Vorneweg: Ich kann den Film nicht objektiv beurteilen - falls ich jemals einen Film objektiv beurteilt habe. Ich kann es nicht, weil ich einer der fetten Menschen bin, über die das ganze Kino wohlig-schaudernd gelacht hat, als man sie über die Leinwand watscheln sah in ihren viel zu engen Hosen und T-Shirts, durch die man die Speckrollen zählen konnte.Text: Anke Gröner
Ich habe mich selten so unwohl in einem Kino gefühlt, denn Super Size Me mag ein halbwegs gelungener Blick auf das amerikanische Essverhalten sein – ein toleranter Blick ist es nicht.
Super Size Me ist erst einmal eine Dokumentation eines ziemlich bescheuerten Experiments. Regisseur Morgan Spurlock, ein gesunder Mann in den 30ern, beschließt, sich 30 Tage lang nur von McDonald's-Essen zu ernähren. Er muss jedes Gericht mindestens einmal bestellen, muss alles aufessen, und wenn er an der Kasse gefragt wird: "Do you want to super size your order?" muss er Ja sagen und die Riesenportion essen. Im Klartext: zusätzlich zum Burger über ein Pfund Pommes und ein Zwei-Liter-Getränk.
Der Film zeigt, wie sehr Spurlocks Gesundheit in den 30 Tagen leidet, wie seine Cholesterinwerte immer höher und seine sexuelles Verlangen immer weniger wird, wie seine Stimmung leidet, wie er kotzt und wie er in vier Wochen zwölf Kilo zunimmt. Der Film beleuchtet außerdem einige Facetten des amerikanischen Gesundheitssystems, Hintergründe der Lebensmittelindustrie und dass durch ungesunde Schulspeisungen und ein riesiges Werbebudget der großen Konzerne schon Kinder ein falsches Essverhalten lernen. Nach Spurlocks Rechnung sind 37 Prozent aller Amerikaner übergewichtig. Womit das Problem anfängt, das mir Super Size Me etwas verleidet hat: Wo beginnt Übergewicht?
Seit Jahren streiten Experten darüber, was zu fett ist und was nicht. Früher galt die Faustregel: Körpergröße minus 100 minus 15 Prozent bei Frauen, minus 10 Prozent bei Männern. Heute ist man davon wieder ein bisschen abgerückt; 15 Prozent müssen es nicht mehr sein. Vielen Dank auch. Dafür gibt es seit einiger Zeit den BMI, den Body Mass Index, der nun darüber befindet, ob wir schlank und damit attraktiv und begehrenswert sind oder mollig, dick, übergewichtig, fett und eklig und damit von vornherein ungesund und dem frühen Herztod geweiht. Und auch wenn es genügend Gegenbeispiele gibt von dicken Menschen, die 90 geworden sind und durchtrainierten Modellathleten, die mit 30 gestorben sind: Die Botschaft, die der Film vermittelt, ist: Fett ist hässlich, Fett ist ungesund, Fettleibigkeit ist eine Epidemie, die uns heimsucht, und wir müssen alles tun, damit das aufhört.
Es ist unbestritten, dass Schlanksein generell gesünder ist als Dicksein, keine Frage. Aber das Bild, das Super Size Me zeichnet, dient nicht gerade dazu, die Toleranz für die Menschen, die eben nun mal nicht gertenschlank sind, aus welchen Gründen auch immer, zu erhöhen. Die vielen Krankheiten und Todesursachen, die er als unausweichliche Folge von Fettleibigkeit anführt, können schlanke Menschen genauso ereilen. Oder ist der Herztod jetzt nur noch Menschen über 100 Kilo vorbehalten? Unbestritten ist übrigens auch, dass 10 Kilo zuviel auf den Rippen immer noch gesünder sind als jahrelange und meist vergebliche Versuche, sich dieses "Übergewicht" durch bescheuerte Diäten abzuhungern.
Spurlock hat genau zwei kleine Vignetten im Film, die ein bisschen die Situation von Übergewichtigen in Amerika anklingen lassen, und sie zeigen, was er selbst von solchen Menschen hält. Einmal berichtet ein weiblicher, etwas rundlicher Teenager davon, wie groß der Druck ist, so auszusehen wie die ganzen unterernährten Models, was unkommentiert bleibt. Ein anderes Mal spricht eine deutlich dickere junge Frau davon, dass es schwierig ist, so zu bleiben wie man ist, wenn einem andere Leute erzählen: Hey, ich hab's geschafft abzunehmen – das kannst du auch. Und das Publikum schnauft verächtlich, wie man das aus trashigen Talkshows gewohnt ist: Die will doch bloß nicht.
Nein, vielleicht kann sie einfach nicht. Fettleibigkeit ist nicht nur angefressen, sie ist zu einem großen Teil erblich bzw. genetisch bedingt. Und selbst, wenn der Wille und die Fähigkeit da sind: Eine große Menge an Gewicht zu verlieren, ist nicht mal eben so geschafft. Es heißt auch nicht, mal ein, zwei Jahre Diät zu halten und dann da weitermachen zu können, wo man aufgehört hat. Abnehmen bedeutet, seine gesamten Essgewohnheiten aufzugeben für den Rest des Lebens. Und dass das schwierig ist, lässt der Film nicht gelten.
Er preist sogar die chirurgische Magenverkleinerung als Maßnahme an; eine Operation, die erst seit ein paar Jahren bei extrem Fettleibigen durchgeführt wird und von der noch nicht bekannt ist, wie die Spätfolgen aussehen. Nicht nur der Magen wird verkleinert, der gesamte Organismus ist betroffen. Der Körper kann nur noch eine gewisse Menge an Fett, aber auch an Nährstoffen aufnehmen, wodurch man den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben hat: Was der Körper vorher zuviel bekam, bekommt er nun eventuell zuwenig.
Ich persönlich hatte einen Moment im Film, wo ich gerne etwas in Richtung Leinwand geschmissen hätte. Ein Sozialwissenschaftler erzählte die Geschichte, dass ein Raucher in einer Gesellschaft sofort darauf angesprochen würde, ob er nicht wisse, wie ungesund das sei, warum er das seinem Körper antue usw. Er wünschte sich, dass die Zeit käme, in der man dicken Menschen das gleiche sagen dürfe: "Why are you doing this to yourself, you fat pig?"
Ich hätte dem Blödmann gerne geantwortet: "It's already happening, you stupid asshole." Jeder, der auch nur ein Hauch zuviel (nach welchen Maßstäben auch immer) auf den Rippen hat, hat sicher schon mal im Schwimmbad einen Spruch abgekriegt. Kein Dicker wurde in der Schule nicht gehänselt. Selbst in meinen Augen absolut perfekt aussehende Menschen wie z.B. Beyoncé oder Jennifer Lopez müssen sich in der Presse als „dick“ bezeichnen lassen. Und genau da ist für mich der Punkt erreicht, wo der Schlankheitswahn komplett über die Stränge schlägt.
Super Size Me hat natürlich Recht damit, dass wir unsere Essgewohnheiten ändern sollten, dass Obst und Gemüse gesünder sind als Fett und Zucker, aber wenn man schon anfängt, objektiv gesehen schlanke Menschen als eben nicht mehr schlank zu bezeichnen, dann weiß ich auch nicht mehr.
Mir ist schon klar, dass die obigen Zeilen nicht unbedingt eine Filmkritik darstellen. Ich muss einfach zugeben, dass ich vor diesem Film ein wenig die Waffen strecke. Ich fand ihn gut, ich fand ihn spannend, unterhaltsam, nachdenklich, interessant – aber ich habe fast jede Minute als Angriff gewertet. Ich habe zum ersten Mal im Kino nicht das Gefühl genießen können, in der Dunkelheit zu verschwinden und damit mal Ruhe zu haben vor irgendwelchen blöden pubertären Scherzen, die an schlechten Tagen verdammt weh tun und die mir in einer Sekunde mein eigentlich gutes Körpergefühl nehmen.
Stattdessen hatte ich jedesmal, wenn ich mich im Sitz bewegt habe, um das andere Bein überzuschlagen, das Gefühl, dass mein schlanker Nachbar denkt, Kann die fette Kuh nicht mal stillsitzen?
Super Size Me zeigt sehr drastisch, wie ungesund 30 Tage Fat ... Freud'scher Vertipper ... Fast Food sind. Ich bin zwar der Meinung, dass 30 Tage Eierdiät ein ähnliches Ergebnis gehabt hätten, weil jede einseitige Ernährung ungesund ist, aber das wäre nicht so plakativ gewesen. Der Film hat es allerdings erreicht, dass McDonald's die Super Size-Menüs von der Speisekarte gestrichen hat; wahrscheinlich auch, weil sie auf Spurlocks berechtigte Frage keine Antwort gefunden haben: Wer braucht ein Pfund Fritten und zwei Liter Cola?
Ich hab auch keine Antwort. Ich kann nur sagen: Ab und zu sind ein Pfund Fritten ganz nett. Und ich hab auch keine Lust, das sein zu lassen. Und ich mag keine Filme, die einen kompletten Menschenschlag über einen Kamm scheren und sie als unfähige Trottel darstellen, die zu doof zum Essen sind. Aber das ist wahrscheinlich nur eine Überinterpretation. Guckt euch den Film selbst an; sagt ihr mir, wie er war. Nach ungefähr 20 Ansätzen, diese Kritik halbwegs würdig über die Bühne zu kriegen, gebe ich offiziell auf. Und geh was essen. Nen Salat. You win. (Anke Gröner)
Noch mehr kritische Filmreviews findet ihr auf Ankes Website.
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meint: Wenigesser am 19.07.04"Fettleibigkeit ist nicht nur angefressen, sie ist zu einem großen Teil erblich bzw. genetisch bedingt."
Bewegung und weniger essen ist IMMER die Lösung - schon mal nen Fettleibigen in Äthiopien gesehen? Ich nicht ;)
meint: 020200 am 19.07.04Auch aus meiner eigenen Biografie argumentiert: zwar nicht "fettleibig", dafür wegen anderer Probleme Heilpraktiker aufgesucht und 6-12 Monate mit ups and downs durchgemacht mit Quintessenz: selber kochen, lecker. supermarkt zu 80% voll mit scheiss-essen und ja, es gibt kaum bewussten umgang mit konsum. heute verzichte ich so gut es geht auf plastik und geh zum bio-bauern und befürchte eine gen-food welle auch bei uns.
es wird bei uns viel zu viel mist konsumiert und nicht nur nahrungsmittel! und das hat hier an dieser stelle nichts mit dicksein zu tun.
meint: Rene Schmidt am 19.07.04PS: noch was zum Thema "Dicksein erblich bedingt": man kann auch die falsche Ernährung von den Eltern erben, das nur mal als Denkanstoss. Das heißt natürlich nicht, dass man trotzdem die "schlechten" Gene von den Eltern schuld sein könnten... Nur werden allzu häufig pathologische Gründe fürs Dicksein genannt, dadurch verliert diese Argumentation an Wirkung, was für die tatsächlich pathologisch Übergewichtigen schlimm ist.
Und nochwas zum Fertigessen aus dem Supermarkt: ja das ist immer schön einfach und schnell. Meine Erfahrung: selber kochen ist nicht teurer. Außerdem weiß man, was im Essen steckt.
meint: sum1 am 19.07.04ich habe den film auch nicht gesehen, aber es scheint mir, daß offensichtlich zwei verschiedene varianten des konsumwahns gegeneinander ausgespielt werden, der schönheitswahn gegen den freßwahn. das denken in binären oppositionen grundsätzlich in die sackgasse führen kann sehen wir auch hier.
ganz platt gesagt, gesunde ernährung bedeutet nicht magersucht, sondern ein gewisses fettpolster ist für den durchschnittlichen erwachsenen durchaus gesund.andererseits macht es natürlich keinen sinn schädliches fastfood zu sich zu nehmen oder auch nur normales fett in zu großer menge. aber all das ist banal. in den usa herrscht vor allem in den medien ein schwarz/weiß-denken wie im märchen. das ist immer wieder mein eindruck.
meint: Gaucho am 19.07.04Menschen sind Allesfresser! Finde ich gut. Ich verkneif mir auch nicht den 500g Burger beim Diner um die Ecke. Das ist aber Genuss. Bei meinem Lebensstil bleibt sowieso nichts an den Rippen hängen.
Mein Credo: Sport Sport Sport und immer an das Essen Denken!
meint: Rene Schmidt am 19.07.04Hallo Anke,
Du hast größtenteils recht mit dem, was Du schreibst. Den Film habe ich bisher nicht gesehen, kann dazu also nichts sagen.
Was dicke Menschen angeht: ja, es gibt viele, bei denen die Gene Ursache für das Dicksein ist. Bei vielen Menschen bleibt aber auch oft nur das Negative hängen, z.B. dicke Menschen, die im Supermarkt einen XXL-Einkaufswagen VOLL machen und obendrauf vier Sprühsahne-Dosen legen, für die Kinder womöglich noch einen Eimer Chips. Die KÖNNTEN zwar für eine richtig große Party vorgesehen sein, aber wer glaubt das schon. Meine Erfahrung ist, dass zu 80% falsche Ernährung die Ursache für Fettleibigkeit sind.
Ich kann mal etwas aus eigener Erfahrung erzählen: anfang des Jahres habe ich mir eine Personenwaage und einen Hometrainer gekauft, weil ich keine Lust mehr hatte, alles in mich hinein zu stopfen und weil ich mich unwohl gefühlt habe. Druck von außen gab es meiner Meinung nach nicht, meine Frau hat nichts an mir auszusetzen. Seitdem mache ich mir jeden Morgen ein gewisses Etwas mit einer halben Banane, 1/4 Apfel, puren Joghurt und Honig, damit das ganze nicht nach Stroh schmeckt. Ich esse weniger Fleisch, selten Chips und fast keine Schokolade. Alles andere ist geblieben, vor allem die leckeren Vitamin-Gums (bestimmt nicht wegen der "Vitamine"...) von Aldi - und die in Massen (naja: fast). ;) Auf Schwarzbrot habe ich weiterhin keine Lust. Ich habe nicht das Gefühl, irgendetwas zu verpassen oder zu vermissen. Außer 5 Kilogramm Gewicht. Ok, 5 Kg in 6 Monaten ist nicht viel, aber von Dauer hoffe ich. Achja: ich KOCHE mittlerweile recht oft SELBST - mindestens 2-3mal in der Woche. Ich habs nicht für möglich gehalten, dass ich mal selbst etwas kochen würde.
McDonalds und Burger King sind aber tatsächlich tabu - auch wenn McD neuerdings mit Sex-and-the-City-Schlampen für ihre sogenannten Salate wirbt... WER GEHT ZU MCD WEGEN DER SALATE?? ;)
Ok, ich will allen Mut machen: man muß nicht auf Lebensqualität verzichten, man kann fast alles essen, sich dabei wohlfühlen und trotzdem seinem Körper etwas Gesundes tun. Man muss die Gene und den Willen dazu haben. Das kann man jetzt gut finden oder nicht, es funktioniert aber. Ich fühle mich jedenfalls besser.
meint: Rene Schmidt am 20.07.04@frank: "..dumpf antiamerikanische Publikum..." Die Außenpolitik der USA findet wohl auf der ganzen Welt eher niemand gut, außer den vielen Naivlingen in den USA. Da ist es ein gutes Recht, die USA zur Zeit NICHT gut zu finden. Das hat nichts mit "antiamerikanismus" zu tun, wir wollen sie ja nicht bekämpfen.
Zu "Missstände im Gesundheitswesen werden zu Missständen der eigenen Lebensführung.": ja das ist eine typisch deutsche, sogar etwas reaktionäre Sichtweise. Die Deutschen sollten sich nicht mehr darauf verlassen, was der Staat bietet, sondern das Zepter selbst in die Hand nehmen. Es fehlte bei Deinem Posting noch der Spruch "Ich bin fett und das Gesundheitssystem ist schuld"... Wir leben in der Zeit der Individualisierung mit den positiven UND negativen Effekten.
meint: 020200 am 20.07.04Thema "kritikloses wegkonsumieren":
Es ist vielleicht richtig, dass Filme der Art Michael Moore und SSM zu kritiklos konsumiert werden, mit einem hämischen Grinsen im Hinterkopf "zum Glück ist Europa nicht so krass". Da ich noch nie in Amiland war, kann ich nur vorsichtig das Bild das mir die Medien von Amerika vermitteln aufnehmen. Schon deswegen finde ich die Kritik von Anke an dem Film sehr berechtigt: "Genugtuung" hin oder her, der Film hat durchaus diskriminierende Elemente (auch wenn ihn noch nicht gesehen hab, kanns mir aber gut vorstellen). Nicht einfach alles so wegkonsumieren, auch mal nachdenken. Schließlich besteht die Hoffnung, dass einiege Leute mal etwas bewußter über Lebensstile nachdenken. Moore & Co.
meint: daniel am 20.07.04also ich wollte mir den film heute abend ansehen.
aber nun tue ich mir das nicht mehr an.
danke anke
meint: mrcs am 20.07.04lest doch mal den artikel hier aus der faz:
http://snipurl.com/7vt2
meint: Wenigesser am 20.07.04@daniel : "also ich wollte mir den film heute abend ansehen.
aber nun tue ich mir das nicht mehr an.
danke anke"Wieso? Bist Du auch "fettleibig"? *g*
meint: frank am 20.07.04Kommt Michael Moore auch im Film vor? Mir scheint, dass "SSM" hierzulande das gleiche dumpf antiamerikanische Publikum finden wird, das auch Michael Moores Filme hier so liebt.
Das große Problem in SSM scheint mir zu sein, dass letzlich der einzelne als ein "Schuldiger" dargestellt wird, schuldig daran, zu dick oder was auch immer zu sein. Schon die Prämisse des Films zielt ja darauf ab: Der Regisseur *entscheidet* ja eigenständig, sich jetzt zu quälen. Darin ist impliziert, dass jeder sich auch anders entscheiden könnte. Er selbst hat wahrscheinlich inzwischen aufgehört, Junkfood zu fressen.
Diese Philosophie ist gefährlich. Sie lenkt davon ab, dass es so etwas wie ein Sozialwesen gibt. Missstände im Gesundheitswesen werden zu Missständen der eigenen Lebensführung. Von dort ist es nicht mehr weit zu esoterischen Ratschläge wie "Du musst niur positiver denken und Bioschuhe tragen" bis hin zu einem Protofaschismus, der den "gesunden Volkskörper" durch "Operationen" wieder herstellen will.
Den Film schaue ich mir besser nicht an.
meint: ch€€ch am 20.07.04huhu
also meiner meinung nach ist übergewicht luxus!!!
und das beispiel mit den äthiopiern finde ich sehr gut..da kann man auch mit indianern oder jeglichen ureinwohnern argumentieren von denen wir ja irgendwie abstammen...von daher kenn die genetische sache einfach nicht zählen (ok ich weiss man kann als kleines kind schon falsch ernährt werden und dann das ganze leben mit dem gut trainierten fettzellen zu kämpfen haben, und natürlich gibt es krankheiten die ähnliche wirkungen haben)...ich habe nichts gegen übergewichtige menschen aber teilweise denk ich mir echt dass manche leute nur essen und sonst nichts machen.(jeder hat seine vorurteile)
und was die lebensmittelhersteller mit uns machen ist nicht anders als die mc doof oder würger king geschichte. denn wie zb vor kurzem in einer studie bewiese sind die meisten der light produkte erst der booster der fettleibigkeit( der körper interprtiert das mit geschmacksverstärkern und geschmacksstoffen vollgepumpte essen als sehr nährreich, jedoch wenn die nahrung im magen angekommen ist offenbart sich dem körper dass da nicht zu holen ist was ihm vorgegaukelt wurde. resultat des ganzen ist dass er denkt etwas sei nicht in ordnung und deshalb werden reserven angelegt...> dominoeffekt)naja den film hab ich auch nicht gesehen aber ich denke man darf nicht allein mc donalds die schuld in die schuhe schieben.
vorallem sollte die werbung ala meine fruchtmolke schmeckt macht dünn und und und genau kontrolliert werden und es sollten auch werbelügen die die gesundheit der ganzen gesellschaft gefährden verboten werden.....bis dann
meint: mo. am 20.07.04@ch€€ch: "also meiner meinung nach ist übergewicht luxus!!!" - da muss ich dir leider vehement widersprechen. bin vor 1,5 jahren in new york gewesen und dort verhält es sich so: für die nicht so wohlhabende bevölkerung ist der gang zum mäckes _billiger_ als wenn sie sich paprika und gemüse im supermarkt kaufen. eine paprika kostet ca. 1$ aufwärts. dafür bekommst du schon einen burger und etwas zu trinken.
generell kann man behaupten, dass sich wohlhabende in ny einfach besseres essen leisten können. auch können sie sich ein fitnessstudio leisten, was immens teuer ist. ein besuch in einem schwimmbad in ny kostet dich 20$, da es keine öffentlichen bäder gibt, sondern nur clubs. zwar nicht so extrem, aber so ähnlich verhält es sich überall in der westlichen welt.
meint: Wenigesser am 20.07.04@mo - "zwar nicht so extrem, aber so ähnlich verhält es sich überall in der westlichen welt."
Also hier in D trifft das so nicht zu. "Spar Menu" für 5,49? (Kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ist schon zu lange her...) Dafür kann man, wenn man ein bisschen auf die Preise achtet, einen Riesensalat machen! Oder nicht?
Sollte das in Amerika tatsächlich so sein - mich würde es nicht wundern ;)
meint: sungamoipics am 20.07.04Also ich weiß nicht was das so recht soll Anke. Du verhälst Dich ja doch irgendwie wie ein angepisster Teenie, dem irgendwer auf den Schlips getreten hat. Sind Deine Pauschalisierungen nicht wenigstens genauso platt??? Natürlich hält keiner was vom derzeitigen Schlankheitswahn, aber ist es so falsch sich mal wieder mit den stark zunehmenden Problemen der stark(!) Übergewichtigen zu beschäftigen? Ich meine, mach auch so ein Film und sag das dick sein cool ist! Hast Du eigentlich mitbekommen wieviel Leute nicht nur im Film sich diese Monstermenüs freiwillig reinschaufeln, egal welche Verlagung zum Zunehmen jeder hat? Also vielleicht solltest Du Dein Zeug echt mal überdenken. Für mich ist es kein Film in dem ein Schlanker hämisch über Dicke und Fette herzieht !!
meint: Wenigesser am 21.07.04@Rene - Das kommt ganz auf den Standpunkt an. Für mich ist es sogar sehr lustig, wenn ich mir vorstelle, wie ein "fettleibiger" (ich zitiere hier nur) nicht in eine Kinovorstellung geht, weil er Angst hat, sich aufgrund seiner Maßlosigkeit schämen zu müssen. Und darum ging es ja in Ankes Kritik in erster Linie: ihr Unwohlsein als Übergewichtige in einem Film, in dem über eben diese Zielgruppe hergezogen wird, ob berechtigt oder nicht.
Da soll nochmal einer den Dicken glauben, die sich in Talkshows brüsten, dass sie sich "ja ach so unglaublich wohl" in ihrem (zu schweren) Körper fühlen. Und dann nicht ins Kino trauen ... tststs ...
Ich sag's noch einmal - dick sein ist jeder selber schuld ;) Weniger essen, dann klappt's auch wieder mit dem Nachb...äääh...Kinobesuch.
meint: martin am 21.07.04"Bewegung und weniger essen ist IMMER die Lösung - schon mal nen Fettleibigen in Äthiopien gesehen? Ich nicht ;)"
hahaha, ja, klar, äthiopier als vorbild zu nehmen, kann auch nur einem mongo in den sinn kommen. tipp: schau mal nach, wie gross die lebenserwartung von einem äthiopier ist.
meint: Rene Schmidt am 21.07.04@Wenigesser: Es gibt Dinge, die sind lustig. Es gibt auch Dinge, die sind nicht lustig. So wie Dein Kommentar.
meint: gonzo am 21.07.04"schau mal nach, wie gross die lebenserwartung von einem äthiopier ist."
Super! Der politisch korrekte Konter, auf den ich schon seit dem ersten Kommentar gewartet hab! Der Gewinner kassiert einen Kugelschreiber mit der Aufschrift "Gutmensch". Nur nicht lachen, vielleicht schaut gerade jemand zu...
Wie hoch ist eigentlich die Lebenserwartung von "fettleibigen"? :)
meint: Rene Schmidt am 22.07.04Also einen Äthiopier als Beispiel für Schlanksein zu nennen ist recht zynisch. Dann könnte man ja auch ausgemergelte KZ-Häftlinge dafür nehmen. Und Menschen, die das kritisieren, als "Gutmenschen" zu beschimpfen ist _noch_ eine Ecke zynischer.
Ich halte es zwar auch für richtig, dass viele fettleibige (ich meine nicht bloss Dicke) selbst Schuld an ihrer Situation sind. Dennoch sind es nicht ALLE. Und ich glaube auch Leuten nicht die behaupten, sie wären dick glücklicher als schlank, aber das ist nur meine eigene Sichtweise. Ich kanns mir eben nicht vorstellen, dass mir der Po links und rechts über den Stuhl hängt, dass ich in der Bahn und im Flugzeug zwei Sitze brauche, dass ich ab 22 Grad C anfange, in Bächen zu schwitzen, nach dem zweiten Steak immer noch nicht satt zu sein, dass ich nicht anziehen kann was ich will, einen "Mitternachtssnack" zu mir nehmen zu müssen, weil ich so derben Hunger habe und so weiter. Das sind natürlich Überzeichnungen. Aber hat irgendjemand auf nur 50% von dem genannten Lust? Glaube ich nicht.
Wie gesagt sollte man differenzieren zwischen dicken und richtig fettleibigen, die auch nicht mehr richtig gehen können.
meint: Andreas am 22.07.04Anke - hast du den Film wirklich gesehen?
Und wenn ja, hast du ihn wirklich verstanden???
Was gezeichnet wird, ist ein erschreckendes Bild ueber die Unfaehigkeit der Menschen, sich GESUND zu ernaehren. Es geht nicht um dick oder duenn, sondern einfach um die Unvernuft der Menschen, was, wo und wie sie Essen zu sich fuehren.
Es wird ganz klar differenziert (ausgehend von einer Klage zweier uebergewichtiger Teenager), wo das Grunduebel der Ernaehrungspolitik in den USA liegt.
Meiner Meinung nach, sollte es an deutschen Schulen PFLICHT werden, diesen Film zu schauen.
Immerhin sind auch in Dtl. mehr als 50% aller Kinder uebergewichtig und die maechtige Lobby der Nahrungsmittelindustrie, tut ihr Bestes, das sich das nicht aendern.
Also bitte erst reflektieren und dann schreiben.
meint: dünner am 30.07.04also ich mag dicke frauen, ich meine so rein erotisch. aber leider habe ich noch keine getroffen, die sich von so einem film nicht in die suppe spucken lässt und deshalb mag ich dicke frauen dann doch wieder nicht. dicke mögen sich einfach selber nicht. sag mal einer frau, hey, ich mag es, dass du dick bist. dann fängt die sofort an, abzunehmen. wenn mir eine sagt, hey ich mag, dass du so dünn bist, dann denke ich doch, cool, dann kann ich ja so bleiben und brauch nicht in die muckibude zu rennen. naja, versteh das einer.... dabei merkt man aber ganz klar, dass das eine hoch-psychologische sache ist.
übrigens ist der film meiner meinung nach doch reine unterhaltung, obwohl ich ihn auch noch nicht gesehen hab (war fahrrad fahren). das problem des dick seins kann er ja nun wirklich überhaupt nicht diskutieren. seit jahrhunderten wird daran geforscht. es schein eine komplexe geschichte zu sein, die mit genetik, psychologie, soziologie und ökonomie zu tun hat. kürzlich ist eine studie abgeschlossen worden, die seit 1976 läuft und die nachweise konnte, dass ein direkter zusammenhang zwischen dem täglichen fernsehkonsum im kindesalter und dem körpergewicht im erwachsenenalter besteht. demnach müsste man also als erstes die film- und fernsehunterhaltung verbieten und damit diesen film, dann mcdonald`s.
liebe grüße,
der dünne
meint: rehauge am 11.05.07Das mit der Fettleibigkeit ist schon sone sache. Bei vielen wird es schon veranlagung sein das sie zu Übergewicht neigen...aber manche oder viele Essen einfach "falsch"...dadurch nehmen sie eben zu. Jetzt wurde in den Nachrichten gesagt das der Deutsche immer dicker wird bzw. die Kinder...das sollte uns schon zu denken geben.
meint: Frederic am 27.02.08Ich finde so direkt kann man das nicht sagen im prinzip war der film ehr gegen die lebensmittelindustrie als gegen die Fetten menschen Gerichtet schließlich sagt er ja das die konzerne versuchen die Menschen dazu zu bringen dort zu essen und das er kinder von sich abhängig macht nach meiner aufassung die ich für recht subektiv halte betrachtet er fettleibigkeit als eine krankheit die von lebensmittelkonzernen gefördert wird und sagt nicht etwa jeder einzelne ist fett.
Ich kann mir aber gut vorstellen das bei einer dicken person schnell dieser eindruck entsteht da die bilder sehr direkte einblicke geben.Wenn ich dir etwas sagen darf ich selbst binn auch Vegetarier und ich muss sagen ich hatte nie gewichtsprobleme ich habe immer softdrinks getrunken und immer auch pizza etc. gegesseun und ich habe einen BMI der Perfekt in der unteren Mitte des Besten Bereich liegt sprich ichbinn schlang aber nicht dünn oder mager oder so.
Gesättigte fettsäuren sind echt schlimm und ich finde es schon richtig das das mehrmahl erwähnt wird.
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