Teil 3: Social Shopping: Wo man nach Handgemachtem sucht

Rubrik » Netzkultur Spielerei

love-brigade-2.jpg Einkaufen im Internet - Teil 3 | Wer bei Ebay nach Unikaten sucht, hat es nicht leicht: Entsprechende Suchbegriffe führen oft zu Massenprodukten – „handmade in China“. Da huschen einem Bilder von großen Hallen vors geistige Auge, in denen Hunderte Frauen zierliche Figürchen auf iPod-Taschen sticken. Anderswo bekommt man tolle Einzelstücke zu sehen, kann aber nicht direkt zugreifen.

Text: Petra Engelke

Social Shopping Serie - Teile 1 bis 3

Von Design-Blogs zum Social-Shopping-Portal

Etliche Fashion- und Design-Blogs wie This Next oder Designspotter stellen ganz reizende Fundstücke vor. Auch bei den spezialisierten Social Bookmarks wie Stylehive findet sich gutes Design, aber es macht erstens Mühe, die mehr oder weniger unsortierten Geheimtipps durchzugehen, zweitens kann man sie dort zwar anschauen, aber nicht kaufen. Aus solchen Lücken sind weltweit Social Shopping-Portale entstanden, die ganz unterschiedliche Motive und Hintergründe haben.

Die drei Gründer von Etsy haben zuvor eine Website programmiert, auf der amerikanische Bastler und Handarbeitsfreaks stolz herzeigten, was sie so alles geschafft haben – aber es fehlte eine Verkaufsalternative zum Kirchenbasar und Weihnachtsmarkt. Inzwischen hat Etsy ca. 360.000 Mitglieder aus 60 Ländern.

shanalyn-victor.jpgShana Victor hingegen, die Frau hinter Shana Logic, stellte zunächst in ihrem Weblog allerlei Fundstücke vor, bis sie sich entschloss, deren Herstellern auch eine Möglichkeit zu geben, diese an ihre Leser zu verkaufen. Und bei Crafters For Critters wird das erste Wort des Begriffs „Social Shopping“ besonders ernst genommen: Die Verkäufe nutzen hier nicht nur den Designern, sondern auch diversen Tierschutzorganisationen, an die das Portal seinen Gewinn spendet.

In Deutschland sucht Hokohoko speziell nach kleinen Manufakturen. Nischenprodukte und Mikro-Brands finden bei ShopWindoz ein Zuhause. Hier stellt niemand bloß seine Produkte in ein fertiges Layout ein, sondern jeder bekommt ein „Schaufenster“, das er selbst gestalten kann.

Besonders vehement präsentiert sich die Berliner Firma DaWanda, die gerade ihr Einjähriges feiert. Auf der Suche nach einer Geschäftsidee waren die beiden Gründer über Etsy gestolpert, haben sich inspirieren lassen – und nach einem Joint Venture mit Spreadshirt bereits das kleinere Handarbeitsportal sozeug.net geschluckt, das dessen Machern gehörte. Sie verstehen DaWanda als Pendant zu Etsy und als Anwärter auf die Marktführerschaft in Europa – sie sind bereits in drei Ländern aktiv.

Social Shopping Serie - Teile 1 bis 3

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