Vom 14. bis 16. September startet die Wizard of OS 4 unter dem Motto "Information Freedom Rules". Interessant für die Netlabel-Szene ist dabei nicht nur das Panel von Janko Röttgers, sondern auch der Aufruf des Veranstalters Volker Grassmuck an die Netlabel-Betreiber. Die konkrete Frage lautet: "Welche Art von Open Source-Software fehlt den Labelheads zum perfekten Betrieb eines Netlabels?"In einem Gespräch vor ein paar Wochen bat mich Volker Grassmuck darum, die Netlabels und Betreiber einmal zu fragen, welche Art von Open Source-Software für den Betrieb eines erfolgreichen Netlabels noch fehlen würde. Spontan fiel mir selbst nichts ein außer vielleicht ein spezielles Shop-System, dass auf MP3-Verkauf zugeschnitten wäre. Denn ansonsten gibt es im Open Source-Bereich reichlich Software für den professionellen Betrieb eines Netlabels. Ob es sich nun um ein nötiges Redaktionssystem, MP3/OggVorbis-Encoder oder Grafik-Werkzeuge handelt, zahlreiche Werkzeuge erleichtern den Betrieb eines wirkungsvollen Netlabels. Oder was denkt Ihr?
Darum gilt an Euch Netlabel-Betreiber und Fans der Aufruf:
Welche Art von Software fehlt Euch noch für den perfekten Betrieb eines Netlabels? Welche Software-Tools wünscht Ihr Euch?
Postet einfach Eure Wünsche in die Kommentare und wir reichen die Anregungen und Ideen weiter beziehungsweise diskutieren sie auf der WOS4.
Nebenbei sollte noch erwähnt werden, dass auf der diesjährigen WOS4 das Thema Netlabel großartig gefeatured wird. Neben einem mit Spannung erwarteten Panel geleitet von Janko Röttgers mit dem Titel "Netlabels: Niche, Long Tail, Blueprint?" finden unter anderem auch am Freitag und Samstag ab 22:00 Uhr zwei Netlabel-Parties statt. Besonderes Augenmerk verdient auch die Show des freien Wissens am 16. September ab 15 Uhr in der Columbiahalle. Hier ist der Eintritt frei! Ich hoffe wir sehen uns :)
Website: www.wizards-of-os.org
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meint: kus am 06.09.06was schon lange fehlt, ist eine cc verwertungsstelle. es ist ja nett dass fast alle musik unter cc -nc- lizenziert ist, sobald aber eine kommerzielle lizenzierungsanfrage ansteht, geht die unendliche mailerei mit zig parteien los, die meist versandet.
ein beispiel. ein kunde (werber, podcaster, filmproduzent, dj, etc.) wünscht musik für seine kommerzielle produktion, er findet ein netlabel, klickt auf den link (mit eindeutiger id) neben dem -nc- lizenzierten stück, er wird zur verwertungstelle geführt, dort wählt er den verwendungszweck, bezahlt online und flugs erhält er die bestätigung, dass er das stück verwenden darf.
gleichzeitig kann der kunde auch bei der verwertungstelle nach den stücken suchen und die musik dort lizenzieren. thema qualität: ich wünsch mir noch eine api bei der verwertungstelle oder öffentliche bewertungsfeatures.
meint: Tadeusz Szewczyk am 06.09.06Hallo,
ich komme auch ;-)
Meine 2 Cent: Netlabels fehlt keine Software sondern mehr Bezug zur realen Welt, so dass aus Netlabels einfach Free Labels werden oder was auch immer, damit sie nicht nur im Internet greifbar sind. Die wenigen Netlabel-Parties verpasse ich meist. Der virtuellen Szene müssen mehr nonvirtuelle Anknüpfungspunkte folgen. WoS ist eine gute Bühne und ein guter Anfang.
meint: kus am 06.09.06@tadeusz
damit hast du vollkommen recht. nur benötigt man um solche parties zu veranstalten geld und vieleicht etwas mehr vielfalt bei den musikstilrichtungen.
ach ja, zeitgleich zur WoS http://www.netaudiolondon.cc/ auch fein, aber da steckt auch mehr drin, als freier speicherplatz auf archive.org .
meint: Anselm am 06.09.06Der Bezug zur realen Welt schön und gut, aber ehrlich welche Musikgenres sind groß im Netaudio? House, Techno, Experimental Electronica, Electro und eben diese ganzen Genres die sich doch eher den DJs erstrecken. Innerhalb dieser Genres sind doch Mixtapes eher üblich als einzelne Tracks.
Künstler selbst werden also nach wie vor im Hintergrund bleiben und der Bezug zur realen Welt, naja ich benutze auch Tracks aus dem Internet aber da Grime und R&B nur ansatzweise vorhanden ist bleibt das benutzte eben mal der eine D&B oder Breakbeat-Track der dazwischengeschoben wird!
Ansonsten findet Netaudio seinen Weg zu den Menschen doch über die Künstler selbst die ja meist DJs oder Bands sind die sich dadurch Publicity erhoffen...
Was fehlt ist da eher die Akzeptanz öffentlicher Radiostellen für Netaudio aber das würde im Gegensatz zu den zugesandten Promos eben Arbeit bedeuten...
Ein echter Toolmangel besteht wohl - bis auf die bereits genannte - Lizensierungsmöglichkeit nicht! Blogs, Flash-Player, Finanzmanagement alles OpenSource vorhanden und für einfache belange durchaus nutzbar!
Ich persönlich finde aber das ein zentralisierter Chartservice der eben anhand von Downloadzahlen rechnet wie oft heruntergeladen wurde durchaus helfen könnte, nur ist sowas Serverübergreifend schwer durchzusetzen und nur weil bisher Betrug noch nicht vorgekommen ist heist nicht das irgendwelche Geschäftemacher versuchen könnten ihre Acts herauszuheben.
Ein zentrales Forum würde das ganze sicherlich auch erleichtern. Bisher versucht da jeder sein eigenes Ding... Vielleicht schaffens die WOS?
meint: Mr. Bop am 06.09.06Modulare Drag and Drop CMS-Systeme, die konfigurierbare Shopsysteme enthalten. Das ganze noch erweitert um ein Backend für entsprechende Software (sowas wie iTunes). Dann kann jedes label einen Teil der CMS-Datenbank so formatieren, dass die entsprechende "Standardsoftware" das Zeug runterladen kann, oder eine Verwertung möglich ist.
Das fehlt!
meint: flyset am 07.09.06Demnächst gibts von reversemedia ein opensource application-framework basierend auf Ruby on Rails. Netlabel on Rails kommt anfang 2007 raus! Checkt mal in den news section von reversemedia ;-)
meint: Tadeusz Szewczyk am 08.09.06kus: "damit hast du vollkommen recht. nur benötigt man um solche parties zu veranstalten geld" stimmt nicht.
ich habe 2004 ein ganzes festival organisiert, völlig ohne eigene mittel! du musst mur vorhandenen infrastrukturen nutzen. ich hätte sogar daran verdienen können wenn ich wollte.
meint: 020200 am 08.09.06Wenn wir schon beim mp3-Shoppen sind. Ich habe eine Reihe von gekauften mp3 auf meiner mobile Platte und als Backup auf meinem Homeserver. Wenn die Platte(n) abrauchen oder ich Backups vergessen habe und aus versehen die Musik lösche, weil ich mal wieder Platz schaffen muss auf der Harddisk, tja dann sind auch die mp3 futsch. Das finde ich ist ein klasse Vorteil von Netlabels: laden, hören, löschen. Laden, hören, löschen. Festplatten sind ja grundsätzlich immer am limit ;)
meint: disrupt am 10.09.06"Netlabel und der nähere Bezug zur Realität":
Da ist schon was dran. Musik ist ja nicht nur für's Wohnzimmer oder eine Parallelkultur gemacht, sondern auch für viele andere Bereiche des alltäglichen Lebens. Ein interessanter Ansatz da ist das Burnstation-Projekt (www.burnstation.org) aus Barcelona. 'Netaudio on the streets!' und so. Ist eine Art fahrbares Soundsystem mit drei intergrierten Rechnern. Jeder Passant auf der Straße kann da einfach rangehen, sich mit Playstation-Controllern aus einer Netaudio- Datenbank Playlists zusammenstellen und die dann dort sofort auf CD brennen + mit nach Hause nehmen. Die Software dazu ist komplett OpenSource. Die Burnstation-Crew hat damit dieses Jahr auf der Transmediale den zweiten Preis gewonnen - und sind auch mit auf der WOS! Außerdem auch draußen, irgendwo in den umliegenden Straßen unterwegs. Werde dort, wenn's klappt, auch live spielen. Einfach so. Draußen. Top Sache!
meint: Nörmi am 11.09.06@ distrupt, coole Sache, an so etwas hab ich auch schonmal gedacht, aber eher in Verbindung mit den Café oder so.
meint: sebastian am 13.09.06das was fehlt ist eine cc-lizenz die speziell auf die bedürnisse eines netlabels ausgerichtet sind.
meint: Nörmi am 14.09.06@ Sebastian: nenne doch mal ein Beispiel bitte, dann versteh ich vielleicht besser, was du meinst, bzw was fehlt
meint: psyCodEd am 18.09.06@Anselm: ein gemeinsames Forum gibt es bereits. wir haben im März/April bereits damit begonnen:
www.netlabel-board.org
meint: psyCodEd am 20.09.06zum thema Software..
alsoich würde mir gerne sowas wie nen automntischen Threadposten wünschen.. wo man bequem den UBB code eingibt (oder html).. eine liste hat mit foren und seiten.. wo man verzeichnisse angeben kann wo gepostet werden soll.. unter welchem usernamen blabla.. müsste doch irgendwie gehn.. also das anmelden auf den boards natürlich mabnuell.. die logindaten werden dann hinterlegt bei der software.. und ich kann dann mit ei nem posting meinetwegen 100 foren bedienen... das würde einem einiges erleichterbn.. weil einem als labelbetreiber foren und webblogs mitunter die einzige möglichkeit ist sicdh zu präsentieren.. printmedien isnd ja noch leider selten mit netlabelinhalten anzutreffen.. aber so könnte man vll optimaler das web nutzen..
meint: aerotone am 26.09.06zu www.netlabel-board.org
Das mit der Anlaufstelle ist ne Super Sache, ich weiss jedoch nicht, ob sich das durchsetzt. Ich ertappe mich selbst dabei, lieber in anderen Foren mein Unwesen zu treiben. Vielleicht kann man diese Szene einfach nicht "unter einen Hut bringen"?
Das von die angesprochene PR Tool ist ne nette Idee, um News zu spreaden. Über solch ein System sollten dann auch im Umkehrschluss alle relevanten Informationen auflaufen (wie Releases, Parties, Treffs etc.).
meint: kus am 29.09.06@psyCodEd
ich glaub du meinst ein spamertool.
meint: psycoded am 09.10.06genau.her damit. dann erstickt die ganze internetwelt noch schneller an sich selber und seiner datenflut ;)
*spass*
meint: psycoded am 09.10.06..ja. das mit dem forum ist halt auch so ne sache.. man hat halt meistens schon eine anlaufstelle im web.. und das netlabel-board verkümemrt zu einer release-sektion.. leider.. vll mal paar aktionen ausdenken und kugelschreiber verlosen..
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