"Forest Refractions" ist eines jener ruhigen Ambient-Alben, das man genüsslich in einem Rutsch hören kann. Man kann es leise flüstern lassen, während man spielt, durch das Netz surft oder schreibt. Oder man lehnt sich für eine Weile zurück und hängt seinen eigenen Gedanken nach und lässt das Album von Segue den Raum füllen.Auf eine gewisse Weise ist das Album des Kannadiers Jordan Sauer ein typisches Thinner-Release, weil auch hier wieder Dub, Echo und Knistern aufeinander treffen. Doch im Gegensatz zu zahlreichen anderen Autoplate-Veröffentlichungen könnte man "Forest Refractions" gefälliger nennen. Es fehlen die scharfen intellektuellen Kanten und dadurch wird so ein sanftes Mitdriften glücklicherweise möglich.
Hier und da hätte ich mir ein paar spannendere Melodien gewünscht, die mich ab und zu mal aufhorchen lassen würden. Gerade der Opener "Glass, reflection" ist ein wenig schwach. Dahingegen finde ich das epochale 10-Minuten-Stück "Vista" richtig gut gelungen. Und Knistern, Rauschen und Klickern im Hallraum mochte ich schon immer. Schöne, unkomplizierte Tracks zum Dahinrauschen.
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