Social Shopping: Hippe Handarbeit

Rubrik » Netzkultur Spielerei

love-brigade-1.jpgEinkaufen im Internet | Ewig scheint es her zu sein, dass diese Aussicht eine vergoldete Zukunft versprach. Dann kam Web 2.0 als neue Hoffnung. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich beides verbinden würde – zu Social Shopping. Geht das überhaupt?

Text: Petra Engelke

Social Shopping Serie - Teile 1 bis 3

Auf der Suche nach den Unikaten

Wenn einer schöne Sachen macht, wollen andere die gern haben. Besonders, wenn es Dinge sind, die nicht jeder hat. Moderne Souvenirjäger kaufen in New York keine Mini-Freiheitsstatuen, sondern Klamotten von lokalen Designerkollektiven wie Love Brigade aus Williamsburg, einem Bohème-Reservat in Brooklyn.

Selbstverständlich kann man so etwas auch zu Hause suchen. Schließlich gibt es überall Häkelartisten und Nähmaschinendompteure, und die Fachhochschulen und Universitäten sorgen für steten Nachwuchs an Künstlern und Designern aller Sparten. Viele von ihnen sind mit einer Website im Internet vertreten – nur finden muss man sie erst einmal.

smil-taschenrechner.jpgDie Berlinerin Nadja Girod sammelt Vintage-Stoffe und erfindet eigene Motive, daraus entstehen Dackelbroschen, Berlin-Strickmützen, Portemonnaies aus 70er-Jahre-Herzchenstoff und andere niedliche Accessoires. Für ihr Label Smil hat sie eine eigene Website, außerdem verkauft sie an kleine Läden in Europa und Nordamerika – und über Etsy und DaWanda. Diese Portale schließen eine Lücke. Zunächst in den USA, inzwischen aber weltweit, vermitteln sie zwischen den Herstellern handgemachter schöner Dinge und denjenigen, die speziell so etwas suchen.

smil-schluessel.jpg„Der Vorteil gegenüber ‚richtigen’ Läden ist, dass ich beim Verkauf mehr Gewinn erziele“, sagt Nadja Girod. Schließlich kann man denen nur einen Einkaufspreis berechnen, auf den die Händler noch einmal ihre Gewinnspanne draufschlagen. „Außerdem ist Social Shopping natürlich auch ein Weg, mein Label zu präsentieren. Ab und zu bekomme ich Anfragen von Läden, die meine Produkte in ihr Sortiment aufnehmen wollen – und Presseanfragen.“

Weiter zum zweiten Teil: Wie Social Shopping funktioniert

Social Shopping Serie - Teile 1 bis 3

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Kommentare

fyi: die NY Times hatte kürzlich auch eine interessante Geschichte über "Handmade 2.0": http://tinyurl.com/2746ce

meint: Tobias am 19.12.07

In diesem Zusammenhang interessant ist sicherlich die Initative craft2eu.net. Beheimatet in Hamburg und ebenfalls mit Blog unter: http://craft2eu.blog.de/

meint: 020200 am 03.01.08

auch noch interessant: das online-engagement von burda: http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2008/01/etsy-wie-sich-b.html

meint: Tobias am 07.01.08

Vielen Dank für den Hinweis auf craft2eu ! Ich bin total begeistert. Warum hat mir vorher niemand von denen erzählt? Dankedanke!

meint: Lara am 11.02.08

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