Music-Weblogs für Netaudio- und Netlabel-Releases

Rubrik » Netzkultur Spielerei

cover-weblog-netaudio.jpgInnerhalb des letzten halben Jahres sind zahlreiche Weblogs auf den Geschmack gekommen sich auf freie Musik im Netz zu spezialisieren. Ihr braucht noch mehr Material für die Ohren, Phlow ist Euch zu langsam, es gibt hier zu wenig oder Euch gefällt unsere Musikauswahl nicht. Dann checkt mal die folgenden Weblogs...

Text: mo.
Originalbild: Mareen Fischinger

Unter den Netaudio/Netlabel/Music-Weblogs gibt es ja solche und solche. Während einige Weblogs nur stumpf die Musikinhalte samt Cover verlinken und eventuell noch den Pressetext kopieren (siehe Acowo.org), machen sich andere wie zum Beispiel Chiffre die Mühe und besprechen die Musik selbst. Auch wenn in beiden Fällen eine Empfehlung ausgesprochen wird, ziehe ich eine eigene Besprechung vor, die sich mit dem Künstler tatsächlich beschäftigt. Das andere ist mir einfach ein wenig zu lieblos, aber internet-affiner durch gleichzeitigen Podcast. Kein Wunder also, dass da niemand zu kommentieren scheint.

Richtig aktiv ist dagegen Andreas Buttweiler mit Kreislauf. Zwar finde ich die Website nicht wirklich usable und mich nerven diese Iframes, aber für die Arbeit auf allen Kanälen von Radio bis Internet ist wirklich lobenswert. Danke auch das Mogwai schon mehrere Netaudio-Charts im Netlabel Catalogue beigesteuert hat.

Sympathisch ist auch Arguson, der sich mit den Reviews in seinem englischsprachigen Weblog Phonq einige Mühe macht, schönes Netaudio-Material zusammenzusuchen. Auch wenn der aktuelle Beitrag vom vergangenen Juli ist, hoffen wir mal, dass da alsbald wieder was geht.

Natürlich dürfen hier auch die Kollegen aus Berlin, sprich Herr Bleed mit dem De:Bug Pod nicht fehlen. Mir ist das alles zwar ein wenig zu hektisch und ich frage mich, wie Sascha Kösch neben den ganzen normalen Vinyl-Reviews eigentlich die Musik konsumieren kann. Trotzdem neige ich aber gerne mein Haupt mit Respekt vor einem der größten lebenden Musikfilter Deutschlands ;) Ich denke mal, dass dieses Weblog so eine Art Entschuldigung ist, da in der De-Bug die Netaudio-Reviews vollkommen verschwunden sind. Eigentlich immer noch sehr schade, wie ich finde.

Witzig finde ich, wie viele Menschen immer noch Blogger für Ihre Weblogs nutzen. So auch Pheedback, der lieber aus der Anonymität heraus seine Reviews schreibt. Finde so etwas ja eher immer schade, weil ich Anonymität im Netz blöd finde, vor allem wenn man kritisiert. Das hat was von Angst, dass man es sich mit irgendjemand verscherzen könnte. Aber bitte, wer keine Kritik verträgt, ist doch selbst fragwürdig. Egal, die Reviews in Englisch lesen sich klasse und hoffentlich bleibt hier der Output geregelt und Ihr bekommt genügend Sounds auf die Ohren.

Sicher gibt es noch mehr, warten wir mal auf die Kommentare ab, da suchen sicherlich noch einige ein wenig "Exposure".

Netaudio/Netlabel/Music-Weblogs

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Kommentare

http://disconizeme.blogg.de/index.php?cat=Netaudio

meint: ndorphin.org am 27.10.05

Hallo Mareen,

ich habe mit großer Aufmerksamkeit Deinen Shortbericht über Musikblogs und deren Arbeit gelesen.

Ich weiss leider nicht, inwieweit Du mit der musikalischen Künstlerszene involviert bist bzw. Dich mit der Musikszene bisher auseinandergesetzt hast.

Soweit ich Deine Forderungen an die Musimagazine sehe, möchtest Du viel mehr Backgroundgeschichten zu den Künstlern selbst, als deren musikalische Arbeit.

Da sich aber viele Magazine nicht als "Lifestyle Magazin" sondern als "Musikmagazin" verstehen, steht natürlicherweise die musikalische Arbeit der Künstler im Vordergrund.

Viele Künstler wollen garnicht aus ihrer Person heraus im Vordergrund stehen und dem Narzismus ihrer Person sozusagen vor ihre musikalische Arbeit legen, sondern ihre Geschichten und ihren Charakter durch ihre Musik ausleben.

Zudem ist es immer sehr schwer an Informationen diverse Künstler zu kommen, die sich absichtlich mit näheren Informationen über Ihre Person in den Hintergrund stellen, aus obigen Gründen.

Da ich selbst Musikkünstler bin, kann ich dem nur bestätigen, das man sich durch seine musikalische Arbeit präsentieren und ausdrücken möchte und nicht selbst als Person, wie es ja auf der kommerziellen Schiene der Fall ist. Da spielt oftmals die Person an sich eine größere Rolle als deren musikalischen Ergüsse.

Musik kann oftmals eine größere Geschichte einer Person ausdrücken, als die Person an sich, die Musik als Kommunikationsmittel benutzt.

Wer sich dennoch über die Musik hinaus näher mit dem Künstler beschäftigen möchte, kann sich bei den jeweiligen Netlabels oder Künstlerseiten kund tun und dort die jeweiligen Geschichten und Präsentationen dieser Artists nachlesen, sofern diese überhaupt vorhanden sind.

Diese Aufgabe wollen wir als Musikmagazine den Netlabels nicht wegnehmen, schliesslich sollen sich interessierte Hörer diverser Artists direkt bei den Labels kundig machen, die, mal mehr oder minder Informationen über deren Künstler preis geben. Da soll schliesslich auch die Mühe der Netlabels belohnt werden.

Solltest Du Dich einmal näher mit der Netlabel Szene beschäftigt haben, wirst Du feststellen,
dass die Künstler selbst den Labels oftmals nur Informationen abliefern, was deren musikalische Arbeit anbetrifft und nicht als Mensch im Vordergrund stehen möchten.

Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein klein wenig mehr Verständnis liefern, das gerade in der Musikszene die Musik an sich mehr Geschichten erzählt, als der Künstler selbst.

Die meisten Menschen diverser Netaudio Magazine im Internet machen sich, wie ich, die Mühe, um Musik nach vorne zu bringen. All dies neben ihren Job und Alltag in ehrenamtlicher Arbeit. Würden wir uns jetzt ausschliesslich um die Künstler selbst bemühen, müsste ich einen Fulltime Job ausfüllen, um diese Backgrounds, Interviews etc. abzuliefern, wie Du sie forderst.
Dazu bräuchte ich einen 48 Std. Tag ;)
Die Musik selbst käme überhaupt nicht mehr zum Zuge und würde in den Hintergrund gedrängt werden.

Und bei dieser Fülle an Neuheiten, die derzeit auf dem Netlabel Markt geworfen werden, wäre es schlicht ummöglich, bei jedem Release eine komplette Backgroundstory (Recherche etc.) abzuliefern, jedenfalls nicht in der knappen Freizeit, die uns Aktivisten oftmals neben vielen anderen Tätigkeiten übrig bleiben.
Dies kann ein Redakteur abliefern, der für seinen Job auch bezahlt wird, damit er sein täglich Brot bekommt.

Teilweise erfüllt dies ja Phlow, diese Backgrounds zu beleuchten und sich auch entsprechend Zeit dafür zu nehmen bzw. opfern.

Im Fazit kann ich Dir nur vermitteln:

Musik ist und soll im Vordergrund bleiben, das ist auch das Ziel der Künstler selbst, die ihre Musik als Audrucksmittel ihrer Person benutzen.
Wir hören nicht mit den Augen, sondern mit den Ohren...

liebe Grüße

Mando

meint: Mando am 27.10.05

Ich muss mich kurz für die Verwechslung zwischen Bild und Text entschuldigen.

Natürlich meine ich Mo als Ansprechpartner, der diesen Text geschrieben hat ;)

ciao ciao

Mando

meint: Mando am 27.10.05

Der Hauptgrund dafür, dass "die meisten netaudio-künstler außerhalb des internets absolut unbekannt und unbedeutend sind" liegt daran, dass die Musik qualitativ nicht mit Produktionen mithalten kann, die verkauft werden müssen, um mindestens die Porduktionskosten wieder einzufahren. Netaudio ist ein riesiger Haufen Mist, in dem sich gelegentlich ein paar Perlen finden lassen. Hippe und trendige Stories über die heißen neuen Netaudio-Künstler helfen da auch nicht weiter, es sei denn, man strebt ein vergleichbar niedriges Niveau an, wie die Leute aus dem Musikantenstadl: Qualität mies, aber immer ein nettes Grinsen und die richtigen Klamotten.

meint: Stefan am 28.10.05

Also um mal Acowo etwas in Schutz zu nehmen: jedes dort gepostet Release ist wirklcih 100% gut und sozusagen ein Pflichdownload. Letzendlich glaub auch immer etwas Geschmackssache. Mir kommt es so vor, das viele Audioblogs (hallo Chiffre) sehr auf technoiden Sound festgelegt sind. Und ich mag halt wesentlich mehr auch anderes oder vor allem auch anderes. Da liegt mir Acowo einfach näher. Der Blog als trusted Link sozusagen.

Dann Thema Reviews, Musiker und Persönlichkeit. Ich glaube, dass es tatsächlich einen Mangel gibt an interessanten Interviews mit und über Musiker. Klar Mando, auch wenn der Musiker kein Pin-Up Girl sein will, so gibt es aber doch eine ganze Menge interessanter Themen über die man sprechen kann. Arbeitsweisen und Absichten zum Beispiel. Wir auf Phlow versuchen ja auch immer wieder durch Kolumnen, Features und Interviews mal etwas mehr zu bringen als nur das Review-Promogeklapper. Ich würde mir wirklich noch mehr Netaudiomagazine wünschen, die auch wirklich etwas über die Musiker bringen. Das fehlt in der Netaudioscene IMHO noch massiv.

Netaudio und Qualitöt: müssen wir wirklich wieder ein diese Dikussion rein? :(

meint: 020200 am 28.10.05

meine vorredner haben ja im prinzip schon die wesentlichen punkte genannt. ich will trotzdem nochmal meinen senf dazu geben:

ich finde es in jedem falle sehr bedauernswert, dass die debug ihre gewissermaßen führende funktion in sachen netaudio vollkommen aufgegeben hat. ohne debug wäre ich (und wahrscheinlich tausend andere ebensowenig) überhaupt gar nicht erst auf netaudio gekommen. die begründung, netzmusik lieber im netz statt in der printausgabe zu präsentieren mag noch durchgehen. dass aber jetzt selbst das pod-blog vollkommen filterlos zum schwarzen brett (sehr treffend) verkommt, ist jammerschade.

aber es zeigt vielleicht auch eine gewisse resignation bei bleed & co.: ich könnte mir gut vorstellen, dass es ihnen ähnlich wie mir geht - in der flut der netlabels ist einfach viel zu viel spam enthalten, um da noch dranbleiben zu können. es fehlt einfach die zeit, alles selbst zu filtern. das ist wie mit nem web.de-account: irgendwann kamem da täglich dutzende müllmails rein, also warum überhaupt noch reingucken?

ich schätze daher die arbeit der ganzen rezi-blogger. das ist zumindest mal ein anfang, eine anlaufstelle. schade finde ich aber auch hier, dass der überwiegende teil immer wieder von den selben labels kommt. klar, thinner oder tokyo dawn releasen einfach eine perle nach der anderen. das dürfte aber den meisten inzwischen auch zu genüge bekannt sein. doch es gibt auch kleinere, neuere sachen, die z.t. sogar um einiges spannender sind. da fehlt vielen bloggern dann wahrscheinlich doch die zeit, danach zu wühlen.

mit dem segen der ökonomischen unabhängigkeit geht eben leider auch die mangelnde filterfunktion einher. das gilt für netlabels ebenso wie für blogs. jeder kann da seinen scheiß rausschießen, ohne sich über irgendetwas gedanken machen zu müssen. die hochwertigen sachen kann man im prinzip an 10 fingern abzählen. bei den blogs sind die meisten davon in diesem artikel schon aufgezählt (danke dafür!) - gerade mal ein halbes dutzend. angesichts der möglichkeiten, die das digitale zeitalter bietet, eigentlich eine schande!
außerdem stelle ich für mich persönlich fest, dass es mir bei den meisten netz-rezensenten - sei es in foren, sei es in blogs - an musikverständnis, -wissen und -vokabular mangelt. da schreiben typen, die ihre netaudio-sachen anscheinend über laptop-speaker anhören und gerade entdeckt haben, dass es in der nächsten großstadt nen däschnoclub gibt. oder dass es im plattenladen die groove sogar kostenlos gibt. ja klar, jeder muss mal anfangen. aber dann braucht man sich auch nicht wundern, dass kritiken diesen namen eigentlich gar nicht mehr verdienen.

meint: Benne am 28.10.05

Achja. Falls noch jemand enooze kennt: war ein scene/netaudiomag mit vielen, vielen interviews. 120 Interviews gibt es gezippt auf scene.
http://scene.org/dir.php?dir=/music/groups/enooze/
u.a. mit Bodenständig2000, dncn, i am robot and proud und lo-bat.

meint: 020200 am 28.10.05

@stefan

irgendwie widersprichst du dich:

"liegt daran, dass die Musik qualitativ nicht mit Produktionen mithalten kann, die verkauft werden müssen, um mindestens die Porduktionskosten wieder einzufahren."

und dann sagst du:

"Netaudio-Künstler helfen da auch nicht weiter, es sei denn, man strebt ein vergleichbar niedriges Niveau an, wie die Leute aus dem Musikantenstadl: Qualität mies, aber immer ein nettes Grinsen und die richtigen Klamotten."

ich denke, daß die musik im netz meist so jämmerlich ist, daß marketing (und dazu gehören spannende persönliche geschichten)unbedingt nötig ist! die presse braucht spannende geschichten, worüber sie berichten kann, wenn sie das nicht hat, berichtet sie halt gar nicht.

darüber hinaus, sind die meisten netlabels gar nicht ernsthaft an der 'echten' welt interessiert, wie z.b. 'echtes' radio und konzerte. wie soll man den künstler denn ohne diese pers. geschichten noch kennenlernen?

'musik' war schon immer auch der interpret, erst in jüngster zeit (internet, also 10 jahre) wurde es doch erst überhaupt möglich, die musik vom interpreten zu trennen, ist das ein ideal? für mich sicher nicht...

musikstücke kann amn leicht vergessen (gerade in unseren wilden podcast-zeiten), einen netten menschen vergißt man aber nie...

meint: fabien am 28.10.05

Ich finde es traurig, das gewisse Stichworte und Begriffe hier einfach überlesen und ignoriert werden :(

Daher stelle ich das, aus rein persönlicher Sicht (da ich nicht für alle schreiben kann) einfach mal in den Raum, um zum Denken anzuregen, ohne dabei jemanden anzugreifen:

1. Die meisten Netaudio Seiten werden von Privatpersonen geführt, die ihre kostbare Freizeit opfern, ehrenamtlich nennenswerte Musik an den Mann zu bringen. All dies neben einem Job, anderen Aktivitäten und natürlich noch die kostbare Freizeit, die übrig bleibt.

2. Viele Künstler selbst _wollen keine_ Vermarktung im Sinne von großen Interviews und Backgroundstories, sondern sie wollen durch ihre musikalische Arbeit ernst genommen werden bzw. Aufmerksamkeit bekommen.

Jeder, der diesen Vorwurf an diverse Musikmagazine macht, sollte mal selbst einen Vesuch starten, an diverse Informationen von Künstlern ranzukommen, die teilweise _absichtlich_ keine Infos von sich Preis geben _möchten_. Das ist manchmal ein Kampf gegen Windmühlen, um überhaupt Informationen über den einen oder anderen Künstler in mühsamer Arbeit rauszukriegen.

Nicht jeder Künstler ist bereit dazu, sich selbst als Person in der Öffentlichkeit kund zu tun.
Das bleibt auch in der Entscheidung der Künstler selbst überlassen und nicht der Hörer, die zwanghaft eine Information über Personen u. Privatleben _fordern_.
(Beste Beispiele in der Öffentlichkeit: Daft Punk, Rex the Dog etc.)

3. Der Zeitfaktor für all diesen Aufwand, der von der Aussortierung von Neuheiten, bis zur Recherche führt, ist immens _hoch_. Vorhören, aussortieren, durchhören, Entscheidungen treffen, Informationen recherchierchen, sich Gedanken über die Musik zu machen, diese auch richtig zu vermitteln etc.

4. Würden all diese Forderungen und Wünsche realisiert werden, die auf Einzelheiten beruhen, bräuchte man einen eigenen Verlag oder zumindest einen fetten Sponsor, der diesen Aktivisten und einigen zusätzlichen Freiberuflern (die dazu nötig sind) für all ihre Zeit, die sie für die Leser und letztendlich für die Künstler _opfern_, unterstützen. In diesem Falle dreht sich alles wieder um den Arbeits- und Zeitaufwand, der einen 48 Stunden Tag fordern würde.

Dazu gibt es offizielle Printmagazine, die all diese Informationen liefern. Dort sind aber auch genügend Mitarbeiter und Freiberufler beschäftigt, die für ihren Job _bezahlt_ werden.

5. Jeder, der selbst mit einer Situation mehr als unzufrieden ist, hindert _Niemand_ daran, _selbst_ als Aktivist ins Licht zu treten (z.B. mit einem eigenen Magazin, Veranstaltungen, was auch immer) und all das _besser und anders_ zu machen, was er an anderen Medien als "gescheitert" ansieht.

Zudem sollte man sich dann auch entscheiden, ob ich sehr exklusiv werde (weniger Leser und Zielpublikum, aber dafür Exklusivität und Eigencharakter) oder mich einer breiteren Masse öffne, die von den verschiedensten Charakteren der Leute geprägt werden.

6. Jedes Magazin hat ihre eigene Handschrift und auch ihre eigenen Ziele, was und wen sie erreichen wollen. Ebenso auch die Kriterien, welche Inhalte vermittelt werden sollen. Letztendlich entscheiden dann die Leser den Erfolg bzw. Misserfolg eines Magazines.

7. Es zwingt einem _Niemanden_, diverse Netaudio Seiten (egal ob Blog oder Eigen-Ebene) zu konsumieren und sich ständig darüber aufzuregen, was diese falsch machen. Dazu gibt es eine Entscheidungsfreiheit der Leser, die selbst ihre Medien im Internet auswählen können. Die Besten bzw. Populärsten werden bekanntlichweise immer überleben... (Die Popularität u. Daseins-Berechtigung entscheiden widerum die Konsumenten/Leser)

8. Eine Forderung nach Qualitätsstufen und Kritiken ist immer gut und nützlich. Letzendlich muss man sich aber gerade bei Musik, die vom jewiligen Kritiker/Redakteur besprochen bzw. kritisiert wird, im klaren sein, dass der jeweilige Redakteur u. Kritiker nicht der Meinung des Lesers/Hörers sein muss, da immer ein Anteil der Subjektivität vorhanden sein wird.

Letztendlich fragt man sich dann, was es den Hörern bringen soll, eine Musik, die nicht aus Sicht des Autors hörenswert ist bzw. der Kritik ausgesetzt wird, den Leser/Hörer zuzumuten. Dies kann man auch direkt dem Künstler/Label schreiben, wenn man selbst einen Mißstand darin sieht. Hat der Autor selbst das Recht dazu, für all die Hörer zu entscheiden, welches Urteil gefällt wird?

Soll der Autor sich lieber dieser Exklusivität der kritischen Auseinandersetzung der Musik in seiner Zeit opfern und dabei viele andere Release einfach an einem vorübergehen lassen, die inzwischen auf dem Markt geworfen werden und ihre Daseins-Berechtigung haben?

Da ist es doch sinnvoller, den "Listeningfaktor" und vor allem den Faktor "Spaß" bei der Musik zu berücksichtigen, damit der Hörer sich nicht durch diverse Stücke "quälen" muss, nur weil der jeweilige Autor der Meinung ist, dass Musik trotz Kritik gehört werden soll.

Jeder hat einen anderen Geschmack und jeder Mensch hat ein anderes Hörverhalten und das spiegelt sich auch bei allen Magazinen in deren Redakteure wieder, die jeweils in der Einzelperson als Charakter in Form der Rezensionen dargelegt werden.

Der Rest bleibt einmal wieder beim Zeitfaktor hängen, um sich die Frage zu stellen, sich mehr der Kritik zu widmen/opfern, währendessen soviele hörbare, qualitative und innovative Musikstücke einfach links liegen gelassen werden.

Was bringt es letztendlich dem Hörer, wenn er keinen Spaß und keine Motivation durch Musikstücke bekommt, ausser der vielleicht bestätigten Kritik, die man dann hier und da raushören und unterstreichen kann.

Der Hörer da draussen ist nicht der typische Musikprofi, eingefleischte Netlabel Freak, Künstler etc., es ist der Musik Konsument, der seine Freude daran hat, gute und qualitative Musik zu hören. Mehr wird da oftmals nicht hinterfragt und das kann man den Hörern auch nicht vorwerfen, da wir schliesslich in einer Konsumentengesellschaft leben.

Wer es eklusiver mag, muss ich auf die obigen Punkte verweisen, da jedes Medium seine eigenen Ziele und sein eigenes Zielpublikum erreicht.

Ich bin nun seit ca. 10 Jahren selbst ein Aktivist und hatte meine Finger in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich und selbstlos im Spiel.

Was ich aber bis Heute leider immer wieder feststellen musste, dass die größten Kritiker und die Leute mit ihrem erhobenen Zeigefinger meist die Menschen waren, die letztendlich folgende Message kund gaben: "Dann macht doch mal!" "Irgendwer wird sich schon darum kümmmern"

Ich schliesse hiermit aus meiner persönlichen Sichtweise dieses Thema ab, weil eben auf dieser Welt glücklicherweise zu verschiedene Charaktere existieren, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen.

Ein Abschluss-Satz, der eigentlich jedes Medium betrifft:

Man kann es nicht Allen Recht machen!

Daher: Lebt in Eurer Entscheidung, lebt und scheitert aber nicht in Eurer Kritik.

in diesem Sinne

das war mein Wort zum Freitag ;)

Mando

meint: Mando am 28.10.05

an alle netlabels: führt endlich quality control ein!

es ist doch nicht schwer gute qualität rauszubringen: einfach die mittelmäßigen und schlechten sachen rausschmeissen, vernichten, was auch immer!
wenn ihr nur gute qualität (und auch wenn's dann halt nur wenige releases sind) rausbringt, werden sich auch andere produzenten, die qualität ähnlich schätzen sich von alleine melden...

es ist die typische "es ist gut genug, lass es uns raushauen" mentalität, die da durchscheint...

nur ganz wenige labels (ich kenne da leider nur TDR ;) ) denken eher so: "ok, kann ichs rausbringen, besser bekomm ich's nicht hin!"

meint: fabien am 28.10.05

erstmal vielen dank für die erwähnung von kreislauf und die damit überreichten blumen! (ok, an der navigation werde ich noch arbeiten, aber vielleicht mag mir ja auch jemand dabei helfen?)

die diskussion hier zeigt doch, die blogs selbst stehen und fallen mit ihren schreibern. deren präferenzen sind natürlich immer andere. so reichen bei dem einen links auf die releases und beim nächsten müssen es ellenlange rezensionen sein. wie dem auch sei - ich gehe davon aus, dass die nutzer selbst schon wissen was sie an den von ihnen aufgerufenen blogs haben. sonst würden sie ja auch nicht wieder kommen. aber eine hilfsquelle um gute musik zu finden sind sie alle, so oder so.

aber auch ich gebe zu, eine art qualitätsstandard sollte es für die labels schon geben. es nützt halt auch nix einen tollen track zu haben, der noch nicht einmal 192kb hat, oder wirklich grottenschlecht gemastert ist. denn dann macht das hören selbst auf den schlechtesten pc-boxen keinen spaß, auf anlagen im club komme ich gar nicht erst zu sprechen. ich muss hier dann auch die nötige ernsthaftigkeit der labels in frage stellen. und ich finde schon, dass so etwas auch einmal im blog geschrieben werden sollte. aber eigentlich gehört das ja gar nicht zum thema selbst...

ich selbst kann nicht sagen, dass netlabels nicht an "echtem" radio interessiert sind. vielleicht hab ich nur die falschen gefragt. auch habe ich die erfahrung gemacht, dass gerne auf fragen geantwortet wird, solange man diese denn auch stellt. man darf dann halt auch keine angst haben, dass im eigenen blog die releases erst einen tag später veröffentlicht werden. mir ist es egal ob meine mitstreiter das gleiche release vor oder nach mir besprechen...

sicher kann vieles besser gemacht werden, aber es könnte auch schlimmer sein. und was hindert denn jemanden einen eigenen blog zu starten und die eigenen ideen darin zu verwirklichen? es gibt leider viel zu wenig netaudio-blogs.

meint: mogwai am 28.10.05

Hi Mando.

2. Aufmerksamkeit IST Vermarktung.

Zu 3. und 4 möchte ich folgendes sagen: Wenn das für jemanden eine so grosse Belastung ist, etwas zu betreiben, sollte er nicht rumjammern und darauf warten, dass ihm die Welt dafür in den Anus kriecht, sondern ES LASSEN. Niemand wird gezwungen ein Blog in die Welt zu setzen um die Fülle an Netaudio Releases in Bahnen zu lenken. Oder hast Du schonmal einen Netlabel oder Labelbetreibe r gesehen, der sich darüber beschwert, dass es zu viel Arbeit ist Releases ins Netz zu packen?

Bald brauche ich ein Blog, um mir die Fülle an Blogs, die Netaudio versuchen zu strukturieren und reviewen, zu bewerten. Das ist doch krank.


7. Du hast den Kern des Problems erkannt: Der Leser sollte wählen können. Aber hat der Leser momentan eine wirkliche Auswahl? Ich glaube nicht und finde das für eine so weit entwickelte Szene arm.

zu 8 (global betrachtet). Wenn's denn wenigstens im Rahmen der Subjektivität auch negative Wertungen gäbe, wäre es auch möglich überhaupt eine Idee von dem zu bekommen, was allgemein als gut verstanden wird. Wenn man allerdings ständig und überall nur positiven superlativen ausgesetzt bin, hilft einem das kein Stück weiter. Niemand würde sich daran stören, dass ein Redakteur etwas aus seiner Sicht zerreisst. Herr Gott, das ist überaus wichtig. Wenn ich mich 24/7 lang freuen müsste, würde ich nach einer Woche nicht mehr wissen, was Freude überhaupt ist. Ja, der Redakteur hat das Recht ein Urteil zu fällen. Was bringt eine Messlatte von 10 bis 10?

meint: Ronny am 28.10.05

PS: Kreislauf gehört natürlich auch zu den Magazinen.

Ein Qualitätsstandard unter Netlabels wird es erst dann geben, wenn die Presse es geschafft hat, die Netlabels zu erziehen. Ich habe selber versucht mit anderen zusammen einen Konsens zu finden, was leider nicht möglich war. Her mit der Gewaltenteiligung. By any means.

meint: Ronny am 28.10.05

So, mein Senf zum Thema :)

Ich kann Mo in gewisser Hinsicht nur zustimmen.

Könnte mir mal jemand erklären, welche Daseinsberechtigung ein Netaudioblog hat, in das jeder Reinposten kann (De-bug seit kurzem)? Während seinerzeit die redaktionelle Preselection durch Bleed und co noch ein wenig Spannung und Zielstrebigkeit eingebracht hat, finde ich es jetzt einfach nur noch verkommen. Das ist nichts weiter als noch ein schwarzes Brett für Netaudio, wovon es so viele gibt, wie soll man den Überblick behalten? Langweilig.

Acowo hat durch seine stets vorhandene Aktualität noch was für sich. Kreislauf sowieso, Mogwai steckt dort viel Arbeit rein und das kommt auch beim Leser an. Und ja, die Frames und Navigation nerven ein wenig :)

Chiffe ist mir auch sehr lieb, irgendwie schaffst Du es immer wieder, mir vollkommen unbekannte Sachen zu servieren. Respekt dafür, das ist bis auf den Rosa-roten-Brillen-Faktor (alles super, alles toll) noch am informativsten. Das hatte ich Dir aber auch schon in einer Mail mitgeteilt, die ich leider immer noch nicht weiter beantwortet habe. Sorry dafür!

Phlow ist auch immer wieder für ein schönes Review gut, Klasse statt Masse.

Ich kann nicht behaupten, dass der Rest für mich irgendeine Rolle spielt und mir nicht vorstellen, dass er sonst für irgendwen interessant sein soll. Wie schon gesagt, Blogs in die jeder Reinposten sind nur billige Werbeflächen ohne Selbstzweck (ausser Netaudio lebe hoch).


Unterm Strich fehlt mir der kritische Umgang mit der Flut an Musik, die täglich hereinbricht. Dabei spielt es für mich gar keine Rolle, ob dort jedes Release mit langem Text abgehandelt wird, eine Wertung von 0-10 würde mir schon vollkommen reichen. Es gibt echt viel Schrott im Netz der Dringend als solcher deklariert werden sollte. Stattdessen kann man zu jedem Release, wenn man denn sucht, fast nur positives lesen.

Meinetwegen würde sogar ein mindestmass an Randinfo zu einem Release schon ausreichen.

-Sind ID3Tags vorhanden, wenn ja sinnvoll oder nur grundlegend?
-Bitrate wird ja meistens schon angegeben, aber handelt es sich um gut encodete Files oder hat da tatsächlich noch jemand BladeEnc benutzt?
-Sind Traktortags vorhanden, die Tracks schon gestriped?
-Wie klingt die Musik überhaupt? Ist das ein toller Song im schlechten Gewand?
-Wie wäre es mit einer Warnung, falls in dem all-in-one Zip leider auch alle Bitraten/Formate 64k, 192, VBR & OGG auf einen Streich angeboten werden?

Letztendlich hilft dem Hörer die Flut an vorhandenen Blogs wenig weiter (wenige Ausnahmen, wenn auch eingeschränkt, siehe oben) eine Auswahl zu treffen. Das ist in meinen Augen Mist.

meint: Ronny am 28.10.05

mhhhh, mit music-weblogs kann ich nicht viel anfangen, sie machen netaudio noch undursichtiger...

infos zu den künstlern? ja das interessiert mich!! vielleicht ist ja gerade diese 'unpersönlichkeit' der hauptgrund, warum die meisten netaudio-künstler außerhalb des internets absolut unbekannt und unbedeutend sind. vermarktung gehört halt dazu, ob man es beachtet oder nicht.

ich finde, daß netaudio an sich schon genug kälte ausstrahlt, da sind kleine persönliche geschichten über die künstler eine ziemliche erleichterung...

natürlich kommt es auf die musik an, aber die ist ja gerade bei blogs eine sehr schnell-lebige sache...

meint: fabien am 28.10.05

ich gebe ronny 100% recht, eine messlatte von 10 bis 10 bringt überhaupt nix. und wenn ständig nur gelobt und positiv gesprochen wird hilft das ebensowenig.

in der praxis sieht das dann allerdings anders aus. denn von 100 releases werden tatsächlich vielleicht nur 10 besprochen - wenn überhaupt. was mando vielleicht mit seinem kommentar sagen will ist, dass er doch lieber die veröffentlichungen bespricht die das auch (für ihn) wert sind. seine zeit ist ihm wohl auch zu schade um sie dafür zu opfern einen artikel darüber zu schreiben wie schlecht doch das release xy ist.

bei mir sehe ich das ähnlich - und doch ist es schon vorgekommen, dass ich mal eine vö zerreisse. und genau das kann schließlich etwas positives haben. es soll schon vorgekommen sein, dass sich künstler auf solche reviews gemeldet haben, man sich mehr mit dem künstler beschäftigt und dann das release mit ganz anderen ohren hört.

vielleicht ist das ja mal eine anregung für uns alle: auch mal zu schreiben was uns nicht gefällt, oder zu schimpfen wenn schlechte qualität abgeliefert wird. gerade aber in blogs sollten die leser dieses auch einfordern. wozu gibt es die kommentar-funktion?

ein altes deutsches sprichwort sagt ja: zu meckern gibt es immer was - man muss nur genau hinschauen...

meint: mogwai am 30.10.05

Ja, die fehlende Kritik. Aber vielleicht sollte man hier weniger auf traditionelle Publikationsorgane hoffen als auf eine Web2.0-Innovation warten: z.B. wäre ein MP3-Player-Plugin für iTunes, Winamp etc. toll, welches die eigenen Bewertungen (1-5 Sterne) seiner Netaudio-MP3s an Discogs sendet bzw. umgekehrt mit dem Durchschnitt bei Discogs abgleichen kann.

meint: a.XL am 08.12.05

Massenmenschen lästern über NETAUDIO!

Wenn ich mir hier einige Beiträge zum Thema Netaudio durchlese, dann sehe ich die Meinungen steifer Massenmenschen. Sie regen sich über wirklich tolle und schöne Musik auf, die es dazu noch kostenlos gibt. Jeder muss nur das suchen was er mag. Aber nö - es gibt immer noch Leute die nach Personen und Persönlichkeiten schreien. Ja, wir wollen die SUPERSTARS!!! Wir fressen nur das, was uns die Musikindustrie auf den Tisch haut - oder der Bauer frisst nur das was er kennt. Alles perfekt - Alles releativ. Eine Person hier schrieb sogar: Persönlichkeiten vergisst man nie! Hm...!? Ich sehe das von der anderen Seite - Melodien und neue Klangmuster vergesse ich nicht!!! Was sind sind denn das für Persönlichkleiten die momentan in der MUSIK-Branche gerade "IN" sind. Das sind Leute die vorgeben die PERFEKTEN Sachen zu liefern - weil es ja so super produziert wird, damit es sich rechnet und/oder die Presse was zu berichten hat. Auf den Punkt: Buschido, Sido, die ganze PRO7/RTL-Inzucht, Musicload-TOP-Artists für fettes Geld und Klingelton-Charts auf VIVA/MTV Selbst ein hässlicher Frosch wird zum Star. Wenn ich mir beispielsweise den Mist Buschido anhöre, dann fühle ich die zunehmende Perversion der Musikindustrie. Mit Electro oder RAP hat das nichts zu tun. Dazu klingen die CDs der TOP-Artist einfach nur schlecht! Hauptsache der Müll klingt im Radio und/oder Klingelton möglichst laut und eindringlich. Für die Leute die hier so über Netaudio ablästern: Es gibt in der großen Netlabel-Flut sehr viele HQ-Produktionen - ihr müsst Euch nur umhören. Oder bleibt einfach Massenmenschen und saugt Euch die aktuellen HITS von Madonna und Schnappi als 128KBit-MP3 für viel Geld über diverse Plattformen. Villeicht noch 'ne schöne Fetenhits dazu - na, wie wär's? Die Personen, die hier so über Netaudio ablästern, sind für mich einfach nur verbohrt und einfache Massenmenschen. Sie sehen die Vielfalt einfach nicht! Macht aber nichts, dass ist typisch deutsch. Wir schreiben "Kabarett" mit "K" und "TT"

Gruß, Thomas

meint: Thomsa am 11.03.06

ey thomas, was hast du denn für eine crack-pfeife geraucht? scheint gut zu bimmeln dein stoff. ziemlich platt was du das so in die kommentare schiebst. die einen gut, die anderen doof. alles geschmackssache, so wie deine pfeife voller dope. also, lehn dich zurück.

mc massenfrau diana t.

meint: diana am 12.03.06

Ey Diana! Von PHLOW hätte ich nicht erwartet, in dieser Form angesprochen zu werden. Ich seh' das jetzt mal nicht so böse, da ich wirklich keine Drogen brauche, um gut drauf zu sein.

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass in der Nataudio-Szene solche Mixe - wie der von Paul Keeley - dazu beitragen, dass irgendwelche Personen, die die Szene auf dem Level der 08/15-Musik betrachten, von Netaudio-Mist sprechen.

Weiter ging es um die Aussage, in welche Foren die dafür passenden Texte reingeschrieben werden...
Klar, wenn ich in einem Forum für Hasen-Zucht reinschreibe "Hasen-Zucht ist Mist" - dann bekomme ich auch auf die Birne. Ich wollte damit die Leute ansprechen, die hier so ausführlich von Netaudio-Mist sprechen.

Das ist doch alles eine Sache des persönlichen Gemschmacks. Warum sollten da irgendwelche Listen von 1-10 erstellt werden, damit "schlechtes" Netaudio als solches deklariet wird.

Netaudio ist halt sehr vielfältig und teilweise schon unüberschaubar. >>> Gerade DAS macht es doch so interessant.

Noch bis vor wenigen Jahren mussten wir das gut finden, was uns die Major's und Massenmedien mit besten Marketingstrategien auf den Tisch knallten. Da wäre es doch Schade, wenn wir nach gleichem Muster anfangen, gut von schlecht zu trennen. Ich bin dankbar für die vielen Künstler und Netlabels. Ich bekomme wirklich schöne Musik geschenkt. Ich kann mir das auswählen was mir gefällt. Das tolle daran - bei Musicload oder in irgendwelchen Plattenläden gibt es das nicht. Warum gibt es denn mittlerweile so viele Netlabels und Releases!!! Das kann kein Mist sein.

Ja, einige wollen sogar PERSÖNLICHKEITEN, die sich am Ende noch nicht einmal auf der ECHO-Verleihung sehen lassen nachdem sie zwei ECHOS bekommen haben. Noch nicht einmal eine VIDEO-Botschaft kommt als Anerkennung zürück.

Schade, wenn dann auch noch Foren für NETZKULTUR in die Oberflächlichkeit eines VIVA-Magazins verloren gehen.

Wenn Leute als Drogensüchtig dargestellt werden, nur weil sie sich mit EUREN Themen auseinander setzen. Ist das der Level von PHLOW.NET!?

Liebe Diana! Du setzt dich hin, schreibst in wenigen Minuten beleidigende Sätze und haust sie in dieses Forum. Hast Du eigentlich eine Ahnung davon, wie lange es dauert eine Vernünftige Netaudio-Produkion auf die Beine zu stellen!? Netaudio-Artists stecken sehr viel Zeit und Liebe in ihre Projekte und Du kommst mit kurzen Beleidigungen daher... DAS IST DEINE ARBEIT und DEIN BEITRAG ZUR NETZKULTUR!

Toll!

Gruß, Sascha

meint: Sascha am 14.03.06

interessante diskussion mit vielen gesichtspunkten.
aber machen die blogs nicht genau das, was man sich als konsument wünscht?
sie treffe eine art auslese - selektive auslese von grossen haufen. sie helfen uns weiter in unserer eigenen vorauswahl wo es auch nur wieder ein teil durchschafft um weiterzukommen (also quasi vom nutzer geladen zu werden). wenn die tracks einmal auf den rechner sind, hört man sie in der regel auch an und entscheidet wiederum selber ob einem der track gefällt oder gleich in den müll landet.
also denke ich kaum das jeder blog, auch wenn er nur die releases mit links postet, nicht seinen sinn erfüllen soll.
eine kritik, auch wenn sie nur kurz ist, hilft meist auch schon weiter, ein ranking hingegen ist nur eine zahl - ohne den text dazu sehr nichts aussagend. ein text macht das ganze dann doch immer etwas interessanter, weil die letztendliche punktewertung gibt der nutzer dann doch für sich selbst ab, der blogger hilft ihm dabei nur etwas.
interessant war es hier auch, das überwiegend doch die leute gepostet haben, die an der szene mitwirken und sich also mehr dranbetätigen, als sie nur zu konsumieren.
man sieht doch auch immer die unterschiedlichen belange des nutzers. der eine will mehr hintergrund infos um das ganze interessanter aussehen zu lassen, der andere mehr qualitative releases. wie die künstler sich selbst dastehen, bleibt immmer noch ihnen überlassen. deshalb sollte man in der anonymen welt des netzes nie zu aufdringlich werden.
jeder nutzer pickt sich immer seinen teil aus der szene raus. der ein stöbert endlos in archiven. der andere liest blogs und der 3 hört ne radiosendung darüber. aber jeder bekommt immer die von ihm gewünschte info.
und das ein hauptamtlicher musikredakteur nun mal einen regelmässigen und grösseren output erreicht als ein ehrenmann der es neben seiner tätigkeit macht ist doch alle mal klar. dies müsste sich aber auch jeder bewusst sein, oder?
also geht alle mal ein bisschen relaxter an die sache und übt weniger kritik an sachen die doch gut sind ;)
.. niemand muss müssen ...

mfg zazi

meint: zazi am 07.08.06

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