Bookmooch: Kostenlose Bücher per Büchertausch

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bookmooch-startbild.jpg Über Bookmooch.com erhält man Bücher kostenlos - eigentlich jedes. Die einzigen Kosten, die auf einen selbst zukommen, sind die Versandkosten. Diese bezahlt man aber nicht beim Erwerb eines Buches, sondern beim Versand. Denn Bookmooch ist eine Tauschbörse, die auf einem Tauschprinzip basiert, das Punkte verteilt. Wer kostenlos Bücher verschickt, kann sich kostenlos Bücher bestellen.

Text: mo.

Seit ich im letzten Jahr auf der Wizard of OS 4 von Bookmooch erfahren habe, wollte ich die Idee immer schon einmal ausprobiert haben. Zum Test habe ich heute eigene Bücher zum Angebot eingestellt und eine Wunschliste mit Büchern angelegt. Mal sehen, ob das alles funktioniert...

Was ist Bookmooch?

book-mooch-logo.jpgHinter dem Projekt Bookmooch.com steckt John Buckman, der das "Netlabel" magnatune.com erfolgreich betreibt. Bookmooch gibt es mittlerweile seit einem halben Jahr und wurde euphorisch von Buckman auf der Wizard of OS 4 vorgestellt. Mittlerweile haben sich fast 20.000 Mitglieder angemeldet, wie man in den Bookmooch-Statistiken sehen kann und der Service hat einen Buchbestand von ca. 190.000 Exemplaren.

Bücher tauschen mit Prinzip

Bookmooch basiert grob zusammengefasst auf dem Prinzip: Verschickst Du ein Buch, bekommst Du einen Punkt und kannst dann selbst ein Buch für diesen Punkt anfordern. Das Prinzip fusst natürlich auf Vertrauen ähnlich wie Auktionsseiten wie Ebay. Wer ein Buch erhält, bestätigt natürlich auch den Empfang. So versucht sich die Website gegen Missbrauch zu schützen. Auch wenn es sich bei Bookmooch um eine amerikanische Website handelt, so können auch Deutsche, Spanier, Franzosen, Portugiesen und Italiener an der Idee teilhaben. Zwar ist die deutsche Übersetzung immer noch recht mangelhaft, aber man darf sich an der Übersetzung beteiligen.

Basiert Bookmooch auf reinem Altruismus?!?

Nein. Denn hinter Bookmooch steckt ein cleveres Prinzip. Zwar steht der Service kostenlos und derzeit ohne lästige Banner zur Verfügung, aber schon jetzt verdient John Buckman ein paar Kröten mit dem Service. Geld verdient Buckman nämlich über Amazon. Während er seinen Service einerseits an die Amazon-Datenbank angeschlossen hat, damit Benutzer neue Bücher sowie Bücherwünsche schnell einpflegen können, leitet er andererseits natürlich Besucherströme.

Findet jemand zum Beispiel per Bookmooch nicht das gewünschte Buch, ersteht er es vielleicht aus Frust oder Ungeduld direkt beim Versandriesen. Die Provision streicht sich Bookmooch dann selbst ein. Schlicht gesagt: Clever, fair und notwendig. Schließlich müssen auch erst einmal die Server-Kosten bezahlt werden. Wieviel Geld sich mit der Idee am Ende erwirtschaften lässt, erfährt man leider nicht. Mit steigender Benutzerzahl könnte das aber durchaus ein kleines nettes Einkommen ergeben.

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Kommentare

sehr clever und hoffentlich brauchbar... bei mir warten festmeter an luis trenker-schmöker auf neue besitzerInnen

meint: kotzak am 26.01.07

sympathisches projekt. mooch heißt übrigens schnorren :-)

meint: Stefan am 27.01.07

so ganz neu ist die sache nicht oder?
wenn man bei google bücher tauschen eingibt, gibt es doch einige ergebnisse die auf ähnlichem prinzip aufbauen.

was ist denn so besonders an bookmooch?

meint: reiner am 30.01.07

ja, das prinzip ist nicht neu. ich fand es aber mal interessant vorzustellen. es gibt auch das gleiche prinzip für cd-tausch und so.

meint: mo. am 30.01.07

also ich kann die entsprechenden datein für 0sx nicht runterladen...

meint: flur am 30.01.07

hey mo,

haste was getauscht bei bookmooch?
ich habe mich mal bei buchticket angemeldet und von 20 büchern erst eins getauscht...

würde mich interessieren ob es bei jemand anderem besser läuft...

meint: reiner am 08.03.07

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