Doppelkritik: Resynthesize und plosive-Remixe

Rubrik » Techno

cover-plosive.jpgBettina ist busy. Wenig Zeit für Reviews, und wo sich bei echten Musik-Journalisten die Schreibtische vor Promo-Exemplaren durchbiegen - so ist es doch, oder? -, ist mein Desktop mit lauter MP3-Ordnern verstopft. Ein Teil davon muss jetzt kommuniziert werden. Bettina macht den Aufschlag mit Resynthesize vom Expermedia-Netlabel und mit den plosive-Remixen des One-Netlabels.

Text: Bettina Rhymes

Resynthesize - Heart and Soul Direct



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Neben dem ganzen experimentellen Kram erregen immer wieder ausgesprochen poppige Veröffentlichungen meine Aufmerksamkeit. Zum Beispiel das Juli-Release des Experimedia-Labels. Die sehr professionelle Aufmachung der Website und die synthetischen Artworks hatten mich immer ein bisschen abgeschreckt, aber ein netter Hinweis auf das Heart and Soul Direct-Album des Amerikaners Brandon Tallent a.k.a. Resynthesize hat mich dann doch mal dazu gebracht, dem Label meine Aufmerksamkeit zu schenken.

Und es hat sich gelohnt! Unglaublich fett produzierter Drum 'n' Drill mit großen Melodien und viel Sinn für's Songwriting. Auch wenn die Breaks hier und da mal ziemlich durch die Decke gehen, verliert Resynthesize nie die Bodenhaftung. Ein bunter Blumenstrauß unterschiedlicher Spielarten elektronischer Musik, ein eingängiges Destillat aus 10 Jahren Techno und Elektro. Klasse.

plosive - one remixes

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Wenn es um futuristischen Pop geht, kommt man natürlich auch nicht am ONE-Netlabel vorbei. Ihr erinnert euch an "If:Then:Goto"? Rischtisch! Im Juli veröffentlicht, solltet ihr spätestens jetzt die aktuelle Plosive-EP checken. Aaron McCammon (US) vergeht sich hier an einigen Klassikern aus dem ONE-Repertoire und kompiliert diese Remixe in äußerst schlüssiger Weise. Die tollen, immer leicht käsigen Bad Loop-Melodien erstrahlen im Elektro-Dub noch mal so schön, Recue und IUA gewinnen in der Plosive-Bearbeitung deutlich an Kontur und, äh, Deepness. Da geht's schon recht tief in die Echo-Kammer. Mein Favorit ist der leider viel zu kurze Moondog/ Minimal Music-artige Remix von Jack Haberfield's Juniper Trees.

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Kommentare

Danke, danke, danke! Resynthesize versuesst mir gerade die Ueberstunden...

meint: andreas am 19.10.06

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