15 Minuten mit Legoego 2.0 - Interview mit den Labelmachern Andreas Seibel und Oskar Rudzki

Rubrik » Interview Portrait

legoego.jpgPünktlich zur vierten Veröffentlichung auf dem runderneuerten Netlabel Legoego gibt es ein Interview mit den Netlabelbetreibern auf Phlow. Hört in unserer Podcast-Überraschungs warum Seibel und Rudzki jetzt einen mp3-Shop betreiben, was Legoego ist und warum sie immernoch mit viel Liebe und Engagement ihr Label betreiben. Wir haben den beiden Fragen geschickt, die sie am Mikrofon beantwortet haben.

Text und Interview: Martin Wisniowski

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Website: www.legoego.de

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Kommentare

lustiges interview:-)

eine frage die ich vermisst habe ist aber die, wieviel menschen kaufen denn nun die mp3s?
Mich hätten da mal zahlen interesseirt, wieviel in der woche, wieviel am tag oder im jahr, irgendwas in die richtung.

Davon abgesehn halten diese informationen aber alle netlabels die auch verkaufen geheim. bestes beispiel ist magnatune.com.
die haben sich zum beispiel nie dazu geäussert wieviel sie jetzt wirklich verkaufen. immer nur seltsame statistiken wieviel prozent an personen die die seite besuchen nach wieviel minuten von der seite wieder verschwinden. aber wieviel menschen die seite besuchen wird nicht gesagt..

an euch journalisen von phlow, vielleicht wäre es mal an der zeit zu recherchieren und zu interviewen und einen artikel darüber zu schreiben, lohnt sich das eigentlich, eigenes netlabel mit eigenem webshop?
verkaufen die 3 songs in der woche oder 30 am tag?
ich mein, ist das ganze wirklich eine alternative zu den "normalen" labels?
nur mal eine anregung, ich habe mich das schon immer gefragt (und könnt mir vorstellen das es dem einen oder anderen auch so geht..)..

meint: ronin am 15.03.07

Yes, diese Fragen stell man sich auf jeden Fall auch wenn man ein Label macht. Aber MP3s verkaufen... Noch dazu als Netlabel. Ist ja komprimiert und sicher nie so gut gemastered wie ein professioneller Release. Dazu nur virtuell, d.h. man hat nie wirklich was in der Hand. Wäre wirklich interessant zu hören, ob dafür jemand bereit ist, Geld auszugeben. Wenn ja - fein. Wenn nicht sind andere Alternativen gefragt. So a la 12rec.net, schöne selbstgemachte CDs.

meint: disrupt am 15.03.07

also: das sich ein reines virtuelles label lohnt, beweist der fakt, dass z.b. das sonar kollektiv ein reines digitales label plant. die veröffentlichungen werden dann nur übers web verkauft. netlabel bedeutet ja nicht, dass per se die musik kostenlos ist.

außerdem gibt es mittlerweile zahlreiche webshop-möglichkeiten, die man nutzen kann. zb. die von 7digital. da in england downloads mittlerweile für die charts gezählt werden, hat es dort eine indie-band über diesen webshop in die charts geschafft. witzig daran ist, dass der shop für nur 4 downloads umsonst ist. will man mehr uploaden und verkaufen und anbieten, muss man eine gebühr zahlen.

in meinen augen lohnen sich solche shop-systeme. vor allem elektronische musik, die aufgelegt wird, wird immer mehr über traktor oder final scratch gespielt. qualität ist auch gut. es bedeutet ja nicht, dass ein vinyl-label ein besseres mastering hat, als ein netlabel. meist schon, aber nicht immer,

ich würde nie - so wie legoego - einen eigenen shop programmieren. das ist zu viel arbeit und die schwelle, dass ich dort meine persönlichen daten für die bezahlung eintippe ist höher, als bei einem etablierten shop-system. man kauft ja aus dem bauch heraus lieber ein t-shirt bei spreadshirt.de als auf einem weblog, dass die t-shirts alleine vertreibt.

ich kann jedem netlabel nur raten, zu schauen, dass man in die shop-systeme kommt und eine mischung aus promotion-mp3s und exklusiven mp3s anbietet.

thomas höverkamp aka datamat aka radio interjamp, hat mittlerweile auch ein eigenes netlabel echo echo und vertreibt seine musik über mehrere plattformen wie beatport und so weiter. leider wollte er mit mir vor einem monat noch kein interview machen. da hatte ich ihm nämlich schon ein paar fragen in die oben genannte richtung gestellt.

meint: mo. am 15.03.07

Hmm,
und warum zeigt der legoego Webseitenlink auf
http://www.astrologische-praxis.de/

???

meint: Rondomat am 15.03.07

@rondomat: hmm.. SEHR gute frage. da ist wohl etwas schiefgelaufen... Jetzt versteh ich auch den ersten Kommentar.... *repariert*

meint: 020200 am 16.03.07

super interview... das nenn ich premium entertainment! mann sollte den jungs eine podcast kolumne einrichten ;)

meint: SimSullen am 16.03.07

"ich würde nie - so wie legoego - einen eigenen shop programmieren. das ist zu viel arbeit und die schwelle, dass ich dort meine persönlichen daten für die bezahlung eintippe ist höher, als bei einem etablierten shop-system. man kauft ja aus dem bauch heraus lieber ein t-shirt bei spreadshirt.de als auf einem weblog, dass die t-shirts alleine vertreibt."

Das sehe ich komplett anders. Ich finde es gibt da nix unpersönlicheres als einen spreadshirt shop. Ich selbst hatte auch mal einen und der lief - naja - eigentlich garnicht. Ich halte es da doch lieber mit "politisch korrekt direkt vom erzeuger". Macht auch einfach mehr Spass zu wissen, dass da keine dritten dazwischenhängen.

meint: 020200 am 17.03.07

hm. ich denke es ist wohl so, das die ganzen netlabels über ihre web verkäufe sich nicht wirklich tragen. die verkaufen einfach zuwenig.
(oder auf jedenfall nicht sooviel als das man damit angeben könnte..)
vielleicht brauch es auch einfach noch was zeit damit die geschichte besser läuft. und damit das dann auch so kommt gibt man lieber keine meldungen über wenig downloads raus, weil das dann ja auch den eigenen wert schmälert. und die leute (in dem fall die käufer..) stellen sich ja auch am liebsten in die schlange in der schon die meisten stehen:-) da ist es verständlich das man keine meldung rausgeben möchte das bei einem noch keiner steht udn keiner runterläd. (neugiereig bin ich trotzdem.. :-) und ich hatte ja gehofft richtige erfolgserlebnisse mal zu hören)

meint: ronin am 17.03.07

props an legoego & und das neue, sehr faire verkaufsportal. ein bißchen mehr inhalt hätte ich mir bei 15 minuten interview aber schon gewünscht...

um an dieser stelle mal ein paar zahlen zu droppen- mit 12rec. verkaufen wir über unsere internetseite monatlich 5- 10 CDRs (stark abhängig von den jeweiligen releases), dazu kommen die verkäufe an die künstler. der veräußerung von 'hardware' ist natürlich nicht mit der verkauf von downloads zu vergleichen, zudem 12rec. nicht als kommerzielles projekt angelegt ist (das 'haben' auf meinem paypal-account fließt zu fast 100% in die produktion zurück).

auch kitty-yo haben unlängst die produktion von hardware aufgegeben und verkaufen nur noch downloads. vielleicht bin ich ein ein dinosaurier, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das sich ein solches geschäftsmodell ernsthaft trägt!

meint: Sven Swift am 18.03.07

hey super, das ist doch mal eine ansage,
danke herr swift!

meint: ronin am 18.03.07

ich denke, legoego geht genau den richtigen weg. freie ware in "akzeptabler" qualität, bessere qualität gegen geld. fein. absolut korrekt. - kann man weiterdenken: 128k free, 320k bisschen geld, flac bisschen mehr geld, ggf. für CD/DVD editions auch geld. nur so können netlabels langfristig funktionieren.
best of both worlds: hohe verbreitung durch free mp3 / viele leute erreichen, die man durch kaufware nicht erreicht. und kohle gibt's von denen, die eben mehr wollen.

meint: ElCot am 20.03.07

An die eigene Nase fassen. Über Majors gemotzt, aber selbst keine Strukturen geschaffen...

meint: 020200 am 20.03.07

ich find das konzept ja auch nicht verkehrt.
ich finde auch gut mp3s in 128kbit frei anzubieten,
aber mich wundert das alle behaupten 128kbit files wären akzeptable qualität. selbst auf meinem ipod find ich den unterschied zu 192 schon noch richtig gut bemerkbar. und ich finde 128kbit files wirklich nur als preview gut, mehr aber auch nicht.

meint: ronin am 20.03.07

@ronin: naja, deswegen steht "akzeptabel" da doch in anführungszeichen ;) der eine kommt damit klar, der andere nicht. es steckt ja durchaus ein sinn darin, qualitätsunterschiede "spürbar" zu machen...

meint: ElCot am 20.03.07

Aus meiner persönlichen Sicht als Endkunde kann ich nur sagen, dass ich das Modell ala "Einige Appetithäppchen und der Rest nur gegen Bares" nicht sehr ansprechend finde.

Zu meinem Hörverhalten:

Da ich selbst ein miserabler DJ bin höre ich nahezu ausschließlich vollständige Alben. So habe ich eine relative Gewissheit, dass die nächste Stunde Musik kein "Random Desaster" wird.

Zu meinem Konsumverhalten:

Ich erstehe pro Monat ca. 2 Alben in Netlabel-Onlineshops bzw. direkt bei den Künstlern. Bevor ich auf die Netaudio-Szene aufmerksam wurde, hörte & besaß ich ausschliesslich "Napster-Ware", d.h. meine "Investionen" in den Musikmarkt bewegten sich gegen null.

Ein Album kaufe ich heute primär, wenn ich der Meinung bin den/die Künstler fördern zu wollen. Ein eventueller Mehrwert in Form von höherer Audio-Qualität ist für mich theoretisch sogar schon wieder umständlicher zu handhaben, da ich für legale Promotion bei Freunden, etc schon wieder 2 Versionen vorhalten müsste.

Damit bin ich vermutlich nicht die breite Masse, aber dadurch besteht zumindest bei mir eine weitaus höhere Chance zum Kauf wenn er quasi komplett "freiwillig" ist.

Eine lustige Anekdote waren die Jungs von http://fwshare.co.uk/ -- eigentlich wollte ich Ihnen nur eine Spende zukommen lassen. Gesucht nach einem Paypal-Button, auch gefunden und brav überwiesen. Dabei noch über die Datensammelwut von Paypal geärgert während ich meine Adresse eingebe, und anschliessend nicht weiter drüber nachgedacht. 3 Wochen später, ein Päckchen aus dem UK. Lange gerätselt, Freundin verdächtigt (warst du wieder bei eBay?), an fehlgeleitete Briefbomben gedacht, und schliesslich eine CD gefunden, dabei hatte ich an dem Silberling ursprünglich überhaupt kein Interesse.

meint: lenix am 05.04.07

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