Als sich das Flugzeug am vergangenen Sonntag auf Sinkflug in Richtung Wien begab, rutschte mir ein irritierender Gedanke an den vorderen Rand meines Bewusstseins. Noch etwas weich im Kopf von der stickig-warmen Luft im Flugzeug dachte ich so bei mir...Foto: Zoagli
Wie bekloppt ist das eigentlich, dass ich für eine EU-geförderte Konferenz extra eingeflogen werde. Einerseits verpeste ich die Umwelt als Anwesender in dieser kleinen Flugmaschine. Andererseits koste ich dem Projekt einen kleinen Batzen Geld.
Abstrakt gesehen exportierten bzw. transferierten die Wiener mein Gehirn samt Wissen für drei Tage von Köln nach Österreich und zurück. „Gibt's da niemand anderes in Wien, der das Gleiche weiss und kann“, schunkelte der Skeptizismus. „Ein Wiener Kollege würde gleich die Umwelt schützen, Kosten sparen und außerdem die kostbare EU-Förderung für das Nettonationaleinkommen Österreichs verbuchen.“
Während ich am Abend dann die Gänsestückchen samt Risotto beim ersten Treffen genüsslich meinen Gaumen herunterrutschen liess, öffnete der britische Kollege David Jennings mir einen andere Perspektive:
„Manchmal – vielleicht auch oft – ist es einfach unumgänglich neues Gedankengut zu importieren anstelle im eigenen Saft weiterzukochen. Eine Investition ist dann unumgänglich.“
Beruhigt genoss ich den Abend noch mehr und freute mich auf meinen Aufenthalt in Wien samt Konferenz. Danke an dieser Stelle ans MICA und die EU. Ich habe Euch lieb!
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meint: mo. am 16.11.07einfach mal ein gedankengang, der mir so im kopf rumspukte. ich hatte einfach lust den aufzuschreiben. ich fand die überschrift auch gut, aber ich glaube die hat keiner so wirklich verstanden. sollte eigentlich aussehen wie eine befehlsanweisung, die man für ein menü benutzt. naja, egal ;)
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