wenn er nicht übers Netz zu finden ist? Selbst Phlow ist noch zu obskur...

BTW.: Ich bin nicht nur SEO sondern auch ein schamloser Selbst-Bewerber...

meint: Tadeusz Szewczyk am 01.03.05

nunja, bestes Kriterium für den Erfolg oder die Wichtigkeit einer Seite: Handfestes Feedback via Mail oder abends an der Theke! Gästebücher zählen nicht, weil die ja oft wieder zu Backlinks führen und damit nicht uneigennützig sind ("Cool Site, visit mine...").
Die ganze Optimierung hin oder her.. man kanns auch übertreiben. Wenn der Inhalt stimmt dann wir die Seite auch bekannt und jeder redet drüber.

meint: [in]anace am 01.03.05

liest sich gut an der artikel, werde ihn mir nochmal in ruhe zu gemüte führen :)

meint: stefan am 03.03.05

Gratulation an den Autor - sehr gelungene Serie, sehr gut recherchiert und mit ebenso guten Tipps.

meint: Sebastian am 07.03.05

zwar nicht viel neues, aber ein gelungener Artikel mit Biss...

meint: julian am 25.03.05

Guten Tag!
Schön, das ich mal wieder hier vorbeischaue und dabei gleich diesen guten Artikel finde;)
Zu den vorangegangen Kommentaren:
Leider sind nicht immer die Seiten mit dem meisten Content zum Thema Top 10 bzw werden bekannt;)
Ich bin seit 2 Jahren als hobby seo (CMA) unterwegs, aber ohne das man wirklich viel Zeit investiert (in Content) wird das knapp =)
Interessante Beobachtungen von Pagerank (die sicher von wenige im Moment geteilt werden..)
Viel Spaß weiterhin bei der optimierung (auch von webmastergold)
Mfg David

meint: David Reisner am 10.04.05

Schöner Artikel zum Thema Off-Site Optimierung.

Ich wollte nur kurz darauf hinweisen, dass der Link zu WEB.DE auf de.dir.yahoo.com verlinkt, da ist wohl der falsche Link in die Zwischenablage gerutscht ;)

meint: Mediengestalter am 08.02.06

Sehr guter Artikel,

ich war bis heute der Meinung, da meldest du dir einfach mal eine Domain an, gibst Google Bescheid, das es diese Seite gibt und das war es. So einfach ist das dann ja wohl nicht. Auf alle Fälle möchte ich mich bedanken, da mir dieser Artikel als nicht SEO sehr geholfen hat. Jetzt weiss ich endlich wie ich es richtig anpacken muss.

meint: Thomas Auner am 06.05.06

Sehr guter Artikel. Macht weiter so.

meint: Thomas am 29.05.06

Es gibt scheinbar auch Seiten, die den Linktausch organisieren. Habt Ihr dazu Tips, Links und Hinweise (z.B. welche von G als Spam betrachtet wird).

meint: Witze & Humor am 24.06.06

Seiten die automatisiert Linktausch betreiben sind per se zu meiden. Das geht nur eine Weile gut bis Google das abgewertet hat. Seiten die helfen Linkpartner manuell zu finden sind zu begrüßen, etwa Online Marketing Talk.

meint: Tadeusz Szewczyk am 30.06.06

Also ich finde die Infos auf dieser Seite mehr als nützlich und möchte dem Verfasser an dieser Stelle dafür danken.

meint: Bernstein am 26.07.06

Habe mir ein paar neue ideen auf deiner seite geholt.

danke

meint: Ulrich am 19.08.06

Super Artikel, hat mir echt gefallen. Besonders der teil über die "Käufliche Liebe" - hatte sowas nämlich schon angepeilt, werde jetzt aber doch abstand davon nehmen.

meint: masterk am 31.08.06

War echt nützlich das mit dem Pagerank von Google.
Danke

meint: Conny am 04.09.06

Sehr informativer Text. Danke für die Recherchen und die zahlreichen Tipps

meint: Gitarreninstitut am 13.10.06

Hallo,

toller Beitrag, ich habe auch eine HP und jetzt einige neue Tipps wie ich mir die Kosten für die optimierung Sparen kann.
Danke

meint: hans am 27.10.06

Vielen Dank für den ausführlichem Kommentar, werde ihn in Zukunft berücksichtigen.
mfg
ho

meint: helmut ontl am 30.10.06

Eine sehr ausführliche Beschreibung über Pageseite-Optimierung zwar nicht viel neues.

Troztdem eine tolle Arbeit

meint: Latino am 05.12.06

Gut Erklärt. vielen Dank!

meint: Alex am 06.12.06

Cool Site, visit mine... LOL

Ja geil, kompetent und ausfürlich, so soll es sein. Leider ist Offpage-Optimimierung erheblich schwieriger als OnSite - außerdem, Linkpartner ständig zu überprüfen nervt gewaltig, nicht nur das - vorher checken, ob sie nen "echten" PR haben oder ob der nur künstlich hochgepumpt ist. Ach scheisse - Geheimrezept, wo bist du?

LG Electro DJ :)

meint: Electro House DJ am 28.01.07

danke für die informationen.

meint: dani am 28.01.07

akzeptiert google auch links, die keine richtigen links sind sondern nur text? so wie http://www.princesas.de oder so? wird das schon als link gewertet?

Redaktion: Nein.

meint: vipa am 31.01.07

Großes Lob für diesen Artikel. So eine gute Informationsquelle sieht man nicht alle Tage.

meint: Dirk Karl Maßat am 11.03.07

ich stimme zu 100%

meint: sms am 08.11.07

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