Wenn Musikmagazine es nicht schaffen mehr über die Netlabel-Szene zu berichten, dann erledigen das die Tageszeitungen. Dann denkt man nur: Witzig in welchen Zeitungen das Netlabel-Phänomen langsam einschlägt! Diesmal in der brandenburgischen Zeitung Märkische Allgemeine. Porträtiert wird das Netlabel Uran97 von Chris Barky und Christoph Werner. Ein wenig revoluzzerhaft klingt das Statement: "Wir hatten ein Netlabel, als es den Begriff noch gar nicht gab" - wir denken soso und aha!Text: mo.
Foto: Christoph Werner/Uran97
Der Artikel ist wirklich unterhaltsam. Vor allem zeigt es, dass Netlabels am besten über lokale Kanäle mehr Aufmerksamkeit erhalten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ein kleines Netlabel interessanter wird, wenn es im Zusammenhang mit Lokalkolorit versehen wird und die Protagonisten aus der Gegend kommen. Schade nur, dass es keiner Bilder zu dem Artikel gibt.
Ein ähnliches Portrait mit iD.EOLOGY gibt es auch aus dem Jahre 2004. Das Interview führte Sebastian Züger anlässlich der Evoke Netlabel-Night für den Kölner Stadtanzeiger geschrieben.
PS: Wer noch mehr Artikel im Netz zum Thema Netlabel-Portrait kennt, der kann gerne die URL posten. Wäre doch schön einen Überblick über das Zeitungsgeschehen zu erhalten.
Zum Artikel: Pioniere der Internetmusik
Zum Netlabel: www.uran97.de
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meint: kus am 29.08.06Zitat, Hans-Herwig Gayer, Pressesprecher der Gema:
Man muss sich entscheiden, ob man professionell oder im Hobbybereich Musik machen will. Dies scheint eine endgültige Entscheidung. Denn einerseits kann ein CC-lizenziertes Werk nicht bei der Gema aufgenommen werden, andererseits kann man bei der Gema nur mit seinem Gesamtwerk Mitglied werden.
http://www.haz.de/zish/290207.html
schelmisch grins.
meint: dafreak am 29.08.06ich muss leider sagen, dass uran97 für mich immer der inbegriff von hobbymusik war. in der ersten riege der netlabels stehen jedenfalls andere.
meint: Barky am 30.08.06Ist ja witzig, dass der Artikel bis auf Phlow durchgedrungen ist. *g*
@DaFreak: Richtig erkannt – wir sind NUR Hobbymusiker und machen Hobbymusik und Uran97 ist auch unser Hobby. So ist es und wird es auch immer bleiben.
meint: dafreak am 30.08.06Barky, das mit dem Hobbymusiker war auch nicht böse gemeint. ich sträube mich nur gegen eine verklärung von netaudio. das meiste ist von hobbymusikern. die guten (ähem, professionellen) sachen sind meist nur oberflächlich mit der entsprechenden Ideologie versehen.
meint: kus am 31.08.06ich hör musik, weil sie mir gefällt. ob das nun hobbymusiker sind oder nicht spielt mir keine rolle. hauptsache es hat nicht zuviel ideologie drin.
meint: Barky am 01.09.06Jetzt mal ganz ehrlich. Wir haben nicht nur das Internet, Mp3 und Netlabels erfunden - nein wird sind Gott! Wir haben das Universum, die Erde, die Tiere und Menschen erfunden. Ist das nicht klasse - wir finden JA!
Ich weiß ganz ehrlich nicht, was nun das Problem mit dem Artikel ist. Es hat doch keiner gesagt, dass wir DAS erste Netlabel waren und die Bewegung erfunden haben. Meine persönlichen Pioniere sind Milk, Thinner, Rohformat/Schleudertraume, Tokyo Down und Monotonik. Weiter haben wir den Artikel weder geschrieben, noch vor der Veröffentlichung lesen dürfen. Wir wurden interviewt und den Rest hat sicher der Autor aus dem Netz gezogen. Sicher ist die Überschrift ein wenig provokant aber hey – Überschriften sind Eye-Catcher. Mit irgendwas müssen sie die Leute ja locken.
Kurz noch zu unserer Geschichte. Das Label wurde 1997 gegründet. In der Anfangszeit haben wir unseren musikalischen Output noch im MOD und IT Format auf einigen BBS Servern angeboten – später auf einer T-Online Seite. Unsere Domain wurde am 15.05.2000 registriert. Weiter findet man eine kleine Historie auf Archive.org (http://web.archive.org/web/*/http://www.uran97.de).
Die Szene ist jung und interne Spannung trage nicht gerade zu einer Weiterentwicklung bei.
meint: mo. am 01.09.06also ich habe überhaupt kein problem mit dem artikel. wollte das nur einmal loswerden. lediglich die überschrift und das statement fand ich ein wenig provokativ. das da natürlich ein journalist mit an dem dingens dreht ist klar. vielleicht hat sogar noch einmal der redakteur die überschrift getuned. so ist das halt in der journalistenwelt. ich kenn mich da aus :)
meint: Monsieur J. am 04.09.06Hey Kus, ich hoffe Du meintest damit nicht uns ;)
... und stimmt, die Idee in der Musik ist das entscheidende, nicht der professionelle Rahmen drumrum.
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