EZMO-Musik-Plattform: Hochladen, Teilen, Hören!

Rubrik » Musik Marketing Promotion

ezmo.jpgWeb2.0-Service für das Teilen von Musik | EZMO ist ein kostenfreier Musik-Service, der die Idee verwirklichen möchte, dass man Musik mit Freunden teilt und hört. Jeder registrierte Nutzer lädt dazu seine Lieblingstitel bzw. seine Musiksammlung auf die Server des Musikportals hoch. Um Urheberrechte nicht zu verletzen, setzt der Musik-Service ausschließlich auf Streaming. Vielleicht ist EZMO aber auch eine Chance für Netlabels eigene Musik zu promoten...

Text: Moritz »mo.« Sauer

Mit EZMO widmet sich das nächste Unternehmen dem Thema Musik und Internet. Wie es aussieht, versucht hier ein neues Musikportal den Angriff auf etablierte Websites wie Last.fm. Das Konzept von EZMO sieht wie folgt aus: Jedes EZMO-Mitglied darf bis zu sieben Freunde einladen, denen der Zugriff auf die eigene Musiksammlung erlaubt wird. Dadurch will EZMO mit Hilfe seiner Nutzer eine Community aufbauen. Klar, dass riecht mal wieder nach user-generated-content.

Wahrung von Urheberrechten durch Audio-Streaming

Trotzdem ist die Kompenente interessant. Neue Musik teilt man einfach mit Freunden, indem man ihnen die Musik schlicht hochlädt. Auch für Musiker könnte das interessante Effekte haben, da per EZMO Musik mit-geteilt wird. Das Musikportal erhöht somit die Mundpropaganda und erhält als Dankeschön Informationen ähnlich wie Last.fm über das Benutzerverhalten. Vielleicht ermöglicht die reelle Zusammenstellung von Lieblingssongs noch detaillierte Informations-Daten-Cluster als Last.fm. EZMO behauptet in seiner Pressemitteilung:

ezmo-screenshot.jpg

Auf der anderen Seite verschärft die Musikindustrie zunehmend ihre Bemühungen zur Wahrung der Urheberrechte. Deswegen wird der Austausch von Musik immer schwieriger. EZMO schließt die Lücke zwischen Verbraucher und Musikindustrie und stellt beide Seiten zufrieden: Die User haben die Freiheit, ihre Musik gemeinsam zu erleben – und durch die Eröffnung eines neuen Vertriebsweges gewinnen auch Plattenfirmen und Künstler.

Um Copyrights nicht zu verletzen nutzt EZMO lediglich Audio-Streaming. Etwas marktschreierisch lautet es in der Pressemitteilung:

Durch das Bereitstellen der Musik als Stream verhindert EZMO die Verletzung der Urheberrechte. Legaler Musikgenuss pur – ohne Kosten und ohne Einschränkungen.

Möglich wird ein Angebot wie EZMO dank immer fetterer Datenleitungen. Sicherlich revolutioniert das Mitmach-Musikportal nicht die Musikindustrie und das Teilen von Lieblingssongs. EZMO könnte trotzdem ein durchaus interessantes Musik-Marketing-Werkzeug werden, um Musik zu promoten. Wenn man eigene Musik hochladen darf, besteht auch die Möglichkeit EZMO als Marketing-Service zu nutzen und Journalisten, Netaudio-Blogs und gezielt Fans mit Previews des eigenen Albums oder anstehender Releases zu versorgen. Das Streaming unterbindet Downloads noch nicht veröffentlichter Alben und EPs. Dahingegen lassen sich natürlich per Audio-Software die Streams aufzeichnen...

Einen weiteren Blog-Eintrag zum Thema mit zahlreichen Kommentaren findet ihr auf http://blog.trnd.com

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Kommentare

klingt für mich persönlich jetzt nicht so spannend. ich seh da keinen besonderen mehrwert, den ich nicht auch bei last.fm habe. wenn ich freunden musik empfehlen will schick ich denen nen link oder direkt das mp3, was brauch ich da nen zwischenhändler für? sich da anmelden, den ganzen krempel uploaden... und die ganze arbeit nur damit die nen paar kumpels von mir meine aktuellen hits streamen und da noch dran verdienen? da seh ich keinen sinn drin. und überhaupt... streamen? wer sagt denn, daß man mit streaming das urheberrecht umgehen kann? die gema sieht das glaube icht etwas anders.
und bitte bitte nicht noch ein 'musik marketing werkzeug' wo ich den ganzen scheiß hochladen muss um evtl. noch 2 weitere hörer zu begeistern. desweiteren möchte ich zu gerne das gesicht des bestenfalls geneigten musikredakteurs sehen wenn er meine mail liest in der ich ihn auffordere sich doch bitte mal bei diesem tollen neuen web 2.5 musiksharingdingensbums anzumelden um die einmalige chance zu bekommen sich unser neues release 2 tage vor der weltöffentlichkeit anhören zu dürfen... er hat ja auch sonst nix zu tun...
für mich hört sich das alles etwas nach webtendverwurstung an... "wir brauchen was mit musik und internetz, natürlich voll social und communitymässig ...auf sowas stehen sie jungen leute" okay ich hör auf, nur eins noch: "legaler musikgenuss pur" also. der nächste marketingfuzzi der als werbeslogan hinter ein beliebiges buzzword 'pur' setzt und das ernsthaft für werbewirksam hält bekommt von mir persönlich dresche - dresche PUR!
aber wer bin ich schon, außerdem ist es 4:44uhr morgens, also gute nacht freunde.

meint: SimSullen am 19.09.07

Mehrwert den du nicht bei last.fm hast: Du kannst dir gezielt ganz bestimmte Musik anhören, die entweder du selber oder aber deine Freunde hochgeladen haben.
Mir persönlich bringt es insofern was, dass ich meine gesamt Musiksammlung online zugänglich mache, hauptsächlich für mich selber. Ich kann jederzeit und überall (sofern denn ein Internetzugang zur Verfügung steht) auf meine eigene Sammlung zugreifen. Nett, wenn man bei der Arbeit, wie bei Freunden und Bekannten immer die Möglichkeit hat, gute Musik zu hören.

Zudem wird auch von ezmo aus zu last.fm gescrobbelt, so dass du die Vorteile von beiden Diensten wunderbar nutzen kannst- daher wird da wohl nicht wirklich ein Angriff gewagt... ;)

meint: mandy-may am 19.09.07

hey simon! danke für deinen beitrag. da stecken ein paar wirklich gute gedanken drin. in dem artikel habe ich natürlich laut gedacht. dabei habe ich vergessen, das sich der journalist, ja wirklich selbst einloggen muss. ich dachte dabei auch nicht so sehr an print-medien, sondern andere netaudio-blogs. trotzdem ist die begrenzung auf 7 leute ziemlich schwachsinnig, um ezmo als promotion-werkzeug zu nutzen.

das mit dem streamen funktioniert wahrscheinlich mit der gema so, dass die einfach ezmo als radio angemeldet haben. so wird eine radio-pauschale abgedrückt, aber das vermute ich natürlich nur.

das mit "pur" ist super :) sehr schön beobachtet.

zu mandy-may: das sind natürlich ein paar schöne argumente. sehe ich ein. trotzdem ist das hochladen der eigenen musiksammlung schon sehr langwierig - bei den upload-geschwindigkeiten. apropos, kommst du aus dem ezmo-team?!?

meint: mo. am 19.09.07

@mandy-may: bei der vorstellung meine komplette musiksammlung da hochladen zu müssen wird mir allein vom aufwand her etwas anders... und das dann noch mit adsl. in der zeit die dabei draufgeht kann ich mir selbst als it-idiot nen medienserver aufsetzen oder einfach i-tunes als streaming client nutzen. wenn ich bei meinen freunden nicht auch so die möglichkeit hätte gute (und im bestenfall mir noch unbekannte) musik zu hören, müsste ich mir mal genau überlegen ob ich denn die richtigen freunde habe ;).
wenn du den dienst auf der arbeit nutzen kannst (darfst), hast du einen wirklich netten arbeitgeber (ein web2.0 startup?). außerdem hat der durchschnittliche musikliebhaber auf seinem mobilen player eh´ schon mehr musik als er während seiner arbeitswoche zu hören im stande ist. aber ich will hier wirklich keinem was mies machen. für den ein oder anderen macht so ein service bestimmt sinn... dann viel spass damit.
@mo.:gute gedanken... naja das, was man im morgengrauen noch so an gedanken auf die reihe bekommt ;) - das mit der radiopauschale klingt schlüssig. vielleicht hat diese 7 freunde beschränkung auch rechtliche gründe, so die streaming variante der privatkopie oder sowas? ;) (7 leute = freundeskreis / 8 leute = publikum)


meint: SimSullen am 19.09.07

@mo.: Hehe, nein ich bin nicht aus dem ezmo Team aber seit einigen Wochen extreme ezmo Nutzerin und wie man merkt recht begeistert.

@SimSullen: Mag sein, dass meine superschnelle Leitung mir das ganze extrem vereinfacht hat... Aber nachdem das Uploaden getan ist, bin ich ganz froh, dass mir jemand unentgeltlich einen Server zur Verfügung stellt, den ich mit meinen Freunden gemeinsam nutzen kann. Ich empfinde es auf jeden Fall als angenehmer, meine Musik online zur Verfügung zu haben und eben die Möglichkeit zu haben, sie jederzeit zu hören, ohne meinen ipod immer mit mir rumtragen zu müssen (kommt mir als Handtaschenhasserin sehr entgegen.).

Ich halte Arbeitgeber, die es ok finden, wenn man bei der Arbeit Musik hört, ob es nun online Radio, vom ipod oder aber über ezmo ist, eigentlich für normal. Aber vielleicht habe ich damit bisher nur sehr viel Glück gehabt. (btw.: kein startup, ein Buchclub)

Aber wie du schon sagst- jeder muss selber wissen, ob er damit was anfangen kann oder eben nicht.

meint: mandy-may am 19.09.07

Naja, der Atomisierung des nicht am Mainstream ausgerichteten Musikgeschmacks steht ein neuer Wackelpudding zur Verfügung, was soll's...

Wackelpudding deshalb, weil sich, wie bereits angesprochen, in Zukunft auch hier irgendwelche obskuren *nwälte oder ähnlich geartete 'Recht*verwärter' zu Wort melden dürften.

Bedauerlich, dass zeitgleich Andere, aus welchen Gründen auch immer, beispielsweise mit ihrer 'Hausmugge' (http://tinyurl.com/3dkv6l) am Ende sind. ;-) Oder dürfte das angesprochene Thema eine ernstzunehmende Alternative zum Platten- oder CD-Händler meines Vertrauens darstellen? (Den entsprechenden DJ, wo auch wahrgenommen, nicht zu vergessen!)

Ganz abgesehen davon, dass es mich nun wirklich eher wenig tangiert, meine auf dem Rechner konservierten Bestände mit wohl an Open Source im übertragenen oder auch direkten Sinn nicht weiter Intressierten zu teilen...

Daher: Web v*...-Angebote dieser Liga mag ich nicht bespielen. (Oder: Meine HD-Inhalte gehören immer noch mir!?)

Na, & so weiter, blah....

;-)

P.S.: Ich sehe jetzt auch nicht so ganz, trotz Adam Ries (http://tinyurl.com/2v8u9e), den Vorteil für Net-Labels bei der zur Verfügung stehenden Verteilungsrate...

meint: DAU am 21.09.07

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