Eines vorweg: Der neue Film "I, Robot" (Regie: Alex Proyas) ist nur lose an die Kurzgeschichten des Buches "Ich, der Roboter" von Isaac Asimov angelehnt. Das ist aber keineswegs ein Nachteil. Viele Elemente des Buches sind neu zusammengesetzt Teil des Films geworden.Text: Rene Schmidt
Die philosophische Essenz, nämlich dass die drei Robotergesetze zum Schutz der Menschen in der Praxis durchaus streng befolgt werden, aber dennoch unvorhergesehene und ungewollte Konsequenzen nach sich ziehen können, nimmt der Zuschauer als Erkenntnis mit nach Hause.
Die Untersuchungen zum Tod eines Wissenschaftlers des größten Roboter-Herstellers der Welt führen ihn zum Roboter "Sonny", der sich seltsam verhält - offenbar befolgt er die drei Roboter-Gesetze nicht. War es - so wie es aussieht - Selbstmord, oder ein Mord? Und hat ihn der Roboter begangen? Wenn ja, wie konnte er gegen die Robotergesetze verstoßen - gerade sie sollten das unmöglich machen. Die actionreiche Suche nach Antworten zusammen mit der Roboter-Psychologin Dr. Calvin führt ihn zu unerwarteten Erkenntnissen.
Die außerordentliche "Menschlichkeit" der Roboter in der Welt von John Spooner ist ein wesentlicher Aspekt Asimovs Kurzgeschichten in "Ich, der Roboter". Sie verhalten sich bisweilen menschlicher als Menschen. Bei "I, Robot" trifft das aber nur auf den Roboter-Protagonisten Sonny zu, andere Roboter werden kaum näher betrachtet und entfalten auch keine menschlichen Züge, sondern bleiben auf dem "Dosenöffner"-Niveau.
Außer einem Händedruck zwischen Spoon und Sonny am Ende des Films scheint sich bei Spoon nicht viel zu regen. Jenseits von Spoons Roboter-Antipathie und Calvins Glauben an die Roboter bleiben die beiden menschlichen Hauptdarsteller sehr eindimensional, geradezu Stereotyp. Eine Romanze zwischen den beiden entwickelt sich entgegen meiner Befürchtung nicht.
Was auch dem unkritischsten Zuschauer im Film auffällt ist die penetrante Schleichwerbung - zu neudeutsch: Product-Placement. Neben Audi-Autos sieht man Cylinda-Kannen, Converse-Schuhe und JVC-Stereoanlagen, die teilweise sogar in Dialogen erwähnt und deren Schriftzüge und Logos freimütig in die Kamera gehalten werden. Wahrscheinlich ist mir das eine oder andere weitere Produkt noch entgangen. Ein unwürdiges Schauspiel. Ob "Sonny" nun eine Anspielung auf den Elektronik-Konzern Sony ist sei dahingestellt. Im Buch jedenfalls wurden die Roboter in Anlehnung an ihre Modellbezeichnungen benannt. NS-5 wäre ein "Nestor", ein QT-10 wäre zu "Cutie" geworden.
Nichtsdestotrotz hat der Drehbuchautor gut daran getan, das Buch sprachlich und technisch an die Science-Fiction der Gegenwart anzupassen. Asimov gibt in seinem Buch doch mittlerweile arg angestaubte und überholte Ansichten zu Elektronik, Informatik und Robotik zum Besten. Das kann man ihm aber auch kaum vorwerfen, vor 60 Jahren befand sich die Informatik noch in der Steinzeit und Roboter existierten nur in der Phantasie von Science-Fiction-Autoren.
Während ich von den Computeranimationen begeistert war habe ich vom Film als Ganzes eine geteilte Meinung.Schauspielerisch war die Leistung OK, die Geschichte zwar spannend, das Ende dagegen nicht so sehr. Diese Schwäche(n) sollten aber niemand vom Gang ins Kino abhalten: gute Popcorn-Unterhaltung ist der Film auf jeden Fall.
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meint: chriz am 07.08.04der Kommentar trifft's eigentlich ganz gut - nur den Besuch im Kino kann ich nicht empfehlen...
meint: kkkkkkkkk am 08.03.06o u are ugly
meint: uuuu am 29.05.06ich finde der film ist sehr langweilig er könnte besser sein können,aber Will Smith hat seine Rolle gut gespielt!
meint: Blogger am 26.01.07Fand den Film völlig ok. Das Geld war es Wert, aber drauf gewartet hab ich nicht^^
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