Clevermusic: Smartes Netlabel von der britischen Insel

Rubrik » Interview Portrait

clevermusic.jpgDer Labelstart von Clevermusic war eins der Highlights 2004. Die Protagonisten der Szene konnten vor allem bei Ali Kahn einen ungeahnten Konsens finden. In den Netaudiocharts auf phlow war die Chakra EP überproportional vertreten. Das Label wird von Londonern Mark Henning und Alex Stephen betrieben. Mark hat gerade eine EP auf "Freude am Tanzen" veröffentlicht. Zusammen produzieren die beiden als Jerk. Klingt interessant? Na dann lasst euch überraschen, was Mark über England, den Kommerz und die Pläne des Labels erzählt.

Text: Thomas "Datamat" Höverkamp (http://www.interjamp.com)

T: Erklär uns mal, was Clevermusic ist.
M: Wir haben uns 2001 aus einer losen Gruppe von Leuten heraus entwickelt. Zuerst wollten wir nur unsere Tracks online austauschen. Mittlerweile haben wir sogar eine feste Club-Location in London. Hier promoten wir Künstler und bauen unser Netzwerk aus. In diesem Jahr haben wir mit Clever Music V2 unser Netlabel/ Magazin gegründet.
T: Liegen eure Prioritäten eher beim Magazin oder dem Netlabel?
M: In erster Linie wollen wir Musik veröffentlichen, die es wert ist, gehört zu werden. Es gibt so viele unentdeckte Produzenten, die zukünftig auf der großen Bühne mitspielen werden. Wir wollen unsere Position nutzen, um diese Leute zu promoten. Das Magazin ist da eher ein Mittel zum Zweck.
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T: Bei eurem Künstler Ali Kahn scheint euch das bereits gelungen zu sein. Er wird seine Clever Music EP jetzt beim Vinyllabel Platzhirsch rausbringen.
M: Wir freuen uns sehr darüber, das Ali es geschafft hat! Er macht unglaubliche Musik und das war seine erste Veröffentlichung. Für uns ist dieser Erfolg, kurz nach dem Start des Netlabels ein Ansporn genau so weiter zu machen.
T: Wie steht es um die Netlabelszene in England?
M: Die Netlabels sind das Zukunftsmodell. Die Leute werden immer offener dem Internet gegenüber. Die Majors haben jetzt ihre Onlineshops gestartet und der Markt ist letztes Jahr stark gewachsen. Das hilft auch dem Underground, in dem wir uns bewegen. Es gibt hier ein paar Super Labels, wobei allen voran Hippocamp (http://www.hippocamp.net) aus Manchester zu nennen ist.
Die Labels haben ihr eigenes Feld, auf dem sie sich auszeichnen, und bekommen immer mehr ein Gesicht. Das beruht vor allem aus guter Labelarbeit. Man kann einen Thinner-Release eindeutig von einem Clever Music Release unterscheiden. Es ist noch ein weiter Weg für die Netlabels. Es kommen aber die nächste Zeit viele aufregende Sachen, die den Weg an die Oberfläche schaffen.
T: Wie sehr seid ihr selbst mir der Netlabelszene verbunden?
M: Mit vielen Labels haben wir regelmäßig Kontakt und sind immer offen für eine Zusammenarbeit. Wir reden aber auch den ganzen Tag mit sehr vielen verschiedenen DJs, Produzenten, Labels und Vertrieben. Unser Zuhause ist also in beiden Welten.
T: Spielt ihr Netaudio beim Auflegen?
M: Yeah, We practice what we preach! Wir legen auch mit einem Laptop und Final Scratch auf. Dort spielen wir neben ein paar Platten in erster Linie unsere MP3s. Wir nutzen das aus, um neue Sachen zu testen. Am liebsten spielen wir digital, Vinyl nur als Ergänzung.
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T: Was kann man von Clever Music in 2005 erwarten?
M: Wir erwarten jede Menge gute Veröffentlichungen. Als nächstes kommt eine EP von Popkan. Wir werden auch Remixe und Tracks von Künstlern aus der Offline Szene veröffentlichen. Entgegen der Gerüchte werden wir keine MP3s verkaufen. Aber, "Überraschung!", wir denken aber daran, hochqualitative WAV-Dateien und CDs zu verkaufen. Alex Stephen und ich werden viel und sicher auch in eurer Nähe auflegen. Die Infos gibts dann auf unserer Seite.
T: Vielen Dank für das Interview!

Links

http://www.clevermusic.net

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Kommentare

danke für das Interview mit clevermusic! Ich habe die DNCN genossen und meine Meinung dazu in meinem Netlabel-Blog veröffentlicht.

http://obstsalat.blogspot.com

meint: obstsalat am 26.01.05

hmm, dncn rockt.

meint: 020200 am 26.01.05

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