c/o pop: Musikkonferenz für das digitale Zeitalter

Rubrik » Interview Portrait

c-o-pop.jpgDiese Woche startet am 16. bis 18. August die c/o pop. Das Ereignis richtet sich mit verschiedenen Schwerpunkten an Musiker, Labels und Musikliebhaber. Neben dem Festival bietet vor allem die so genannte conference neuen Input in Form von Workshops. Neben dem Musikfestival und der Konferenz bietet auch die c/o pop affair genügend Raum für Vernetzung. Welche Inhalte die Konferenz bietet und wer in Köln aufschlagen sollte, erfahrt Ihr in unserem Interview mit dem Programmmacher Ralph Christoph.

Wie in den vergangenen drei Jahren auch, öffnet auch diesen Sommer in Köln die c/o pop ihre Pforten. Auf der einen Seite präsentiert sich Musikliebhabern ein spannendes hauptsächlich elektronisches Musikprogramm auf dem Festival. Parallel bzw. tagsüber bietet ihr auf der c/o pop conference Workshops, Diskussionen und Interviews statt. Letztes Jahr waren die Workshops in kleinen Räumen überlaufen wohingegen während der Diskussionsrunden ein wenig gähnte? An wen richtet sich die c/o pop conference? Und warum sollten diese Menschen nach Köln kommen?

ralph_christoph.jpgIn der Tat war die wichtigste Frage, die wir uns nach der letztjährigen c/o pop stellen mussten: für wen genau machen wir das hier? Das hat natürlich damit zu tun, dass die conference seit ihrer Entstehung für die Erstausgabe 2004 mehrere Metamorphosen hinter sich bringen musste, bevor man sich nun wie in diesem Jahr sehr Zielgruppen-relevant positionieren konnte. Wir denken, dass wir in diesem Jahr die richtige Balance gefunden haben, zumal wir nicht nur uns selbst genau angeschaut haben, sondern auch die Bewegungen im internationalen Markt sehr genau beobachtet haben.

Daraus erfolgt ganz klar, dass man eine zwingenden Grund bieten muss, damit die Leute kommen. Und den bieten wir über unser Workshop-Programm für kleine und mittlere, sagen wir einfach mal: Musikunternehmer an. In Kombination mit der Möglichkeit, sich bei der affair dann auch noch komplett anders präsentieren zu können, als bei gängigen Messen, sollte ein weiterer Anreiz sein. Und schließlich stellen wir offensiv Schnittstellen her und aus, nicht zuletzt in Richtung Web 2.0 & Co. Und last not least: das Programm des Festivals.

Welche Workshops und Themen reizen Dich selbst in diesem Jahr am meisten? Was weckt Deine Neugierde? Stehen dieses Jahr besondere Highlights an und welche maßgeblichen Themen erwarten die Besucher?

Sehr gespannt bin ich in der Tat, ob und wie das Workshop-Programm aufgenommen wird. Es steckt sehr viel Vorarbeit und Vorbereitung dahinter, und es es ist sehr auf die aktuellen Bedürfnisse diesen Teils der Branche zugeschnitten. In diesem Segment kann ein einziger schlecht geplanter Release ja schon das Ende eines Labels bedeuten. Aber wir ziehen den Bogen ja viel weiter, auch hin z.B. zu Fragen der Altersvorsorge.

Grundsätzlich bewegt sich das Workshop-Porgramm aber entlang der beiden Blöcke »Physical« und »Digital«. Während in ersterem Bereich immer noch viel zu viele Fallen lauern und Fehler gemacht werden (können), gilt es sich grundsätzlich für den digitalen Markt fit zu machen und sein Geschäft dort entsprechend aufzustellen. Dabei wollen wir Hilfestellungen geben.

Neben der c/o pop affair, die Labels einen adequaten Rahmen bietet sich Interessenten und Fans in eigenen Räumen zu präsentieren öffnet Ihr dieses Jahr auch einen neuen Bereich auf der c/o pop, den Times Square. Was erwartet die Besucher an dieser Stelle?

Web 2.0 Unternehmen mit Schnittstellen zu Musik und Popkultur sind hier zu Gast und stellen ihre besonderen Ideen und Angebote vor. Gerade hier zeigen sich die Möglichkeiten der Promotion, Vermarktung und Verbreitung von digitalen Inhalten, hier: Musik, die sich mehr und mehr, und vor allem auch für die kleine und kleinere Geschäftsmodelle bieten. Gedacht ist das Ganze als idealer Ort für Kontakte und Kommunikation zwischen Web-Akteuren, Musik- und Medienschaffenden.

Hier das Schedule für Donnerstag von 14-17 h im Times Square (Raum 47) in der Festivalzentrale:

14:00 www.bloomstreet.net
14:30 BMAT: Barcelona Music & Audio Technologies
15:00 www.DooLoad.de
15:30 www.rocketinteraction.com
16:00 www.vip-booking.com
16:30 www.youmix.de

Gleichzeitig zur c/o pop findet zusätzlich unter dem Motto "Wag The Long Tail" eine weitere Konferenz statt. Diese wird gemeinsam von Euch, eco und der Deutschen Welle präsentiert. Für Besucher mit Business-Ticket eröffnet sich in diesem Teil noch ein weiteres interessantes Programm. Warum verknüpft ihr diese Konferenz mit Eurer und was für Themen stehen dort auf der Liste?

Der sogenannte TIMES SQUARE (siehe oben) bildet quasi das Scharnier zwischen beiden work-in-progress Worskhop-Strängen der conference und »Wag the long tail«, wo Medienkonzepte im Spannungsfeld von Individualisierung, Digitalisierung und Globalisierung erörtert werden. Und beides hat mehr miteinander gemein, als es auf den ersten Blick erscheint. Und wir alle haben gesehen, wie eine geniale Idee wie Last.FM plötzlich für 280 Millionen Dollar über die Theke gegangen ist. Also haben wir u.a. auch den Last.FM CEO Stefan Glaenzer bei »Wag the long tail« zu Gast. Und ich bin mir sicher: was er zu erzählen hat, dürfte auch Techno-12”-Label-Start-ups interessieren!

Vielen Dank für das Interview!

Mehr Informationen zur Konferenz und zum Festival

Website: c/o pop
c/o pop Conference: Informationen und Workshops
c/o pop Conference Programm: Programm der Conference (PDF)
Programm Festival: c/o pop Festival

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