Comfort Fit reloaded. Ich bin untröstlich, aber nach seiner grandiosen "Use it or loose it" EP, muss ich hier noch einmal eine Lanze für eines der besten Netaudio-Releases der letzten Zeit brechen. Denn der junge Boris Mezga produziert Tunes, die nicht nur in ihren Nuancen variieren, sondern auch Genres wie Future-Easy-Listening-Jazz über HipHop bis hin zu Bigbeat neues Leben einhauchen.Text: mo.
Es gibt selten Musik, die einem ans Herz wächst, die man immer wieder hören möchte, in welcher man immer wieder eine neue Sound-Idee oder ein verstecktes Sample findet. "Forget and Remember" gehört zu diesen Alben.
Dabei schwebt Comfort Fit nicht nur sound-technisch über vielen Musik-Produzenten, sondern hat Ideen, musikalische Ideen. Selten verwebt jemand im elektronischen Bereich der Musik so gekonnt Beats. Die klingen unglaublich lebendig, weil immer wieder kleine Ausrutscher eingewebt wurde, ein Clap kurz da eingesetzt, ein Rhythmusgeflecht dort getwistet wurde und sich hier und da der Beat langsam und gedehnt im Tempo absenkt. Vor allem das Stilelement, des Herunterpitchens der Geschwindigkeit benutzen die wenigsten. Wo andere stur die vorgegebene Geschwindigkeit durchtackern lassen, filtert Boris Mezga die Drumsamples herunter, lässt sie auseinander laufen, um wie bei einer Band nach dem Break das Tempo wieder anzuheben. Und das bedeutet richtig viel Programmierarbeit im Arrangement...
Unterstrichen wird die Variabilität der mal minimalistisch, mal mehr oppulenten Songs mit jazzigen Einflüssen. Als langjähriger Hörer elektronischer Musik staunt man verwundert, wie organisch, wie lebhaft diese computer-generierte Musik klingt. Wie Herbert Matthew seinen klickerigen House-Tracks Leben einhaucht, indem er abgefahrene Samples nutzt, die er in seiner Küche gefunden hat, so transportiert Comfort Fit mit melancholischem Swing in seinen bleepigen und Rhodes-inspirierten Sound seinen seelenvollen Vibe in die Welt.
Gebt dem Album Zeit, lasst Euch auf die Zwischenwelt inmitten von HipHop, Minimal-Musik und Downbeat ein und genießt jeden Break, der um die Ecke biegt und den nächsten schon sanft hinter sich her schleift. Zu meinen Favoriten gehört das jazzig-zurückgelehnte "Miles of Smiles", der gewiefte Stomper "Hairy Crushed Nuts" oder das antreibende "She Knows Me Now" mit einem eleganten Rapper Mercury Waters.
Groß, größer, am größten: Comfort Fit. Yeeeee! Das zu toppen wird schwer ;)
Website: TokyoDawn.com
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meint: mimic am 13.06.05Das Album ist einfach der Hammer! ENDLICH mal wieder musikalische Inovation unter den netaudio Releases! Hatte es fast schon aufgegeben...
Comfort Fit & TDR: weiter so!!
meint: average_user am 13.06.05genial!
gibts da noch mehr von comfortfit?
grüße
meint: bussibaer am 13.06.05ich reihe mich hier ein!
das album ist ganz grosses kino.
wirklich eine perle unter den netlabel veröffentlichungen der letzten zeit.
meint: bunti am 14.06.05eine wirkliche perle unter den netaudio-releases, gerade die tracks mit features wissen zu gefallen. was mich allerdings ein wenig stört, ist die tatsache das kicks, snares und hats in vielen tracks schlichtweg gleich klingen und das album somit einen leicht uninspirierten unterton bekommt. mehr abwechslung hätte nicht geschadet. dennoch ein großes album, beat- und samplespielereien auf hohem niveau.
meint: ron_away am 15.06.05HAMMER! HAMMER! HAMMER!
Zum ersten Mal seit langem begreife ich wozu die repeat-Taste gut ist: Comfort Fit!!
Das erste Netrelease für das ich Geld ausgeben würde... Leider ist es ja frei erhältlich! ;)
meint: Rupert. am 16.06.05Grooovy und mit tonneweise Liebe produziert. Da kann's einer mal so richtig.
meint: noch ein comfort fit fan am 22.06.05cds davon gibts doch auch?
meint: rauschwerk am 06.07.05Eine wirklich sehr geniale Veröffentlichung. Abwechslungsreich und glücklicherweise 70 Minuten lang, trotzdem schreit eine innere Stimme nach mehr.
meint: martin donath am 12.07.05jep, ich sage auch: der hammer. bin eigentlich nicht so der hiphop fan, aber wie comfort fit es produzieren ist es kein konventioneller hiphop, es ist einfach nur sahne! bes. freeze the cut ist ubercoolisch.
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