Evoke Party: Monsters of Netlabels

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netlabel_night.jpgWooYay! Was haben die Jungs von der Evoke und Prymer da angestellt. An diesem Freitag, dem 27.08.2004, wird Netlabel-Geschichte geschrieben. Nicht nur die Schaumkrone der relevantesten deutschen Netlabels wird anwesend sein, nein auch Netaudio-Freaks sämtlicher Couleur werden aufmarschieren zum Super-Gig des Jahres.

Noch steckt die Netlabel-Szene in ihren Kinderschuhen, doch wer aufmerksam die Szene verfolgt, merkt, dass immer mehr Öffentlichkeit geschaffen wird. Während in der Schweiz im "Sonntagsblick Magazin" ein dickes Feature mit den wichtigsten Alpen-Netlabels erschien - mit dabei Realaudio, Interdisco, Alpinechic -, erscheint diesen Donnerstag, den 26.08.04, ein größerer Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger über die kölsche Crew von iD.EOLOGY. Weiterhin plant auch die Musikwoche ein ausführliches Dossier und eine Darstellung der Szene samt Philosophie.

Und auf der Scene-Party der Evoke, rockt am Freitag dann der Sensor-Club unter der Essigfabrik zu Köln, wenn Musiker und DJs von Tokyo Dawn, iD.EOLOGY, Thinner, Stadtgrün und Park Studio aufschlagen. Die ersten Rangeleien im Monster-Lineup haben schon begonnen und divaesk wird da mit Boykott gedroht. Phlow meint, egal! Denn das Bier ist nirgends so gut wie in Kölle, die kölsche Mentalität hat schon jede Memme strahlen lassen und wir schunkeln das Baby bis tief in die Nacht.

Denn obendrein erscheinen im süßen Rampenlicht der Szeneöffentlichkeit, schnuckelige Radio-DJ-Moderatoren wie Dirk "[in]anace" Murschall und Thomas "Datamat" Höverkamp, stylen sich Ambient-Philosophen wie Martin "2063music" Wisnowski neben Netaudio-Freaks wie Swen Emmerling und possieren Netlabel-Chefs mit ganz dicken Hoden, dass die Türe verbreitert werden musste. Yo!

Und weil alles so schröcklich hoch dahergeht, muss uns mo. von phlow auch noch mit einer Moderation nerven. Also Regenschirm zwischen den Sets vor der Bühne aufspannen, Gurt loslassen, Kölsch zischen und freuen, dass da was geht.

Prost!

Infos, Downloads und Lineup: www.evoke-net.de/netlabelnight/

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Kommentare

den stadtanzeiger artikel gibts unter http://snipurl.com/8o1y

meint: poti am 26.08.04

moinsen

wünsche allen,die heut abend zum netlabelevent gehen wiel spaß.
kann leider aus wirtschaftlichen gründen nicht anwesend sein,dennoch denk ich wirds sehr schön werden

gruß
marko

meint: m. fürstenberg am 27.08.04

hmmm. sauteuer diese netaudio events....und erst noch keine gage für die künstler...hmmmm.

meint: blankrott am 28.08.04

hmm..ja, sehr teuer...LOL
hier gings ja sicher nicht um gagen, aber zeig mit jemanden, der um 30min zu spielen quer durch deutschland fährt und nichtmal seine reisekosten bekommt.......

meint: sur am 28.08.04

jeder coole scenemusiker fährt sogar 2000km,
um sowas zu machen und zahlt sogar noch dafür!

meint: kai hawaii am 28.08.04

jetzt muss ich aber LAUT lachen....
allein jeden act nur 30 min spielzeit zu geben kommt einer verspottung jedes coolen scenemusikers gleich.
mal sehen, wann wir anfangen, unseren gästen geld zu geben, dass sie unsere musik hören.......

auch wenn ich die idee hinter dem ganzen schon verstehe.....scene, etc: meine roots sind nicht die scene, und die scene bezahlt meine miete und mein essen auch nicht.

meint: sur am 28.08.04

das fällt euch aber alles sehr früh ein. früher bei den ganzen c-64 parties hat man auch nichts bekommen und war nur dort um sich mit anderen leuten zu treffen. da gab es auch keine reisekosten oder sowas - wer sollte die auch zahlen bitteschoen.

@marko: durchaus verständlich, was du da schreibst. man merkt deinem posting ja an, dass du gerne dort gewesen wärst. alleine das zählt.

dieses "zahl mir die reisekosten"-ding kommt halt von menschen die hier reingeraten sind ohne den umweg über die c64-, amiga-, atari- oder-was-auch-immer -szene.

meint: dhcp am 28.08.04

30 minuten sollten wohl mehr als genug sein. schaut man das programm dieser veranstaltung an, ging es ja wohl darum, auf die vielfalt aufmerksam zu machen, die sich hinter "netaudio" verbirgt.

30 minuten sind eine herausforderung. wenn die eigenen stücke eben zu lang sind, dann muß man alles verdichten oder sich eben aufs wesentliche beschränken. es geht ja wohl kaum darum, einfach alles so abdudeln zu lassen, wie es im original ist.

dauert ein stück 5 minuten, kann man 8 stücke spielen. dauert es nur 3, sind es schon 10.

die beatles hätten in ner halben stunde vielleicht sogar ein ganzes album gespielt.

30 minuten sind 1800 sekunden.

warum nicht einfach anfangen und von 1800 rückwärts zählen?

kann mich nicht an eine szene-party erinnern bei der die demo-groups die fahrkarten bezahlt bekommen haben. und ganz früher, als solche veranstaltungen noch illegal waren, hatte man nicht mal die zeit über geld nachzudenken. damals hatte angst, dass einfach mal die polizei reinschaut und die hardware mitnimmt.

meint: gor am 28.08.04

Also ich war da und hatte sauviel spass. die musik hat gerockt wie sau, und es war ziemlich gut besucht. schöne eindrücke mit netten, lieben und offenen menschen. ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen...
also prymer: nächstes jahr rechnen wir mit einem ähnlich leckeren line-up.

meint: 020200 am 28.08.04

Ein wenig wiedersprüchlich ist dann allerdings doch, daß auch an dieser Stelle schon desöfteren davon die Rede war, Netlabel Künstler könnten ihr Geld ja mit Live-Konzerten verdienen.
Wie denn nun? Musik für Lau und für Konzerte auch noch draufzahlen???
Und wieso kostet so ein Event denn überhaupt 8 Euro, wenn die Künstler davon eh nichts bekommen?

fragt sich rene

meint: rene am 29.08.04

"mag ja alles stimmen, aber nicht jeder musiker ist auch demoscener....ich z.b. kann damit rein garnichts anfangen" - Hey Marko, ich bekenne ich gleichsam schuldig :) Allerdings finde ich die Demo-Geschichten schon irgendwie fetzig, habe mir früher auch sehr oft welche angeschaut.

Jedoch finde auch ich die Behauptung, Netaudio sei aus der "Demoscene" erwachsen, irgendwie unangebracht. Erstens gibt es sicher genug Musiker, die mit der sogenannten "Szene" nicht, aber auch rein gar nichts zu tun haben und ihre Musik trotzdem schon seit Urzeiten im Internet veröffentlichen.

Zweitens grenzt man, indem man versucht, im Rahmen einer "Szene" unter sich zu bleiben, Publikum systematisch aus. Wer will sich schon gerne einmischen, wenn "die Szener" mal wieder unter sich ihre Musik austauschen und sich gegenseitig auf einer ihrer Parties feiern? ;)

Wie gesagt, würde mich wirklich mal interessieren, wieviele der Gäste in Köln mit der Szene nichts zu tun hatten, auch nicht über Freunde und Bekannte, sondern aus Neugier und Eigeninitiative die Veranstaltung aufgesucht haben. Möglicherweise muss sich die Sache auch erst noch ein wenig rumsprechen :)

meint: gonzo am 29.08.04

also der abend war saugeil, schade dass axel nicht da sein konnte...

das mit den fahrtkosten ärgert mich auch etwas, vor allem weil ich die hochfahrt jetzt nicht mit dem geplanten urlaub verbinden konnte.

was ich auch scheisse fand war, dass die jungs von tokyo dawn ne gute halbe stunde überzogen haben, und danach alle anderen kürzer mussten. unsere 60min ham wir dann einfach gespielt, auch wenn marc meinte dass wir schluss machen sollten, aber wie denn wenn die crowd gerade voll abrockt.

dennoch ne geile party...

regards,
martin

meint: martin donath am 29.08.04

Hmm, ja Publikum. Schwer sowas zu schätzen, aber ich würde sagen es waren zwischen 200 und 400 Leute da. Vermutlich über 65% nicht aus der Netaudioscene.

Zum live spielen, Geld verdienen, Anreisen etc:
Netaudio hat ja gewissermaßen das "Problem", dass sich die Musiker über das ganze Ländle, bzw. Kontinent verteilen. Deswegen müssen weite Wege zurückgelegt werden. Das ist Ärgerlich. Da Netaudioparties eher spärlich gesäht sind, werden die Lineups meistens mit hoher Qualität zugepropft. Man will ja schliesslich sehen und hören, wie die Menschen musizieren. Draufzahlen ist ärgerlich, aber jeder, der schonmal eine Event in der Größenordnung organisiert hat, weiss wie das ist mit der Kalkulation. Ausschankgenehmigung, Bierpreise, wieviel Leute kommen, werde ich übermorgen Pleite sein etc...

Mein Vorschlag lautet: mehr Paries! 10 Kisten Bier, Theke Zimmern, 1 Euro, Strom, Steckdose, Spendenbox und kräftig losfeiern.

meint: 020200 am 29.08.04

schade, dass ich meinen teil aufgrund von krankheit nicht zur party beitragen konnte :(

nunja - zur entstehung von netlabels etc kann man sicherlich lange streiten. fakt ist, dass sich seinerzeit demoszener auf den weg gemacht haben um musik auch ohne programmierer und grafiker an den mann bringen zu können woraus die ersten trackinggroups entstanden sind. logischerweise hat man sich im fahrtwasser der demogruppen auch die gleichen infrastrukturen (u.a. server wie scene.org bzw die vorgänger cdrom.com, hornet.org etc) zu nutze gemacht. mit dem aufkommen von mp3 sind die althergebrachten trackerformate in den hintergrund getreten und im rahmen des siegeszuges von mp3 kam die idee musik im netz zu releasen natürlich auch künstlern, die mit der szene nichts zu tun haben. allerdings lässt sich nicht von der hand weisen, dass die bis dato vorhandene infrastruktur für netaudio/netlabels ihren ursprung in der demoszene hat.

gruss,
ronny

meint: ronny am 29.08.04

ich fands auch sehr schön, auch wenns alles andere als optimal organisiert war... neben dem musikalischen teil wars natürlich vor allem klasse, all die leute (martin, andreas, oskar, tobi, dirk, mo....) auch mal im echten leben ein bisschen kennenzulernen.

btw: wer ist eigentlich rene? nicht, dass hier wer durcheinanderkommt, wenn mehrere leute die gleichen namen haben...

meint: renniac am 29.08.04

Klingt nach "Szenern unter sich". Wieviele Leute waren denn eigentlich auf der Party, die nicht selber ein Teil der sogenannten Szene sind? Vielleicht liegt ja genau da das Problem der Bezahlung: wenn die Party nur aus "Künstlern" besteht, die selber das Publikum ihres eigenen Outputs sind, dann ist die Sache in sich selbst das Problem. Überziehen hin oder her.

meint: gonzo am 29.08.04

ich wills mal so sagen: klar, dass netaudio und die demoscene ähnliche wurzeln haben, einige sagen,netaudio hätte sich aus der demoscene entwickelt.
mag ja alles stimmen, aber nicht jeder musiker ist auch demoscener....ich z.b. kann damit rein garnichts anfangen.
daher sollte man nicht von vornherein davon ausgehen, dass es ja alles für die scene ist,etc.
und zur halben stunde:
ich will nicht klagen, bzgl der dauer der darbietung, doch wie schon weiter oben gepostet: es ist einfach den aufwand nicht wert...5h autobahn für ne halbe stunde?
klar hätt ich gern die anderen netaudioaner kennengelernt/wiedergesehen, doch manchmal muss man eben prioritäten setzen.
wie ein vorredner schon schrieb: wie sollen wir netaudio leute denn überhaupt etwas verdienen,wenn nicht durch liveacts...

so, schönen sonntag dann

marko

meint: sur am 29.08.04

zur richtigstellung:
die evoke netlabel night war KEINE kommerziell angelegte party !
sondern eine veranstaltung im rahmen unserer allj‰hrlichen demoparty evoke !

und die hat nat¸rlich ihre ganz eigenen traditionen und rituale, die so manchem auf anhieb zwar nicht einleuchten mˆgen, aber ich darf vielleicht daran erinnern, dafl die netlabelszene aus dieser superkreativen subkultur entstanden ist und dafl es ohne sie gar nicht erst mˆglich gewesen w‰re! ohne diesen zusammenhang h‰tten viele netlabels noch nicht mal ftp-space f¸r ihre releases, wie auch die scene.org leute vor ort betonten .. -einiges- an know-how, personal, software, geschichte, infrastruktur und ethik der netlabelszene geht auf die demoszene zur¸ck, weswegen der gedanke (zumindest f¸r uns) nahe lag, die evoke mit einer netlabelnight zu erg‰nzen.. soviel zum kontext erstmal. .

ein weiteres, ganz banales anliegen war es, dafl sich die 'netlabel szene' mal von angesicht zu angesicht kennenlernt und zusammen feiert! daf¸r stellten wir freibier + club + vjs + besucher + ein bisschen aufmerksamkeit zur verf¸gung und die netlabels konnten selbst bestimmen, ob und mit welchen k¸nstlern sie ihr zeitfenster an dem abend f¸llen wollten und wie sie ihren merchandising kram verkaufen wollten oder auch nicht usw .. surphase: dafl thinner so viele leute wie mˆglich hinschicken wollten, ist nicht mein problem.. dafl dann weniger zeit+geld f¸r den jeweiligen thinner artist ¸brig bleibt, war schliesslich klar kommuniziert.. dharma1 (helsinki) kam sogar ohne reisekostenerstattung vorbei, und verzichtete trotzdem freiwillig auf sein set zugunsten des gesamtkontexts (ebenso wie ich btw). dafl du bei klaren konditionen zugesagt hast und wir mehrere tausend flyer mit deinem namen drauf machen liessen, um dann einfach nicht aufzutauchen und im nachhinein ˆffentlich loszuflamen, macht dich bestimmt sehr beliebt bei anderen clubabend-machern btw;)

und zu deinem sellout/ripoff vorwurf: der eintritt war -kostenlos- f¸r alle evoke besucher (~300 leute an dem abend) und viele netaudio leute hatten ebenso kostenlosen eintritt.. alle anderen zahlten nur 3e wenn sie rechtzeitig kamen .. wir selbst haben -nichts- an der party verdient (im gegenteil: ich habe sogar drauf gezahlt!), und der tokyodawn live act, den wir sonst auch mal f¸r knapp 1000 +flug +hotel ins ausland verkaufen, hat ebenso umsonst gespielt! das bier auf der evoke wurde ¸brigens auch nur f¸r 1e verkauft.. eine kommerziell motivierte veranstaltung sieht da schon ETWAS anders aus, wenn du mich fragst;) es ging uns einfach um was anderes als dir mann!

meint: prymer am 31.08.04

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