Stefan Weber: Das Google-Copy-Paste-Syndrom

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google-copy-paste-syndrom.jpgDas Internet beschleunigt die Vermehrung von Plagiaten. Ist dadurch die Wissenschaft in Gefahr? Immer häufiger starten Recherchen über Suchmaschinen, weil es bequemer ist. Wie weit grassieren Techniken wie Copy & Paste und Copy & Shake in wissenschaftlichen Arbeiten? Führt uns das zu einer Textkultur ohne Hirn? Der Medienwissenschaftler Stefan Weber beschäftigt sich in seinem Buch gezielt mit dem Thema Plagiarismus und untersucht eine SMS-, Mail- und Chat-kontaminierte Lese- und Schreibkultur.

Text: mo.

Fängt man das Buch von Stefan Weber an zu lesen, so schlägt einem erst einmal Pessimismus entgegen. Pessismismus angesichts einer immer geringer werdenden Qualität von wissenschaftlichen Arbeiten, wie Hausarbeiten, Diplomarbeiten und Doktorarbeiten. Den Qualitätsverlust sieht er vor allem durch das Internet bedingt. Allen voran den beiden Inhaltsvermittelnden Giganten Google und Wikipedia.

Das GCP-Syndrom

Unter dem Begriff Google-Copy-Paste-Syndrom, kurz GCP-Syndrom, beschreibt der Medienwissenschaftler und Publizist das schnelle, einfache und meist unüberlegte Kopieren und Übernehmen von Textstellen, die via Google gefunden wurden. Um seine Ausführungen zu erläutern und zu untermauern führt er dem Leser Fakten von Umfragen und eigenen Erfahrungen als Dozent vor.

Teilweise hat man beim Lesen von "Das Google-Copy-Paste-Syndrom" das Gefühl man verfolge einen Stasi-Beauftragten auf der Suche und Jagd nach Plagiaten. Trotzdem muss man dem Privat-Dozenten Recht geben, dass freche Plagiate und zusammenkopierte Arbeiten die Wissenschaft gefährden. So wurde zwei Plagiatoren bereits ihr akademischer Grad aberkannt, da sie die Dissertation von Stefan Weber plagiiert hatten. Um einen ersten Einblick in die Thematik zu erhalten lohnt sich für alle Neugierigen ein Blick in das Probekapitel "Ein Verdacht" (PDF).

Medienkritik

"Der Verdacht lautet, dass sich weder die Nutzung neuer Medien noch die wissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Nutzung qualitativ verbessert hätten - ganz im Gegenteil. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass die neuen Medien unsere Lebensqualität in vielen Bereichen verschlechtert haben (und damit auch die Textqualtität und die Qualität der Wissenschaft, die sich mit den neuen Medien beschäftigt)."

Medienkritik wird heutzutage viel zu selten betrieben. Ein Immer-mehr-an-Medien scheint immer gut und im Sinne der Evolution. Stefan Weber stemmt sich in seinem fünften und spannendsten Kapitel gegen eine neue "Textkultur ohne Hirn statt Global Brain".

Wer in einer Firma arbeitet, die vernetzt und immer auf "ON!" gestellt ist, wird den Multi-Channeling-Zwang bereits erfahren haben. Diesen immer stärker werdenden Trends steht der Medienwissenschaftler skeptisch gegenüber und fragt:

"Welche Medien brauchen wir, um gut zu leben, und welche sind eigentlich obsolet? Viele unserer Mediengeräte und -kanäle nagen permanent an der Konzentration, sorgen für einen dauerhafteln Multi-Channeling-Zwang, der zu Stressreaktionen führt."

Ungemütlich mit Recht

"Das Google-Copy-Paste-Syndrom" ist ein ungemütliches Buch, dass einen möglichen Verfall der Wissenschaft durch plagiieren und das sich-beschränken auf die über Google erreichbaren Webseiten für die Recherche aufmerksam macht. Im allgemeinen "Hurra!", dass oft unreflektiert ein mehr an Medien begrüsst, setzt der Autor gewagt einen Gegenentwurf. Dieser ist unbequem, aber gerechtfertigt. Ob ein solches Buch das grassieren von Copy & Paste oder Shake & Paste aufhalten kann, ist fraglich. Die Tatsachen und möglichen Folgen sollte man sich jedoch einmal vor Augen führen - besonders die oftmals taubstumme Riege der Wissenschaftler und Professoren selbst.

Informationen zum Buch

Das Google-Copy-Paste-Syndrom
Stefan Weber
ISBN-10 3-936931-37-2
ISBN-13 978-3-936931-37-2
16 Euro
Heise/ dpunkt Verlag

Leseprobe: Kapitel 2 "Ein Verdacht" (PDF)

Informationen zum Autor

Priv.-Doz. Dr. Stefan Weber, geboren 1970 in Salzburg (A), ist Medienwissenschaftler und Publizist. Unter anderem Autor der Bücher »Medien - Systeme - Netze« (2001), »Was steuert Journalismus?« (2000) und »Non-dualistische Medientheorie« (2005). Herausgeber des Lehrbuchs »Theorien der Medien« (2003). Seine Dissertation wurde bislang drei Mal plagiiert, zwei Plagiatoren wurde daraufhin der akademische Grad aberkannt.

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Kommentare

Zugegeben, ich kopiere und zwar fleissig. Meine Lateinhausaufgabe wird mit Netzhilfe übersetzt aber nicht einfach abgeschrieben sondern eben mit Übersetzung durchgegemangelt.

Mein Referat basiert auf Wikipedia und drei weiteren Artikeln von zum.de und vielleicht einem Physikfreak der eben schön schreibt.

Im Endeffekt kommt es dann nur für die schlimm die solche Leute einstellen die das eben als EINZIGE Arbeit für die Schule tun, und gerade solche Leute gibt es viele. Durchmogeln ab und an mal Hausaufgaben selbstmachen aber irgendwie.

Das wäre die Sicht der Schule. Aus eurer Sicht klingt das alles nicht dramatisch "wir waren auch faul" - vielleicht klingt eure Antwort so. Wie dem auch sei behaupte ich das bei euch das Interesse am Wissen noch da war, ich spüre jedoch fast nur noch Desinteresse und den Willen nach "Zocken". Wozu lernen wenns doch im Internet ist?

Persönlich sehe ich diese ganzen Entwicklungen als riesigen Vorteil bieten sie doch für mich unerschöpfliche Wissens und Informationsquellen. Mit der Masse kommt auch ein Stück Gefühl für vertrauenswürdige Quellen, auf Wikipedia kommt keine Seite mehr ohne Diskussionsbetrachtung vor meine Augen. Das Internet hat mich gelehrt kritisch zu werden und zwar wirklich in allen Bereichen: Film, Musik und Politik.

Copy&Paste muss in meinen Augen nicht zwangsläufig ein Ende der Entwicklungen bedeuten ich sehe das mehr als ein Weitertragen der Gedanken bist irgendwann der nächste Einstein das sieht und den großen Einfall mit sich bringt. Auch Wachsamkeit kann durchaus erlernt werden. Wenn man es richtig macht, in der Schule richtig an neue Medien herangebracht wird und das Interesse da ist. Leider ist das bloß bei viel zu wenig Menschen der Fall!

meint: Anselm am 09.01.07

Ich war baff als eine befreundete angehende Lehrerin von Eltern erzählte, die sie anmaulen, dass sie den Kindern Referatsthemen geben würde, die noch nicht perfekt ausgearbeitet im Internet zu finden seien.
Das war bei mir der Punkt wo ich gedacht hab "Hmm, vielleicht ist das alles nicht einfach nur toll."

So eine Haltung finde ich schrecklich. Da denkt man dich nicht mehr selbst und hält das auch noch für richtig. Das finde ich wirklich gruselig. Wenn man das Internet benutzt (nicht wahllos etwas abschreibt oder ausdruckt) und das Gefundene hinterfragt oder nach-denkt, seh ich kein Problem. Das kann man mit Büchern genau so machen. Das ist nicht neu sondern Medienkompetenz.

Mich beruhigt es ein bisschen, dass es ein Buch zu diesem Thema gibt. Auch wenn das natürlich überhaupt nichts ändert, aber es beruhigt mich dennoch. Was mich dann doch wieder beunruhigt ist der Punkt, dass dieses stumpfe Abschreiben anscheinend schon in so großem Rahmen Einzug in die Wissenschaft (!) gehalten hat. Schule, klar, da haben wir alle irgendwie gemogelt, bla, egal, aber in der Wissenschaft?!

meint: schuehsch am 10.01.07

ich finde es relativ lächerlich, einen 'verfall der wissenschaft' (im tonfall von 'untergang des abendlandes') zu prognostizieren. es geht doch eher um die sehr punktuelle gefahr, einzelne raubkopierer durch das netz fallen zu lassen. der verlag/ professor/ vorgesetzte, der die arbeiten seiner dienstbefohlenen mit sinn und verstand liest, wird dem schummler auf die schliche kommen.

und bitte: wenn interessieren die arbeiten von studenten im dritten semester, egal ob selbst erdacht oder schlau kopiert? das ist doch nicht der punkt. kulturpessimismus und angst vor 'neuen medien', nix anderes wird hier propagiert.

meint: Sven Swift am 10.01.07

das problem ist ja,
und gerade bei schülern, dass sie zwar wissen, wie man im internet zu informationen kommt, aber leider nicht, wie man diese dann auch überprüft.

wikipedia beispielsweise wird zwar immer gelobt, dass dort ja alles von der community kontrolliert würde usw., trotzdem gibt es bereiche, wo wikipedia nur teilweise recht hat oder die inhalte einfach derart verkürzt sind, daß jemand, der seine recherche nur darauf basiert, dann halt doch nur die hälfte versteht.


meint: michael am 10.01.07

Wo ist hier überhaupt das Problem? Wenn man wissenschaftich arbeiten möchte, muss man sich eh auf Fachliteratur berufen. Ich nutze das Netz generell um mir einen Überblick zu verschaffen. Sollte ich mich in einer Hausarbeit auf Wikipedia berufen, bin ich es doch selber Schuld. Möchte ich etwas anständiges abliefern, suche ich mir die entsprechende Fachliteratur. Wobei man hier auch differezieren muss, nur weil ein Buch von einem Verlag gedruckt wurde, heißt das natürlich noch nichts. Klar ist aber auch, dass - vorallem wegen der kostenlosen Verbreitung von Wissen - sich viel Schund im Netz auftut. Ein anständiges Buch hat "aus der Sache an sich" einen anderen weg hinter sich, als ein Artikel in Wikipedia oder auf sonst irgendeiner Seite. Anders gesagt, gäbe es die Möglichkeiten des Internets nicht, könnte ich mich trotzdem auf Schundliteratur berufen, da auch hier von genug handfest gedruckt wurde. Was solls, was ist schon wissenschaftlich richtig? Wie sagt man so schön: in der Wissenschaft gibt es keine Wahrheiten :-)

meint: Inok am 12.01.07

Der Untergang des Abendlandes mal wieder? An allem ist das böse Internet Schuld, voll von Terroristen, Kinderschändern, Raubkopierern und Plagiatoren? War doch klar. Da hilft nur Zensur, Totalüberwachung und Verbot von Kopftüchern und Killerspielen!

meint: Tadeusz Szewczyk am 16.01.07

"Der Untergang des Abendlandes mal wieder?"

--- och mensch tadek. wer hat das denn behauptet? vielleicht sollte man einfach mal über solche dinge nachdenken und dagegenwirken. untergehen wird nix, aber plagiate stören dich, mich und alle anderen sicherlich auch. du willst auch nicht plagiiert werden und das bildung das wichtigste ist, dass man schützen und immer wieder hochhalten sollte, wirst du mir sicherlich auch unterschreiben.

bist manchmal ein wenig arg polemisch.

soll man solche tatsachen nicht diskutieren und überlegen wie es besser geht?

meint: mo. am 16.01.07

Interessantes Thema.
Unterstützt vom Firefox Plugin für deutsche Rechtschreibung fällt mir das Kommentar abgeben leichter. Wenn etwas rot unterstrichen wird klicke ich rechts und vergleiche die angebotenen Vorschläge mit dem was ich schreiben wollte. Wenn ich "falsch" liege wird es mit einem weiteren
klick richtig gestellt. Manchmal bleibt dann das richtige Wort in meiner Bild-Medien verseuchten Rübe hängen. Das finde ich gut. Gleiches gilt für anderes Wissen, das ich über das Netz beziehe, weil es einfach nahe liegt und inspiriert. Ich war schon immer mit Vorliebe (gibt es das Wort? das Plugin kennt es nicht) naiv. Denn richtig wäre es
bevor man ein Plugin installiert sich über den Urheber, die Herkunft zu informieren und natürlich am besten worauf es aufbaut. Gut, zur Not steht hier ein Duden. Doch das hier soll ja auch nicht in wissenschaftliche Arbeit ausarten, darum genügt das Plugin (auch wenn ich wünschte es würde mir bei der Zeichensetzung helfen, dann könnte ich mich vor dem erneuern meines Wissens um die richtigen "Regeln" noch länger drücken. Aber wer hat heutzutage noch die Zeit sich in die Details zu stürzen?

Wenn sich Schüler und Studenten Referate oder andere Hausaufgaben aus dem Netz zusammen klauen muss man das einfach auch aus verschiedenen Perspektiven sehen. Ich finde da kann man nicht genug Blickwinkel einnehmen.

Zum Beispiel gibt es für mich einen klaren Unterschied zwischen

1. herunterladen > drucken > abgeben
und 2. googeln (oder auch früher noch "im netz
recherchieren" genannt > lesen > schneiden > kleben > drucken > abgeben.

Sicherlich ist beides wenn im Rahmen einer Hausaufgabe Faulenzerei. Dennoch,
angenommen die Themen haben einen pädagogischen Wert, dann ist der Lerneffekt auch bei dieser Faulenzerei vom Fall zu Fall unterschiedlich.

Die GCP Methodik *g ließ sich auf deutschen Schulen vor Jahren sicherlich noch sehr gut anwenden. Auf dem Land wo die Lehrer noch mit Modem rumgurken (sorry, das habe ich nicht recherchiert. Stellt euch bitte einfach eine arme ost oder auch westdeutsche Gemeinde vor) oder dortige Schulen womöglich immer noch über keine Internet Anbindung verfügen können, ist dies sicherlich nach wie vor gut möglich (Eltern haben Arbeit und sind WoW süchtig oder machen Millionen
mit Ossi-Kitsch auf ebay vorausgesetzt). In dem Fall hat der Schüler womöglich mehr technisches Wissen, also einen technischen Vorteil gegenüber dem Lehrer und nutzt diesen Vorteil eben zugunsten seiner Freizeit (vielleicht gehen die auf dem Land noch Fußball spielen? oder doch lieber Autos stehlen?) aus.
In der Großstadt geht das dann sicherlich (je nach Stundenplan des Lehrers z.B.) auch mal nach hinten los (vorausgesetzt er lässt sich durch technische Errungenschaften wie aktive Ecken, wie heute noch erlebt durcheinander bringen). Andererseits hilft einem Lehrer auch kein DSL, wenn er 120 Aufsätze lesen und korrigieren, für "irgendwelche" Noten 20-30 referierende Schüler pro Klasse durchzuschleusen hat, oder Babylon sich in der 7c neu manifestiert. Auch ein Lehrer bleibt da trotz aller Bemühungen subjektiv und deshalb täuschbar. Ich habe selbst leider keine akademische Erfahrung jedoch vermute ich, dass es an den Universitäten ähnlich mangelnde Umstände gibt, die eben solche Betrügereien zulassen.

Hier mal weitergedacht, sollte man sich fragen warum die Themen die Schüler nicht interessieren. Das hat sicherlich auch unterschiedliche Gründe.
Der Chat mit der süßen aus der Parallel-Klasse ist spannender (ich kann mich erinnern, damals hat man sich noch getroffen*g) oder man spielt eben "Killer-Spiele", guckt den "frisch geladenen" Film oder will ins Kino. Shoppen, whatever...Das Shoppen Spaß macht oder Killer-Spiele gut sind lernt man aber in den seltensten Fällen in der Schule, zumindest nicht von dem Lehrern.
Lernen passiert eben nicht nur in der Schule und dort immer auch auf unterschiedlichem Niveau.

Medien natürlich auch das Internet, mit YouTube als aktuelles Hype-Zugpferd vorallem aber die visuellen dominieren oft unser Verständnis von "was sich lohnt", prägen Werte, vermitteln Normen und wecken letztendlich auch eine Flut an Begierden, die der Aufsatz oder die Facharbeit eben nicht bedienen können oder zahlt man neuerdings Prämien für bestandene Prüfungen? Die Ladung ist eine ganz andere und die übernimmt auch die Motivationen der Hochschulen und ihrer Studenten. Solange diese nicht mit attraktiven Optionen dagegen halten wird sich dieser Trend sicherlich verstärken.

Damit das in Zukunft aber alles besser wird, hier meine Vorschläge, auch wenn ich die Meinung vertrete, dass derartige Eingriffe eher nicht umsetzbar sind und deshalb die Vorschläge eher utopischer Natur sind:

1. Fernsehen und Bildschirm Medien alters kontrolliert zur Verfügung stellen.

Technische Mittel hierfür gäbe es, deren Implementierung müsste für Hersteller,
die auf den deutschen Markt wollen verbindlich sein. Eltern müssten über den Umgang und die damit verbundenen Gefahren derartiger Medien informiert werden. Big Brother müsste den Konsum am besten zumindest zeitlich kontrollieren, aber auch
inhaltlich müsste der Staat die Kontrolle über die Medien zurückgewinnen. Ich plädiere für maximal 2 Stunden TV am Tag +- 1Stunde. Wenn allein geguckt wird dann verstreicht die TV-Zeit für alle im Haushalt lebenden. Familienangehörige könnten dann nicht mehr Fernsehen und müssten so wenn schon vor der Glotze diese Zeit gemeinsam verbringen.

dafür
2. würde der Staat das Internet+Hardware jedem Haushalt umsonst zur Verfügung stellen.

Verfassungswidrige Inhalte würden nicht übertragen. Dieser Zugang wird auch zeitlich beschränkt. Sagen wir mal jeder im Haushalt bekommt 4 Stunden täglich und kann seinen Anteil an TV Stunden hier hinzunehmen.

3. Urheberrechtlich geschützte Arbeiten die zum kulturellen Allgemeingut gehören, werden staatlich geprüft und online verfügbar gemacht. Dies könnte man gerne auch ausweiten auf wichtige wissenschaftliche Publikationen. Dadurch hätte man
die Möglichkeit sich immer auf das Original zu beziehen und Fehler, Missverständnisse könnten so durch falsche Wiedergaben wie dies hin und wieder
auch auf Wikipedia passiert oder eben in derartig spekulativen posts wie meinen, besser vermieden werden.

4. Im Schulunterricht, und da beginnt die Bekanntschaft mit wissenschaftlicher Arbeit nur handschriftliche Hausarbeiten akzeptieren.
Gleiches gilt für Folien und andere Hilfsmittel bei Referaten. An den Unis hätte man dann natürlich ebenfalls die Pflicht alle Facharbeiten
handschriftlich zu verfassen. Das wird ne Umgewöhnung, manoman.

Die Vorteile liegen für mich auf der Hand. :D
Man muss die "Google-Aufsätze" eben zumindest abschreiben, was lesen und schreiben verbessert und eben auch die Bereitschaft dies zu tun gleich von klein auf implementiert. Die Sensibilität für Schrift aber auch Wort, Satzbau und das selbständige herstellen von etwas wird so erhöht, aber was erzähle ich euch, Ihr kennt das sicher noch. Da man nicht "Fern-sieht" bemerkt man dann auch schnell, daß man ganz viel Zeit hat zum Beispiel um zu Schreiben, oder aber auch Fußball
zu spielen. (Ich will die Italiener nächstes mal nach Hause fahren sehen) :P Ferner sucht man sich Sendungen gezielter aus. Gleiches würde dann natürlich für das Internet gelten. Die wenige Zeit die man zur Verfügung hätte wäre viel kostbarer
und man würde mit den Informationen viel intensiver umgehen. Vielleicht würde man sie dann nur schnell drucken oder lokal speichern um dann in Ruhe und ohne Internetzeit zu verschwenden sich in sie zu vertiefen.

5. Für alle Geeks, Nerds und Extrem-Bildschirm-Media-Junkies, und ich vermute
hier einige Exemplare dieser Gattung vorzufinden zumal ich mich inzwischen selbst auch dazu zähle, Betreuungs und Therapie sowie Umgewöhnungs-Kurse mit ganz vielen heißen Frauen und den abgefahrensten Instrumenten zu veranstalten.

OK. 5 Punkte, viel blabla und alles sehr utopisch und spekulativ was ich erst gar nicht bestreiten will. Sicherlich auch der ein oder andere "denk" Fehler drin, doch ich hoffe stellenweise nachvollziehbar zu sein und denke, dass einige Utopien so als Anregung manchmal ganz gut tun.

Danke für den anregenden Artikel. Der passte mir in meinen Bildschirm-Medien verseuchten Kopf heute recht gut.

"Die jungen Plagiatoren der Generation Google von heute sind die Ausbilder von morgen. Welche Kulturtechniken werden sie ihren Studierenden vermitteln? Dass es für die Teenager bereits selbstverständlich geworden ist, sich Texte wie Klingeltöne aus dem Netz runterzuladen, heißt noch lange nicht, dass der »Kampf« verloren ist. Dieses Buch soll einen Beitrag dazu leisten, dass der Geist in die Textproduktion zurückkehrt."

Zitat aus Stefan Weber: Das Google-Copy-Paste-Syndrom

:)

p.s.: es hört nicht auf, hier mal was für die Menschen die noch Bücher lesen:

http://www.amazon.de/Vorsicht-Bildschirm-Manfred-Spitzer/dp/3120101702

Einiges von dem was ich schrieb ist sehr von einen Vortrag des Buch Autors inspiriert, den ich sehen durfte. Zwar hält er sich vor derart wahnsinnig utopisch-spekulativen Vorschlägen zurück begründet dafür aber alles recht wissenschaftlich. ;)
Scheint zumindest für mich so.

meint: oskar am 18.01.07

buch nicht kaufen!
ich hab gerade zu lesen begonnen - mir mieft das ganze buch ein bisschen zu sehr nach 70er jahre kulturpessismus. warten bis das ganze als mp3 bei google zu finden ist ;-)

meint: schaua am 24.01.07

da fällt mir doch glatt wieder ein, dass ich damals bei einem Referat im Französichunterricht über Naturschutz in Frankreich, (die Informationen im Internet darüber waren rar) fast Informationen über Naturschutz in Quebec genommen hatte.
Hätte ich das beim Schreiben meines Referates nicht gemerkt, dass Quebec ja Candada ist (in Erdkunde war und bin ich sehr schlecht) wäre das sicher ein gutes Bsp für dieses Syndrom gewesen. *g*

meint: Nörmi am 24.01.07

Because of your work, I work with former soviet scientists to design and share online training schedules for athletes throughout the world. People are people regardless of where they are located; with dreams and the inner quest for knowledge. 20 years ago this would have been impossible. Even though the geopolitics would have still gone the way they had, the net has allowed us to be more than non combatants..we have become friends.

meint: DDT-RUS-3 am 11.10.07

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