Text: Moritz »mo.« Sauer
Email-Newsletter gehören zu den ältesten Vermarktungsmöglichkeiten seit es das Internet gibt. Doch mit zunehmendem Spam-Aufkommen und der schieren Flut an Informationen rücken Surfer immer seltener ihre Email heraus. Oder sie nutzen Wegwerf-Emails von Services wie Spamgourmet, mailinator.com oder despammed.com und nutzen diese kurzfristig für ein Email-News-Abonnement.
Darum geht man am besten sorgfältig und liebevoll mit den Emails von Interessenten um. Schickt darum Newsletter nur dann heraus, wenn es etwas zu berichten gibt. Ein Newsletter muss seinem Empfänger einen Mehrwert bescheren, ansonsten bestellt er ihn schnell wieder ab. Doch bevor man einen Newsletter verschicken kann, muss man natürlich erst einmal an Email-Adressen herankommen.
Es gibt mehrere Arten an neue Email-Adressen zu kommen. Eine clevere Form habe ich letzte Woche auf den Webseiten des Netlabels Zymogen entdeckt. Wer die Compilation "Symbiosis" herunterladen wollte, wurde zuerst höflich augefordert seine Email zu hinterlassen. Als Dankeschön sendete das Netlabel Zymogen-Netlabel einen Download-Link zur Compilation. Eine vollkommen legitime und einleuchtende Aktion.
Regel: Das Angebot eines Newsletters platziert man am besten in der Nähe der Downloads mit einem verständlichen Satz.
Wenn man also Besucher auf der eigenen Website verzeichnet, die gerne die Inhalte goutieren, hilft es sie darauf aufmerksam zu machen, das man sie gerne über neue Veröffentlichungen informiert. Dazu platziert man eine höfliche Aufforderung am besten in der Nähe der zum Download stehenden MP3s. Hervorragend funktioniert, hat diese Taktik unter anderem bei den beiden Streaming-Tools Simplay und Netaudio MusicPlayer von Phlow.
Eine weitere Möglichkeit sind Club-Abende und Konzerte. Wer häufiger auflegt oder mit seiner Band auftritt, der sollte an der Kasse oder am eigenen Merchandise-Stand die Besucher auffordern, eine Email für mehr Informationen zu hinterlassen. Auf zahlreichen Konzerten und Club-Abenden mit freier Musik, haben die Netlabels und Netaudio-Künstler in den seltensten Fällen darauf hingewiesen, dass man auf der Künstler-Website weitere Musik herunterladen kann. Dabei wäre das ein exzellentes Merkmal sich von anderen Bands abzuheben. Schließlich freut sich ein Konzertbesucher über weitere Musik, die ihm gefallen hat. Und zum zweiten kann man ihn über neue anstehende Konzerte auf dem Laufenden halten.
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meint: Florian am 10.09.07Hallo Moritz,
ich habe lange Zeit einen Newsletter verschickt und hatte dazu einige selbst geschriebene Scripte verwendet. Irgendwann bin ich dann auf RSS umgestiegen und habe jetzt aber das Gefühl, dass dies nur die Hälfte der Interessenten erreicht.
Kannst Du irgendwelche Scripte empfehlen die das Management von Newslettern erleichtern?
Viele Grüße,
Florian
meint: mo. am 10.09.07empfehlen kann ich dadamail. basiert auf perl und ist ein ausgewachsener email-newsletter-manager. man kann auch diskussionslisten aufsetzen. ist open source und findest du unter:
http://mojo.skazat.com/
das schöne ist auch, dass du das newsletter-archiv deinen besuchern zur verfügung stellen kannst, da dadamail die ganze verwaltung übernimmt und natürlich auch das archivieren der newsletter. außerdem sind newsletter im html und txt-format möglich. falls du irgendwo mein buch rumfliegen haben solltest, kannst du auch dort reinschauen. ich stelle das programm in "websites für musiker..." vor.
meint: RETUR am 14.09.07Wir verwenden für unseren Band-Newsletter den kostenlosen Service von Zookoda (ihr könnt's ja mal bei uns austesten ;-) )
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