Fakten und Erkenntnisse: Erfolgreiche Werbung auf Phlow

Rubrik » Musik Marketing Promotion

foto-pixelio-nathan-road-hong-kong.jpgErfolgreiche Positionierung von Online-Werbung | Letzte Woche wagte ich ein kleines Experiment: Die Top-Positionen für Google Adsense konfigurierte ich so, dass ausschließlich Bilder- und Video-Werbung geschaltet wurden. Die Ergebnisse waren erstaunlich, eindeutig und drastisch. Ein kleiner Einblick über den Erfolg von Werbung auf Phlow.

Text: Moritz »mo.« Sauer
Foto: Nachtstein

Weil ich eigene Webseiten ins Internet stelle, probiere ich immer wieder neue Software, Scripte, Designs und Ideen aus. Das hält mich fit und auf dem Laufenden. Von Markus "kus" Koller habe ich gelernt, auch mal etwas zu wagen und mehr zu spielen. Auch wenn dabei die eigenen Verdienste erst einmal leiden.

Deshalb liebe ich das Internet. Ich darf ungehindert experimentieren. Es ermöglicht mir preiswert rumzuspielen, zu tüfteln und hin- und wieder neue Erkenntnisse zu erlangen. Eine Erkenntnis ist die: Mit Google Adsense verdiene ich auf Phlow am besten, wenn ich die Text-Werbung schalte. Wie das?

Detektivarbeit: Werbemaßnahmen per Tracking überprüfen

Wer Google Adsense nutzt, dem bietet die Datenkrake zwei Hauptformate für Werbemaßnahmen: Text- und Bild oder Video-Werbung. Die Größe der Werbeblöcke und die Farben lassen sich bei den Textanzeigen anpassen. Außerdem unterstützt Google seine Kunden mit einem Tracking von verschiedenen Werbeblöcken. Das bedeutet, das ich jedem Werbeblock an den jeweils verschiedenen Stellen auf Phlow eine ID zuweisen kann. So bekommt ein Werbeblock zwischen Anreisser und Artikel eine eigene ID tätowiert. Oder die Werbung auf der Startseite brenne ich eine eigene ID in den Nacken. Oder auch die Werbung auf den Kategorienseiten erhält einen eigenen ID-Sticker.

Mit Hilfe des Trackings verfolge ich, welche Werbung am häufigsten aufgerufen wird und welcher Block die meisten Klicks provoziert.

Die zwei erfolgreichsten Werbeblöcke sind der Werbeblock zwischen Anreisser und Artikel und die Werbung in den Kategorienrubriken direkt unterhalb des Info-Blocks.

Besonders beliebt ist hierbei die Kategorienseite der MP3-Musik-Downloads. Der Erfolg misst sich meiner Meinung anhand folgender zwei Tatsachen...

Erfolg, Fakten, Tatsachen

70-80% der Besucher strömen über die Suchmaschinen direkt auf die Artikel-Webseiten von Phlow. Das ist nichts ungewöhnlich für ein Weblog. Im Gegensatz dazu entern in der Regel die Stammleser das Magazin über die Startseite. Während die Stammleser Phlow kurz nach neuen Artikel scannen und die Werbung als blinde Flecken kaum wahrgenommen werden, müssen sich Neuankömmlinge erst einmal orientieren. Die grellen, quietschigen pinkfarbenen Werbeblöcke fallen den Besuchern dabei scheinbar eher in den Blick als die Bildwerbung. Das liegt womöglich einerseits an anderen konkurierenden Bildern auf der Website, andererseits sicherlich an der auffälligen Farbe.

Letzte Woche habe ich dann ein kleines Experiment gewagt und Google angewiesen ausschließlich Bild/Video-Werbung auf den Top-Positionen zu schalten. Die Einnahmen stürzten sofort drastisch in die Tiefe. Die Platzierung der Bildwerbung brachte nicht das gewünschte Ergebnis. Seit gestern brennen Euch nun wieder die pinkfarbenen Textanzeigen in den Augen oder hin- und wieder Bildwerbung. Wenn Ihr nicht einen Adblocker laufen habt... Die Wahl, ob sich Text- oder Bild-Werbung lohnt, überlasse ich Google Adsense. Nachdem meine "Einnahmen", um mehr als 50% abschmierten, erholen sich die Klickzahlen seit gestern und sind wieder auf gewohntem Niveau.

Noch eins: Ein weiterer Punkt für den Misserfolg könnte auch die Tatsache sein, dass Google nicht für jede Webseite eine Bild/Video-Werbung auf Phlow geschaltet hat. Überprüft habe ich das nicht in der letzten Konsequenz und bin hier und da über einige Charity-Werbung gestolpert. Vielleicht braucht es noch ein wenig Zeit, bis sich Bild/Video-Werbung bei Google Adsense durchsetzt.

Fazit: Wenn schon Werbung, dann finde ich eigentlich Bild- und Video-Werbung am "ästhetischsten". Die Erfahrung zeigt aber, dass sich zumindest hier die Text-Werbeblöcke als erfolgreicher gestalten - zumindest auf Phlow. Jetzt frage ich mich natürlich, welche Erfahrungen ihr gesammelt habt.

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Kommentare

das finde ich ja mal cool. interessant, deine ergebnisse. danke für den einblick.

meint: dahlia am 26.09.07

Wenn du mal wieder in Experimentierlaune bist, probier mal folgendes: Rahmen- und Hintergrundfarbe in Seitenhintergrundfarbe, Überschrift in einer auffälligen, kontrastreichen Farbe (aber nicht pink :), Text in der normalen Seitentextfarbe und die Linkfarbe so nah an der Hintergrundfarbe wie möglich. Dann blendet das Gehirn die Werbung nicht so leicht als "blinder Fleck" aus.

meint: Q-Man am 26.09.07

Textblöcke rocken, alles andere filtert man ja gerne in die Kategorie Werbung. Herr Nielsen seine Artikel zu "Fancy Formatting" und "Banner Blindness" passen da ganz gut: www.useit.com

Danke auch für den Einblick!

meint: Simon V am 26.09.07

@q-man: diese art von werbung kenne ich auch. dabei verschmilzt jedoch arg der inhalt mit der werbung und das finde ich eigentlich nicht die feine englische art. manipuliert man so die farben kann man sehr fies die banner innerhalb des textes einbauen. ich finde das aber leicht unseriös, obwohl es mich gerade juckt, dass einfach mal auszutesten.

@simon v: danke für die tipps bzgl. der nielsen-artikel. die werde ich gleich mal herausfischen und hier sind sie:

http://www.useit.com/alertbox/banner-blindness.html
http://www.useit.com/alertbox/fancy-formatting.html

und noch zwei zum thema "banner blindness"

http://www.jnd.org/dn.mss/banner_blindnes.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Banner_blindness

meint: mo. am 26.09.07

@mo: kennst du eigentlich schon das hier?

https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/500

meint: Q-Man am 26.09.07

nee, kenn ich nicht. aber das bisschen zeit hab ich noch, um mich einzuloggen. sind ein paar klicks. und so ein plugin reist mir nachher noch ein sicherheitsloch in meinen browser...

meint: mo. am 26.09.07

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